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"Schaden", "Treffen" und "Runden" kompletter Humbug?

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xergazz:
Die Auseinandersetzung mit diesem heroischen Hyperrealismus führt zu nichts IMO, weil es den Kern nicht trifft. Alle im Ausgangspost angesprochenen Elemente sind rein mechanische. Diese um die daraus entstandene gemeinsame Fiktion zu ergänzen subjektiviert das Ganze nur unnötig. Wenn ich in einem System 10 Schaden mache kann ich das als Treffer mit einem Zahnstocher beschreiben oder als den krassen Hi-Fantasy Move. Wichtig ist doch nur dass mein Gegner insgesamt vier davon verträgt bevor er den Konflikt verliert. Das ändert sich erst, wenn das Spiel die Fiktion direkt über Inhalte vorgibt, statt über abstrakte Zahlenwerte.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Einzelgaenger am 19.10.2012 | 16:50 ---Nicht darstellbar mit D&D Regeln.
--- Ende Zitat ---
Das Problem ist , dass du zusehr auf D&D fixiert bist:
Es gibt außerhalb von D&D noch 1000 andere Spiele, die ebenfalls Schaden, Treffer, Runden benutzen.

Und mit einigen von denen ist das durchaus darstellbar.


--- Zitat ---Du verstehst aber, das mit so einem albernen Regelkorsett wie eine Runde=1 sec grob 90% der Kämpfe, die du gerne in Comics, Büchern, Filmen etc goutierst, praktisch nicht zu machen sind? Und realistisch ist es ja auch nicht.
So wie D&D ist Gurps lediglich gut darin, Gurps Kämpfe abzubilden.
--- Ende Zitat ---
Also ein guter Film sollte doch mindestens 24 Bilder pro Sekunde haben. Rein theoretisch wären das also 24 Runden pro Sekunde.

Du machst hier wieder den Fehler und denkst, dass es immer mind. 1 Angriff/Runde geben muss. Dem ist aber nicht zwangsläufig so. Eine Runde ist einfach nur eine Zeiteinheit. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass in dieser Zeiteinheit ein Angriff stattfinden muss.


--- Zitat ---Das hatten wir bereits. Kein HHR und auch nicht realistisch.
--- Ende Zitat ---
Erst beschwerst du dich, dass man Gegner nicht mit einem Schlag umhauen kann. Und wenn man dir erklärt, dass man Gegner mit einem Schlag umhauen kann, beschwerst du dich darüber, dass man Gegner mit einem Schlag umhauen kann.

Du musst dich schon entscheiden. Es gibt prinzipiell drei Möglichkeiten:
1) Alle Gegner lassen sich mit einem Schlag umhauen.
2) Einige Gegner lassen sich mit einem Schlag umhauen.
3) Kein Gegner lässt sich mit einem Schlag umhauen.

Alle drei Optionen sind mit Schaden, Treffer, Runden umsetzbar. Du musst dich nur vorher entscheiden, welche dieser drei Optionen du präferierst.


--- Zitat ---Wie niedrig willst du denn deckeln? Theoretisch ist bereits ein Zahnstocher tödlich.
Jeder also ein HP?
--- Ende Zitat ---
Wenn du willst, dass ein Zahnstocher tödlich ist, kannst du dem Zahnstocher auch 1W6-4 Schaden geben, wobei der Würfel explodieren kann. (Das heißt, jedesmal, wenn du eine 6 würfelst, würfelst du nochmal und addierst das Ergebnis.)

Die Frage ist nicht, ob du einen Zahnstocher tödlich darstellen KANNST. Die Frage ist, ob du einen Zahnstocher tödlich darstellen WILLST. Und du kannst auch superfein skalieren, in wieviel Prozent aller Treffer der Zahnstocher tödlich ist, FALLS du das willst.

Heinzelgaenger:

--- Zitat von: 1of3 am 19.10.2012 | 16:46 ---Da sind wir im Tanelorn ja genau richtig. Letzte Tankstelle vor dem Tellerrand und so. :)

--- Ende Zitat ---
?, sorry, lange Leitung, gehöre nicht zur eingeschworenen Bruderschaft.


--- Zitat ---Und die Gruppenangriffe kann man mindestens genauso taktisch ausgestalten wie andere Varianten auch. Mir hat FtA von der Ästhetik nicht so zugesagt, aber mechanisch kann ich das empfehlen. Wir haben uns aufm Großen jedenfalls nicht gelangweilt.
--- Ende Zitat ---
Na ja gut, das ist aber das Totschlagargument schlechthin im GD - Mir hats gefallen
Wenn du Forward to Adventure meinst, guck ichs mir nochmal an. Bin jedoch skeptisch.


