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[VtM] Weltkriege und Kalter Krieg?
Sin:
Teylen, hat dir in deinem Leben wirklich niemand beigebracht wie man versteht, was die Mitmenschen meinen? Du weißt schon mitdenken, sich in andere hineinversetzen? Soll beim Rollenspiel helfen...
Manche Menschen versuchen ja aus Boshaftigkeit, alles misszuverstehen oder zu verdrehen, sag mir bitte das es das ist.
Tschüss (mir wurde schon gesagt, dass ich rausgeschmissen werde, wenn ich mich nicht zu benehmen lerne)
Ein Dämon auf Abwegen:
--- Zitat ---Wenn man sich die Nazivampire in Berlin bei Nacht mal anschaut, dann weiß man ja echt nicht ob man lachen oder weinen soll, mehr Klischee geht jedenfalls echt nicht mehr.
--- Ende Zitat ---
Also mir waren die ehrlich gesagt nicht Trashig genug, also wenn schon Nazi Vampire dann bitte richtig überzogen, die drei Hansel in Berlin by Night sind doch irgendwie nichts halbes und nichts ganzes.
Teylen:
--- Zitat von: Onkel Knopp am 5.05.2013 | 18:09 ---Ich verstehe immer noch nicht worauf du hinaus willst.
--- Ende Zitat ---
Einfach nur das ich versuchen würde es so zu integrieren das es sich mit der Beschreibung bis zu den beiden Weltkriegen verträgt.
Idealerweise so das der Kriegsverlauf pimaldaumen gleich bleibt ohne das die Spieler komplett gelenkt werden.
Funktioniert das mit am besten wenn man den Weltkrieg weitestgehend als in der Ursache von Menschen angefangen belässt und sich überlegt wie unterschiedliche kainitische Fraktionen und Clans innerhalb der von Ihnen aufgebauten Struktur darauf reagieren wenn etwas derartiges los bricht. Nun oder man vielleicht die weiteren Konsequenzen entsprechend ausbaut.
Anstelle nun mehr oder weniger zu versuchen die Clans per Land aufzuteilen und dann auf biegen und brechen der entsprechenden Nation gemäß agieren zu lassen. Quasi so als Mini-Wargame wo man bei den Deutschen das Etikette Tremere drauf pappt, bei den Italienern Giovanni, bei den Russen Tzimisce, Spainen Lasombra und dann los legt. Was auf mich den Eindruck macht komplett am Hintergrund bzw. dem Setting wie es beschrieben ist vorbei zugehen.
@Sin: Trolling much?
Mr. Ohnesorge:
--- Zitat von: Teylen am 5.05.2013 | 20:17 ---@Sin: Trolling much?
--- Ende Zitat ---
Deine Beiträge in diesem Thread waren schon ziemlich schwer bis gar nicht nachzuvollziehen, da kann ich seinen Eindruck verstehen.
Oberkampf:
--- Zitat von: Onkel Knopp am 5.05.2013 | 15:35 ---Warum wäre es deiner Meinung nach uninteressant einen Nazi zu spielen? Das tut man in anderen Systemen ja irgendwie auch und meint sich dann sogar noch auf der Seite der Guten (Dark Heresy fe.)
--- Ende Zitat ---
Die Antwort ist ganz einfach: Weil Nazis nicht besonders gut zur Identifikation taugen.
Generell glaube ich, dass die meisten Rollenspieler, die das Böse (tm) spielen wollen, eher dazu neigen, sowas zu relativieren oder zu parodieren. In der oWoD ist das nicht anders, fast jede Untergruppe gehört dann doch irgendwie zu den "Guten" oder versucht, das Gute (Humanity) in sich zu bewahren.
Zu Dark Heresy gibt es drei Möglichkeiten:
1) Man betrachtet es als extrem parodistisch angehauchtes, vollkommen überzogenes Setting.
2) Man blendet die Parallelen (eher Hyperbeln) zum Nationalsozialismus aus.
3) Man spielt es nicht.
--- Zitat von: Sin am 5.05.2013 | 15:45 ---Klar, systematische Entmenschlichung, Massenmenschhaltung und industrialisterte Vernichtung von Menschen sind natürlich Themen, die keinerlei Anknüpfungspunkte für V:TM bieten...
--- Ende Zitat ---
Zum Teil sind das ernsthafte Sachen, für die vielleicht passendere Formen gefunden werden sollten, als Gesellschaftsspiele am Nachmittag. Wenn ich das überhaupt in einem Rollenspiel längerfristig thematisiert haben will, dann würde ich mir ein passendes Genre dazu suchen. Man kann ins Urban Fantasy/Paranormal Romance Genre eben nicht alles 'reinquetschen, was irgendwie irgendwann mal historisch passiert ist.
Das heißt natürlich nicht, dass Nazis nicht im Rollenspiel auftauchen dürfen. Es kommt darauf an, was und wie man spielen will. Wenn man z.B. pulpig spielen will, sind dauernd auftauchende Nazis, denen man in Indiana-Jones-Manier in den Hintern tritt, vollkommen ok. Genauso eine Detektivkampagne, wo man Nazispione in alliierten Ländern aufspürt, oder eine Untergrundkampfkampagne usw. Dafür kann man die Standardbösewichter des Settings in Naziklamotten stecken. Bloß soll man sich keine Illusionen darüber machen, dass man mit einem Horrorrollenspiel den richtigen Horror der wirklichen Welt einfängt.
--- Zitat von: Onkel Knopp am 5.05.2013 | 15:35 ---
Die Themen wurden offensichtlich weitgehend ausgeklammert, weil man schnell als Idiot/Arschloch/Antisemit/Misanthrop/Verharmloser/wasauchimmer darsteht, wenn man solche Themen im Rahmen eines Spiels wie V:TM verwurstet, da kann man eigentlich nichts richtig machen. Außerdem verdirbt einem zuviel echte menschliche Grausamkeit am Spieltisch schnell den Spaß.
--- Ende Zitat ---
Genau das ist es! Es macht weder Spaß, noch kann man es angemessen respektvoll behandeln. Und das ist auch der Grund für folgende Beobachtung:
--- Zitat von: Onkel Knopp am 5.05.2013 | 15:35 ---Alles Böse der letzten 10 000 Jahre Menschheitsgschichte, einschließlich Nipplegate, wurde von Vampiren verursacht (bzw. Vampire, Dämonen, Mumien und Magier etc. beanspruchen den Erfolg jeweils für sich), aber ausgerechnet Drittes Reich/WWII nicht? Naja, auf eine verdrehte Art und Weise macht das sogar Sinn.
--- Ende Zitat ---
Ja, es gibt alle möglichen historischen Grausamkeiten, über die wir heute hinweglachen können, die wir verstehen oder trivialisieren oder historisch kontextualisieren und als Hintergrund für eine Kostümparty nehmen können. Darunter sind auch Sachen, bei denen einem wirklich schlecht werden kann. Mit dem Nationalsozialismus (und in Grenzen auch mit anderen Genoziden oder Verbrechen dieser Größenordnung) funktioniert das nicht unbedingt. Natürlich ist die ganze verschwörungstheoretische Prämisse der oWoD, dass organisierte Gruppen übernatürlicher Wesen hinter allen Weltereignissen stehen, schon etwas an den Haaren herbeigezogen, aber zugunsten des Genres drückt man da beide Augen zu. Es tut ja auch nicht wirklich weh. (Wobei die Infos in den Quellenbüchern sich so widersprechen, dass die Autoren wohl selbst etwas ironische Distanz hineingebracht haben.) Aber beim Nationalsozialismus hört eben für viele der Spaß auf.
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