Pen & Paper - Spielsysteme > Fate
Wundenkarten
Azzu:
--- Zitat von: Radulf St. Germain am 20.04.2013 | 15:02 ---Mein Eindruck ist, dass die Spieler sich "betrogen" fühlen, wenn sie eine tolle Beschreibung liefern und sich dann damit plötzlich eine hart erkämpfte Konsequenz verbauen. Umgekehrt finde ich es nicht so toll, wenn ich das Gefühl habe, die Spieler versuchen das Maximum aus einer Konsequenz herauszuholen (leichte Konsequenz = "er hat ein gebrochenes Bein und kann nicht mehr laufen oder ausweichen"), statt sich eine sinnvolle und coole Beschreibung auszudenken.
--- Ende Zitat ---
Wenn ich nicht komplett daneben liege, beschreibt die Konsequenz immer derjenige, der sie erleidet. Konsequenzen für Gegner müssen sich die Spieler gar nicht selber ausdenken.
Radulf St. Germain:
--- Zitat von: Azzurayelos am 20.04.2013 | 16:18 ---Wenn ich nicht komplett daneben liege, beschreibt die Konsequenz immer derjenige, der sie erleidet. Konsequenzen für Gegner müssen sich die Spieler gar nicht selber ausdenken.
--- Ende Zitat ---
Oha, jetzt stocherst Du in das Fate Versionswespennest. :D
Bei FreeFATE beschreiben die Spieler alle Konsequenzen, sowohl diejenigen, die sie abkriegen, als auch diejenigen, die sie bei Gegnern auslösen. Ich bin sicher, es gibt hier auch andere Varianten.
@Aurubiel: Ich würde FATE nicht gleich als System für meine Gruppe verwerfen, nur weil eine einzelne Regel für (einige von) uns nicht funktioniert. Ich habe bei D&D auch nie die Regeln für Gewichtsbelastung, Ertrinken etc. verwendet, trotzdem wäre nie jemand auf den Gedanken gekommen mir deswegen von D&D abzuraten. >;D
Auribiel:
--- Zitat von: Radulf St. Germain am 20.04.2013 | 17:06 ---@Aurubiel: Ich würde FATE nicht gleich als System für meine Gruppe verwerfen, nur weil eine einzelne Regel für (einige von) uns nicht funktioniert. Ich habe bei D&D auch nie die Regeln für Gewichtsbelastung, Ertrinken etc. verwendet, trotzdem wäre nie jemand auf den Gedanken gekommen mir deswegen von D&D abzuraten. >;D
--- Ende Zitat ---
Wenn deine Gruppe Kämpfen als sportliche Herausforderung sieht, scheint sie eine gewisse Präferenz zu haben:
A) Wettkampf und
B) "harte Werte" um A besser abbilden zu können.
Daraus ergibt sich dann das Problem, dass man sich von einem überwiegend narrativen System irgendwann "betrogen" fühlt. Und da aber doch gerade das narrative das hauptsächliche Element von FATE ist, würde ich eben schon sagen, dass es wohl nicht das beste System für deine Gruppe ist.
Wie schaut's denn außerhalb des Kampfes mit dem Nutzen und Erschaffen von Aspekten aus? Wird das gut angenommen oder "nur" um Boni zu ziehen?
Radulf St. Germain:
--- Zitat von: Auribiel am 20.04.2013 | 17:20 ---Daraus ergibt sich dann das Problem, dass man sich von einem überwiegend narrativen System irgendwann "betrogen" fühlt. Und da aber doch gerade das narrative das hauptsächliche Element von FATE ist, würde ich eben schon sagen, dass es wohl nicht das beste System für deine Gruppe ist.
--- Ende Zitat ---
Auch wenn wir uns jetzt vom Kernthema etwas entfernen - was ich bei meiner ersten Begegnung mit FATE als dessen Stärke empfand ist eben, dass es kein "Erzählspiel" ist, sondern ein Rollenspiel, das aber viel Raum für Erzählung lässt. Was ich damit meine ist, dass im Kern von Fate ein einfaches aber sehr rigides Regelsystem steckt - z.B. kann man mit vergleichenden Proben "Schaden" anrichten, es ist klar, was ein Aspekt auslösen kann etc. Ja, es gibt sogar Regeln für soziale Konflikte. Aber man hat sehr viel Freiraum, wie man diese Effekte beschreibt. Nicht jeder sieht FATE so, aber das ist ja auch OK, es ist ja ein Spiel.
Daher ist meine Meinung, dass FATE sehr gut als klassisches Rollenspiel funktioniert, aber schon eingebaute Mechanismen für gutes Rollenspiel und Charakterhintergrund hat. Ich habe noch nie so tolle Charaktere von meiner Gruppe gesehen wie bei FATE. Sogar unser "Hau-Drauf" Spieler hat eine richtig tolle Geschichte erstellt.
--- Zitat von: Auribiel am 20.04.2013 | 17:20 ---Wie schaut's denn außerhalb des Kampfes mit dem Nutzen und Erschaffen von Aspekten aus? Wird das gut angenommen oder "nur" um Boni zu ziehen?
--- Ende Zitat ---
Aspekte werden von der Gruppe genutzt um die Geschichte voranzutreiben. Was weniger vorkommt ist, dass jemand seine Schwächen gezielt anpreist und ausspielt. Das finde ich persönlich etwas schade, aber für mich ist eben auch das Player Empowerment, dass man selber entscheidet, wie gut oder schlecht man abschneidet.
Ist FATE also das falsche Spiel für uns? Mir macht es überwiegend Spaß und ich denke, das ist es, was ich mit einem Spiel erreichen möchte. :)
LordOrlando:
Ja, ich finde auch, das FATE sich auch ganz gut für mehr klassisches Spiel eignet, wenn man die Regeln von Legends of Anglerre durchliest wird das deutlich.
Kann man mögen oder nicht, funktionieren tuts meiner Erfahrung nach auf jeden Fall, wobei ich versuche mehr und mehr narratives Spiel zu fördern.
Insofern kann ich mir den Einsatz der Karten in passenden Situationen durchaus vorstellen, als Unterstützung/Inspiration, wenn dem Spieler tatsächlich nichts einfallen sollte.
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