--- Zitat ---Ich glaube, hier hast du mich falsch verstanden. Das Rob-Roy-Ding ist genau, was ich meinte. Es sind namhafte Kombattanten und daher dauert der Kampf eine Weile. Es darf kein Indina-Jones-Ding mit Schwertern zum Pistolenduell passieren. Ebenso bei dem CGI-Film: Die Ninjas werden nach Ninjapower-Erhaltungssatz im Dutzend genommen, der Kampf mit dem BBEG dauert länger. Genau das wollte ich sagen.
--- Ende Zitat ---
Rob Roy hat keinen einzigen Schnitt gemacht. Ist schon mal schlecht für jegliche Form von D&D Schadenssystemen. Wenigstens könnte man hier sagen, er hat ne Menge eingesteckt. Aber sein finaler Hieb bleibt gewissermassen regelwiedrig.
Von mir aus kannst du das Drama linear quantifizieren, und es würde mit deinem "Fechtspielentwurf" (siehe oben) vielleicht funktionieren.

Aber der Ninjakampf mit dem Bösewicht dauerte eine Runde!
Das wiederspricht doch

--- Zitat --- Wenn der Gegner in der Erzählung als ernstzunemend aufgebaut wurde, aber trotzdem abtritt wie ein Mook, empfinden wir das als Antiklimax.
--- Ende Zitat ---
total. Auch dein Fechspiel kann das nicht wiedergeben, das Dramameter ist schliesslich auf "0".

Heinzelgaenger:

--- Zitat von: xergazz am 19.10.2012 | 17:02 ---Die Auseinandersetzung mit diesem heroischen Hyperrealismus führt zu nichts IMO, weil es den Kern nicht trifft. Alle im Ausgangspost angesprochenen Elemente sind rein mechanische. Diese um die daraus entstandene gemeinsame Fiktion zu ergänzen subjektiviert das Ganze nur unnötig. Wenn ich in einem System 10 Schaden mache kann ich das als Treffer mit einem Zahnstocher beschreiben oder als den krassen Hi-Fantasy Move. Wichtig ist doch nur dass mein Gegner insgesamt vier davon verträgt bevor er den Konflikt verliert. Das ändert sich erst, wenn das Spiel die Fiktion direkt über Inhalte vorgibt, statt über abstrakte Zahlenwerte.

--- Ende Zitat ---
Das können wir schnell abhaken:

Die Fiktion entsteht nicht aus der Mechnik.
Zuerst kommt der Vorstellungraum. Dann der Rest.

Du kannst natürlich ein Brettspiel auspacken oder vorschlagen, in deiner Gruppe hochabstrakt zu spielen, in der Werte und Ressourcen X und y heissen. Aber es gibt einen Grund, warum das keiner macht und warum das Brettspiel seinen eigenen Vorstellungsraum kreiert.

Einfacher ausgedrückt, woran machen wir denn die Kritik fest?
Jedes Spiel kann dir Spass machen, aber ohne den Vorstellungsraum, der eigentlich abgebildet werden soll eine sinnentleerte Diskussion.
Wo wäre die Falsifizierbarkeit?
Bei den meisten RPGs ist der Vorstellungsraum alles andere als abstrakt.
Die Beliebtesten haben einen gigantischen Hintergrund, mit Romanen, Metaplot etc

Holothuroid:

--- Zitat ---Rob Roy hat keinen einzigen Schnitt gemacht. Ist schon mal schlecht für jegliche Form von D&D Schadenssystemen. Wenigstens könnte man hier sagen, er hat ne Menge eingesteckt. Aber sein finaler Hieb bleibt gewissermassen regelwiedrig.
--- Ende Zitat ---

Klar. In D&D wär das wahrscheinlich schwierig. Aber ich schreib dir problemlos ein Spiel, wo das möglich ist. Zwischen Mittag und Abendessen, wenns sein muss.

Gegen welche Regeln das regelwidrig war, seh ich grad nicht. Oder meinst du die Regel, die ich aufgestellt habe? Dann passt es. Sie haben sich ein bisschen beharkt, danach können sie draufgehen. Aber eben nicht vorher. Das war die Aussage. Dass die äußeren Anzeichen aus Sicht innerfiktioneller Zuschauer vorher gegen den letztlichen Gewinner sprechen hat damit überhaupt nichts zu tun. Ich sage nur, dass der Kampf eine gewisse Mindestlänge nicht unterschreiten darf.

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