Pen & Paper - Spielsysteme > Fate
FATE mit mehr Charakterveränderung
Praion:
--- Zitat von: Grinder am 14.12.2012 | 15:32 ---Mutmaßung oder eigene Erfahrung?
--- Ende Zitat ---
Lesen des Systems.
Ich rede jetzt rein Storygamer mäßig nach Lektüre des Regelwerkes.
Natürlich würde dein "Lora, mein Schnuckimäuschen" Aspekt anders funktionieren wenn der SL Lora in der letzten Session gekillt hat (oder ein anderer Spieler, oder du, oder wer auch immer) aber...
--- Zitat von: Yehodan ben Dracon am 14.12.2012 | 15:21 ---Wenn ich Dich richtig verstehe und Du nach Regeln suchst, wie Du als eSeL den Charakter eines Spielers dauerhaft verändern kannst und das gegen seinen Willen,
dann ist FATE als Regelwerk grundsätzlich vielleicht nicht die richtige Herangehensweise. FATE lebt doch von der Autonomie des Spielers über seinen Charakter!
--- Ende Zitat ---
Nein, was mich stört ist, dass ich den Charakter nicht so richtig vor schwere Entscheidungen stellen kann da es für Reize immer einen an sich "besseren" Weg gibt mit diesen umzugehen.
Hat man eine Entscheidung die so gar nicht mit irgendwelchen Aspekten des Charakters zu tun hat ist dies auch nicht so spannend da es dann nicht an den Kern des Charakters geht. Egal wie man es aufzieht, es geht daneben.
Pyromancer:
Ich hab FATE nicht sehr viel gespielt, aber z.B. bei DitV war es so, dass da die Traits regelmäßig den Geschehnissen und der Charakterentwicklung angepasst wurden, und da ist das auch eine Sache des Spielers, völlig ohne SL-Einfluß und völlig ohne sonstigen mechanischen Anreiz.
Umgekehrt gefragt: Warum sollte ich als Spieler nicht einen Aspekt ändern, wenn mein Gefühl mir sagt, dass der Charakter sich geändert hat? Das kostet doch nichts.
Praion:
--- Zitat von: Pyromancer am 14.12.2012 | 15:55 ---Umgekehrt gefragt: Warum sollte ich als Spieler nicht einen Aspekt ändern, wenn mein Gefühl mir sagt, dass der Charakter sich geändert hat? Das kostet doch nichts.
--- Ende Zitat ---
In meiner Erfahrung sind viele Spieler faul und haben schon Probleme mit den ersten Aspekten. Die dann noch regelmäßig zu ändern ist, gerade für Leute die sehr casual spielen evtl. zu viel.
Menthir:
--- Zitat von: Pyromancer am 14.12.2012 | 15:55 ---Ich hab FATE nicht sehr viel gespielt, aber z.B. bei DitV war es so, dass da die Traits regelmäßig den Geschehnissen und der Charakterentwicklung angepasst wurden, und da ist das auch eine Sache des Spielers, völlig ohne SL-Einfluß und völlig ohne sonstigen mechanischen Anreiz.
Umgekehrt gefragt: Warum sollte ich als Spieler nicht einen Aspekt ändern, wenn mein Gefühl mir sagt, dass der Charakter sich geändert hat? Das kostet doch nichts.
--- Ende Zitat ---
Genau darauf zielt Fate doch auch ab. Demnach kann ich dem nur rechtgeben.
--- Zitat von: Praion am 14.12.2012 | 15:58 ---In meiner Erfahrung sind viele Spieler faul und haben schon Probleme mit den ersten Aspekten. Die dann noch regelmäßig zu ändern ist, gerade für Leute die sehr casual spielen evtl. zu viel.
--- Ende Zitat ---
Deine unterstellte Faulheit der Spieler kann doch nicht Aufhänger sein, ihnen die mechanische wie auch kreative Kontrolle zu nehmen und ihren Charakter zu Änderungen zu zwingen. Vielmehr ist es doch deine Aufgabe als Fate-Meister deine Spieler, wenn sie nicht von alleine auf Änderungen kommen oder sie nicht wollen, für solche Möglichkeiten des Wechsels zu sensibilisieren. Dazu kann man dort eben in Gesprächen auch unter Einbezug der Gruppe eben über die von den Mitspielern und Spielleiter wahrgenommenen Änderungen eingehen und sie dann dem Spieler vorschlagen.
Ich bin ein Spieler und Spielleiter, der sehr viel von Charakterentwicklung hält, aber ebenso viel von der Charakterverantwortlichkeit des Spielers. D.h. wenn ich ein System spielte, welches mir diese Freiheit suggerierte, aber auf einmal mein Spielleiter mir eine Entscheidung vorsetzte, welche meine Charakterentwicklung von seiner Interpretation meines Charakters abhängig machte, würde ich wahrscheinlich - vorausgesetzt diese Änderung geschieht ohne mein Vorwissen - sehr ungehalten darauf reagieren. Ja, ich würde mich ernsthaft fragen, warum er mich nicht auf mögliche Veränderungen angesprochen hat und ich würde (jetzt mal am Beispiel Malmsturms gehalten) darauf bestehen, wenn er auf eine Plotimmunität verweisen darf, dass ich was den mechanischen Kern meines Charakters angeht, auch auf eine Charakterimmunität verweisen darf.
Und gerade wenn ein Spieler, der sehr casual spielt, schon Probleme hat, mit seinen Aspekten klarzukommen, welchen Sinn machte es, ihn mechanisch noch zu Wechseln anzuregen oder im Ernstfall zu zwingen, weil SL und Gruppe das vielleicht für angebracht halten könnten?
Ich würde diese mechanische und relative Souveränität des Spielers über seinen Charakter unangetastet lassen und wenn ich unbedingt Reize zur Charakterentwicklung als Meister setzen möchte (und ich finde, dass das System dies an fast allen Stellen implizit nahelegt, seinen Charakter auch zu entwickeln, in dem es eben die weitestgehende Freiheit über den Charakter lässt) würde ich dies nicht auf einer mechanischen Ebene im Regelsystem ansetzen, sondern eher in Rückmeldungen und gezielten Absprachen mit den Spielern, dass dies gewünscht ist. Und in Folge dessen würde ich die Entwicklung eines Charakters protokollarisch niederlegen (muss ja nicht ausführlich sein), und dann zum gegebenen Zeitpunkt eine Erweiterung oder Änderung des Charakters in Absprache mit Spieler und Gruppe vorschlagen, sodass ich anhand der Mitschrift und Beobachtung nicht nur nach Bauchgefühl dem Spieler etwas aufdrücke. Das kann sich, sobald das Gang und Gäbe ist, durchaus dann mit weniger Absprache niederschlagen. Gerade zu Beginn würde ich das aber vorsichtig einführen und nicht dem Spieler die Souveränität über seine Charakterentwicklung nehmen, in dem ich ihm den Input vorschreibe durch meine Interpretation als SL.
Mr. Ohnesorge:
Ich sehe das genauso wie du - Rollenspiel sollte in erster Linie Spaß machen, da wirkt sich Druck seitens des SL in der Regel ungut aus. Ich glaube aber auch, dass Praion eine ganz eigene Art des Leitens hat...
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