Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Ist Pathfinder 'Das Böse'(tm)?
Arldwulf:
--- Zitat von: Nth-Metal Justice am 29.01.2013 | 17:19 ---Ich glaube ich verstehs nicht.
WO ist denn da der Unterschied zwischen "er ist ins leere gelaufen" und "er verliert seinen Geschicklichkeitsmodifikator" ... vor allem, weil er ja eben nciht ins leere gelaufen ist. Er ist immer noch genau an der gleichen Stelle, wo er vorher war.
--- Ende Zitat ---
Genau das hast du mißverstanden. Er ist eben nicht mehr wo er war - sondern ins Leere gelaufen und an einer anderen Position als zuvor. Es handelt sich also um eine Regelmodifikation (oder besser gesagt ein Beispiel dafür) welches dafür sorgen kann den Charakter auch im Kampf stärker zu individualisieren und auszuspielen. (und in der Folge dessen Kämpfe stärker zum Teil des Rollenspiels zu machen).
Und wie du schon richtig sagst: Um das konsequent durchzuziehen müsste man entweder Pathfinder so stark ändern das es nicht mehr das gleiche ist oder aber gleich etwas anderes spielen.
Aber wen kümmert schon Konsequenz? Das Leben ist voller Kompromisse. Gorilla könnte durchaus auch schon eine kleine Anpassung helfen, wenn z.B. die Charaktere nicht 10 verschiedene Möglichkeiten haben ihren Charakter auch im Kampf besser darzustellen sondern ein oder zwei. Das begrenzt den Aufwand - und wenn es am Ende doch nicht reicht kann man immer noch wechseln. Erstmal ist es ja nur wichtig zu sagen: Kämpfe sollten Teil des Rollenspiels sein!
Was man daraus macht muss man selbst sehen.
Gorilla:
--- Zitat von: Nth-Metal Justice am 29.01.2013 | 17:19 ---Ich glaube ich verstehs nicht.
WO ist denn da der Unterschied zwischen "er ist ins leere gelaufen" und "er verliert seinen Geschicklichkeitsmodifikator" ... vor allem, weil er ja eben nciht ins leere gelaufen ist. Er ist immer noch genau an der gleichen Stelle, wo er vorher war. Da ist dann ein böser disconnect zwischen Erzählung und Regeln und das ist ... also ich finds richtiggehend blöd. Man kann auf dieses erzählerische Element nicht aufbauen. Es bleibt leer.
--- Ende Zitat ---
Jupp. Das ist mein Problem:
PF kann mit Flavor nicht wirklich umgehen. Man kann ihn zwar in den Kampf einbringen, indem man einfach toll erzählt, was die Power Attack so macht, aber schlußendlich isses wurscht.
Und was PF noch weniger kann: Mit (taktisch) "falschen" Entscheidungen im Kampf umgehen.
Ein "spannender" Kampf (also mit passendem Challenge Rating) verzeiht es nicht, wenn die Spieler "RP" machen und z.B. der Magier erstmal eine Runde vor Schreck erstarrt ist, der Fighter vorsichtig vor dem übermächtig wirkenden Gegner zurückweicht. Der Barde und die Witch sind dann nämlich in Runde 2 evtl. schon gar nicht mehr dabei und dann ist der Encounter auch schon aus.
Samael:
Pathfinder ist nun mal kein Erzähl- bzw. Storytellersystem. Man mag von Settembrini halten was man will, aber in einem hatte er Recht: Das ist eigentlich ein völlig anderes Hobby.
Gorilla:
Ist es das?
Ich denke nicht.
Ich würde es eher so sehen, dass PF eher kein Rollenspiel ist, sondern ein taktisches Fantasy-Koop.
killedcat:
Puh! Jetzt wird Pathfinder schon das Etikett "Rollenspiel" aberkannt. Jetzt wird es mir hier zu ausgrenzend und zu "mein Spielstil ist aber rollenspieliger als deiner".
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