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Hochliteratur vs. Fantasy

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Pyromancer:
Für "Das Glasperlenspiel" gab's immerhin den Nobelpreis für Literatur, von daher kann ich dem Argument nicht ganz folgen, "Fantasy" würde von der Literaturelite nicht ernst genommen.

Skele-Surtur:
Weil nach meiner Wahrnehmung das Glasperlenspiel kein Fantasyroman ist.

Stonewall:
Naja, da stellt sich eben wieder die Frage nach der begrifflichen Differenzierung von "Fantasy" und "Phantastik". Phantastische Stoffe können meiner Wahrnehmung nach durchaus "hoffähig" sein. Was nicht ernstgenommen wird, noch nicht einmal verrissen, denn das würde eine Auseinandersetzung voraussetzen, ist "extruded fantasy product", also die ganzen zweitklassigen Tolkien-Epigonen.

La Cipolla:

--- Zitat ---Behauptung: Hochliterarische Fantasy-Werke haben nicht das Etikett "Fantasy" aufkleben und steht in der Buchhandlung auch nicht neben den Vampir- und Drachen-Büchern.
--- Ende Zitat ---

--- Zitat ---Ich würde meinen, daß sich da die zwei Tendenzen verstärken: Der Großteil der "Fantasy" ist schematisch-trivial. Einerseits erwartet die Kundschaft das so. Andererseits befestigt das das Bild der highbrow-Kritiker von Fantasy als "unwürdigem" Genre.
--- Ende Zitat ---

Klingt für mich völlig plausibel und ausreichend als Erklärung.
Dann wiederum verschwimmen die Kategorien ja sowieso zunehmend, weil die "ernsthaften" Kritiker sich wahlweise weiter einkapseln und nur noch möglichst schematisch-Außergewöhnliches wahrnehmen oder aber gleich auf Kategorien wie Hochliteratur und Co. scheißen. In der Akademik wird das Triviale auch immer wichtiger, und spätestens wenn die vorletzte Generation ausgestorben ist, dürfte das noch deutlicher werden.
Hab schon gelegentlich mal gehört, dass Song of Ice and Fire "hochkarätige" Preisungen absahnt oder Twilight ähnlich analysiert wird wie ein Shakespeare-Werk (nur halt mit anderen Ergebnissen ;D).

Niniane:
Ein gutes Beispiel von "Hochliteratur trifft Fantasy" wäre auch ein Großteil der "Horus Heresy". Die strotzt nur so vor Anspielungen auf die englische/europäische Literaturgeschichte, aber sie macht auch als SF/Space Opera einfach Spaß.

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