Pen & Paper - Spielsysteme > Savage Worlds

Bekämpfung von Seuchen und Epidemien

<< < (2/6) > >>

Skeeve:
Also die Kampagne hat schon ihr Thema. Von daher kommen nur noch die Möglichkeiten "eigenes Abenteuer" bzw. "Szene in einem Abenteuer" in Frage. Ich tendiere da zum eigenen Abenteuer.

Zum Thema Zeitalter (und NSC): Fantasy mit Magie, also eher Mittelalterlich. Wobei ich nicht ausschliessen möchte dass die Seuche von irgendwelchen NSCs vorsätzlich ausgesetzt wurde.

Die SC sind auf jeden Fall Abenteurer... (der eine oder andere aber recht belesen und einer Recherche in der nächsten Bibliothek nicht abgeneigt und dann sind da noch die heilenden Kleriker... vermutlich ohne praktische Erfahrung was die Seuchenbekämpfung angeht, aber nicht unwissend)

Kardohan:
Dramatische Herausforderung:

1. Diagnose (Heilen)
2. Recherche über Heilmittel (Heilen, Wissen oder Recherche)
3. Einsammeln Teile des Heilmittel (Wahrnehmung, Wissen o.ä)
4. Brauen des Heilmittels (Heilen, Alchemie, Wissen o.ä.)
5. Verabreichen des Heilmittels (Heilen)

Kreuzkarten bedeuten wie üblich Komplikationen. So könnte sich der Heiler etwa auch selber anstecken.  >;D

Magie lasse ich mal außen vor, da Epidemien eben bedeuten, daß es außer Rand und Band läuft und so eine Heilzauber-Orgie auch nichts mehr hilft.

Zeitraum lasse ich mal offen, da es stark von der jeweiligen Krankheitsart abhängt (Siehe GER/TA unter Krankheiten). Die Zeitinkremente sollte vom SL dargelegt werden. Eine Recherche über wenige Stunden ist anders als über Tage oder gar Wochen. In den letzteren Fällen sollte die Krankheit eine größere Anzahl von Leuten erwischt haben, damit wieder der Druck da ist.

Massenkampf:

Hier geht man die Krankheit direkt an. Die Epidemie erhält eine Stärke von W4 bis W12 als Ersatz für die Battlewürfe. Heilen, Alchemie, Wissen (Heilpflanzen) etc ersetzt es auf Spielerseite.

Tokens werden etwas anders verteilt. Auf Spielerseite zählt man einfach die "Gruppen" an Heilkundigen zusammen. Heilfertigkeit, Heilzauber, Alchemisten, Kräuterkundler sind jeweils ein Token. Das sollten so im Schnitt höchstens 4-5 sein. Die Krankheit selber erhält ihre Würfelstufe an Token (also 4-12).

Es werden keine Toten gezählt, sondern nur der Erfolg.

Moralwürfe gibt es keine. Das "Gefecht" wird bis zum bitteren Ende durchgezogen. Sind alle Heiler "ausgeschaltet", entvölkert die Epidemie einen ganzen Landstrich.


Beide Ideen sind aus der Hüfte geschossen und sollten vor einem realen Einsatz genauer durchdacht und formuliert werden... :)

blut_und_glas:
Dass ich mich nochmal zu Savage Worlds hinreißen lassen würde...  :o

Massenkampf.

Anders als Kardohan würde ich dabei wohl auch näher am Ursprung bleiben.

Als Parteien würde ich die Kranken und die Gesunden setzen. Heiler kommen als Helden auf Seiten der Gesunden hinein (eventuelle Hintermänner der Seuche - Brunnenvergifter, Krankheitsdämonen, unheilvolle "Wunderheiler", ... könnten ebenso behandelt werden für die Seite der Kranken).

Eingesetzt werden offensichtlich passende Fähigkeiten (also wohl meist Healing und Knowledge (beziehungsweise was an Übernatürlichem da ist), aber je nach Seuche und Heilmittel/Plan zur Eindämmung mag auch etwas anderes gehen - auf der anderen Seite könnte das natürlich ganz anders aussehen).

Je nach Krankheit könnte es statt Schaden Fatigue (3/2/1) für eingreifenden Charaktere geben.

Verbrauch von Heilmitteln/anderen Ressourcen (Verbände, warme Decken, sauberes Wasser, ...) läuft wie Munitionsverbrauch.

Modifikatoren ("Battle" Roll und Moral) für die Krankheit sollten entsprechend der Krankheit und der Umstände angepasst sein, ebenso braucht sie natürlich ihren eigenen Wert, um überhaupt zu würfeln (wobei das auch der Wert eines hinter ihr steckenden "Architekten" sein könnte).

Moral bleibt drin und zeigt den Erfolg der Maßnahmen und (auf Seiten der Gesunden) auch die tatsächliche Moral der Heiler und ihrer "Schutzbefohlenen" an. Wenn die Seuche die "Flucht" ergreift, dann wurde sie erfolgreich eingedämmt/ihre Ausbreitung verhindert und sie brennt sich aus.

Bei der Ermittlung der Toten gilt, dass alle verbleibenden Tokens auf Seite der Kranken (bei einer tödlichen Seuche) in jedem Fall behandelt werden, als seien sie kopflos geflohen (die Seuche schnell mit radikalen Methoden zu besiegen, kann also durchaus nachteilig sein - für die, die schon krank waren).
Für die Gesunden ist alles wie gehabt, und alle "Verluste" der Kranken werden ebenso wie die "Gesunden" behandelt.
(Das führt zu: Wer am Ende also immer noch krank ist, der hat schlechte Karten. Wer am Ende immer noch gesund ist, der hat auf jeden Fall Glück (offensichtlich). Wer im Verlauf krank geworden ist dessen Schicksal hängt am Gesamtausgang, ebenso wie das derjenigen, die im Verlauf geheilt wurden.)

mfG
jdw

Skeeve:
ein Gedanke (auch nur schnell aus der Hüfte geschossen) zur Modikation vom  Massenkampf

Massenkampf mit Überläufer:
Wenn die Marker die Kranken und Gesunden symbolisieren, dann gehen die "Gesunden" Marker, die in einer Massenkampfrunde verloren gehen, nicht verloren, sondern laufen über zu den Kranken.

"Kranke" Marker, die verloren gehen, laufen entweder wieder über zu den Gesunden (und sind für den Rest des Kampfes immun) oder tot und endgültig verloren.

blut_und_glas:
Mit dem Gedanken habe ich auch eine kurze Weile lang gespielt, aber ich habe das Gefühl, dass durch diesen Ansatz ein Teil der normalen (belastbaren) Dynamik des Massenkampfsystems ausgehebelt wird. Siehst du das anders?

Würdest du Moral behalten oder bei diesem Modell auch streichen?

mfG
jdw

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln