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Always on DRM

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Suro:

--- Zitat von: Sashael am  6.04.2013 | 15:06 ---Naja, wenn ich in einem Gebiet mit schlechter Internetanbindung leben würde, würde ich mich aber gleich doppelt und dreifach ärgern. Das Argument "Die müssen das Spiel ja nicht kaufen und dann verliert der Publisher Geld" ist da ziemlich invalide, weil bei Blockbusterspielen gute Verkaufszahlen auch ohne diese Kunden auflaufen werden. Klar geht dem Publisher etwas Geld durch die Lappen, aber dank ihrer Oh-my-god-thy-try-to-steal-my-product-!!!!11einseinself-Scheuklappen interessiert die das dann nur noch peripher. Hauptsache, den bösen Softwaredieben wird gezeigt, wo der Hammer hängt. Nämlich im Nebenraum, wo er niemanden stört.

--- Ende Zitat ---
Ich meinte ja auch nicht, dass der Publisher dadurch groß beschädigt wird. Es ist nur finde ich auch kein sonderlich gutes Argument einem Spiel anzukreiden, dass man es nicht spielen kann, obwohl einen niemand zwingt es zu kaufen. Darüber enttäuscht sein kann man natürlich schon (Ich ärgere mich auch wenn Spiele nur auf der XBOX oder Handhelds oder sonst wo erscheinen die ich nicht besitze, aber das ist jetzt nicht direkt ein Fehler des Spiels).
Problem ist imho eher, dass das DRM hier ja keinen sinnvollen Zweck erfüllt und Probleme mit sich bringt.

Taschenschieber:
Always-On-DRM bei Spielen, die ihrer Natur nach eigentlich Singleplayer-Spiele sind, betrachte ich als Diebstahl am Kunden.

Mentor:
Was mich an Onlinezwang weit mehr stört als dass ich beim Spielen online sein müsste, ist, dass ich als Kunde keine Garantie habe, dass ich in einem Jahr oder einem Jahrzehnt das Spiel noch spielen kann. Vielleicht dreht der Publisher/Hersteller den Server ab, weil sich das nicht mehr für ihn rechnet, oder vielleicht geht er pleite. Oder vielleicht verliere ich die Zugangsdaten zum Account, oder der wird irgendwann gehackt und ich verliere die Kontrolle. Viel zu viele Unsicherheiten.

Vielleicht brauchts dazu einfach ein anderes Mindset. Wenn man erzogen wird, dass man Spiele eigentlich nur leiht und keinen Anspruch hat, die "auf immer" zu haben, ist das vmtl. auch ok. Ich bin nur halt Jäger und Sammler, und auch kein Videothek-Nutzer.

Taschenschieber:

--- Zitat von: Mentor am  6.04.2013 | 20:42 ---Vielleicht brauchts dazu einfach ein anderes Mindset. Wenn man erzogen wird, dass man Spiele eigentlich nur leiht und keinen Anspruch hat, die "auf immer" zu haben, ist das vmtl. auch ok. Ich bin nur halt Jäger und Sammler, und auch kein Videothek-Nutzer.

--- Ende Zitat ---

Ich zahle keine 60€ für ein Spiel, das ich nach Auffassung des Herstellers nur leihe. Das ist doch absurd.

Darius der Duellant:

--- Zitat von: Undefined am  6.04.2013 | 20:44 ---Ich zahle keine 60€ für ein Spiel, das ich nach Auffassung des Herstellers nur leihe. Das ist doch absurd.

--- Ende Zitat ---

Genau das.
Always-On ist eine schlichte Frechheit gegenüber dem Kunden.


--- Zitat von: ἀρχιτέκτος am  6.04.2013 | 16:51 ---Es ist nur finde ich auch kein sonderlich gutes Argument einem Spiel anzukreiden, dass man es nicht spielen kann, obwohl einen niemand zwingt es zu kaufen.

--- Ende Zitat ---

Aber sich kann man das ankreiden.
Publisher und Käufer sind in einem gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis.
Ich möchte ein tolles Produkt und der Hersteller mein Geld.

Ein solches no-go DRM hindert mich daran, mir das Spiel zu kaufen das ich möchte und verhindert darüber hinaus dass der Hersteller mein Geld bekommt.
Es verlieren also beide im Gegensatz zur Optimalsituation (ich kaufe, Publisher bekommt Geld) und den Grund dafür kann und sollte man anprangern.


--- Zitat von: ElfenLied am  6.04.2013 | 15:53 ---Die Raubkopierer sind ohnehin nicht die Zielgruppe für DRM. Den Gebrauchtspielemarkt sehe ich da viel eher gefährdet.

--- Ende Zitat ---

Das stimmt zwar, aber diese konkrete Unterart des DRM bietet zum austrocknen des Gebrauchsmarktes absolut keinen Mehrwert zu den bereits existierenden Formen der Accountbindung.

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