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Aus welchen Nachteilen lassen sich brauchbare Abenteuerideen ziehen?

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rettet den wald:

--- Zitat von: yennico am 12.05.2013 | 13:28 ---Das ist bei manchen Systemen nicht unbedingt möglich z.B. bekommt man bei Gurps für einen Feindes Nachteil deutlich mehr Punkte als man mit einem bestandenen Abenteuer bekommen kann. Die meisten Nachteile bei Gurps bringen dem PC bei der Charaktererschaffung mehr Punkte als man mit einem bestandenen Abenteuer bekommt. Das ist auch sinnvoll, weil sonst die PC mit einem Abenteuer sich gleich den Nachteil wieder wegkaufen könnten.
--- Ende Zitat ---

...Warum ist es sinnvoll, Nachteile nicht gleich wieder loswerden zu können? Wenn ich ein Abenteuer spiele, wo es darum gehen soll, dass mein Charakter seine Intoleranz gegenüber irgendwas oder seine Angst vor irgendwas überwindet (um wieder mal dieses Beispiel herzunehmen), brauche ich ein System, in dem ich diesen Nachteil innerhalb einer einzigen Session abbauen kann. Die Punkte die der Nachteil bei der Charaktererschaffung bringt sollten sich auch dementsprechend in Grenzen halten.




--- Zitat von: yennico am 12.05.2013 | 13:28 ---XP-Abzüge? Du hast eine Sichtweise, die ich nicht nachvollziehen kann.
--- Ende Zitat ---

Dafür dass ich meinen Feind töte muss ich 20 XP zahlen. Das heißt ich kann die nächsten 20 XP nicht für was Sinnvolleres nutzen als mir meinen Feind abzukaufen. Gerade in GURPS ist ein Feind für 20 Punkte nie im Leben 20 Punkte wert, weshalb Feinde als Nachteile in bisher keiner meiner GURPS-Runden zugelassen wurden.




--- Zitat von: yennico am 12.05.2013 | 13:28 ---Der andere Mitspieler hat nun 103 Punkt und Du hast (120-20+3) = 103 Punkte. Also haben alle die gleiche Anzahl an XP.
Nach deiner Lösung, dass mit dem Tod des Feindes auch der Nachteil weg wäre hätte dein Charakter 120+3 = 123 Punkte.
--- Ende Zitat ---

Hier gibt es 2 Probleme: Erstens war der Feind von vornherein mit viel zu vielen Punkten bewertet, und zweitens werden in GURPS die Punkte für Feinde mit den Punkten für alles andere in einen Topf geworfen. Persönliche Meinung von mir: Man kann "Ich habe einen Feind" nicht mit "Ich habe einen Haufen zusätzlicher Skills" aufwiegen. Daher wird in Nodix eine Trennung zwischen spieltechnischen Werten und Hintergrundwerten (wie Verbündeten und Feinden) gemacht: Man kann Punkte aus Feinden nur in andere Hintergrundwerte (wie Verbündete) stecken.




--- Zitat von: yennico am 12.05.2013 | 13:28 ---Freune, Beziehungen und guter Ruf sind erst einmal Vorteile, die im Spiel etwas bringen und daher mit XP bezahlt werden müssen. Bei guter Ruf bin ich mir nicht sicher, ob man den mit XP kaufen muss, denn ein guter Ruf ist auch ein Nachteil. Wenn man stadtbekannt mit einem guten Ruf ist kommen viele Personen und fragen, ob man ihnen möglichst gratis hilft und man kann nicht alle ablehnen, denn dann leidet der gute Ruf darunter. Außerdem ziehen Personen mit guten Ruf Neider und böse Gestalten an, die diese Personen aus dem Weg räumen wollen.
Wenn die PCs aus irgendeinem Grund ein Gespräch mit dem einflussreichen Erzmagier einer Stadt geführt haben, steht es danach dem Spieler frei, ob er XP in eine Connection seines PCs zu dem Erznagier ausgeben will oder nicht. Gibt er keine XP aus, wird der Erzmagier den PC wieder vergessen und beim nächsten gemeinsamen Gespräch ist es wie beim ersten Gespräch.
Investiert der PC XP in eine Connection, je nach investierten XPs erinnert sich der Erzmagier an den PC, steht dessen Meinung offener gegenüber und wird versuchen dem PC zu helfen, etc.
--- Ende Zitat ---

...Wenn ich mir im Spiel einen Feind mache, kriege ich dann auch die entsprechenden Punkte gutgeschrieben? Wenn ja: Dämlich, weil viel zu einfache Punktequelle. Wenn nein: Dämlich, weil warum sind neue Vorteile was wert, aber neue Nachteile nicht?




--- Zitat von: Eulenspiegel am 12.05.2013 | 13:55 ---Wieso kriegt man dafür Punkte?
--- Ende Zitat ---

Weil ich als Systemdesigner dafür Punkte hergeben will.

yennico:

--- Zitat von: rettet den wald am 13.05.2013 | 17:21 ---...Warum ist es sinnvoll, Nachteile nicht gleich wieder loswerden zu können? Wenn ich ein Abenteuer spiele, wo es darum gehen soll, dass mein Charakter seine Intoleranz gegenüber irgendwas oder seine Angst vor irgendwas überwindet (um wieder mal dieses Beispiel herzunehmen), brauche ich ein System, in dem ich diesen Nachteil innerhalb einer einzigen Session abbauen kann. Die Punkte die der Nachteil bei der Charaktererschaffung bringt sollten sich auch dementsprechend in Grenzen halten.
--- Ende Zitat ---
Nachteile prägen in der Regel einen Charakter stark und sind tief in ihm verwurzelt. Die spielt man sich i.d.R. nicht mal so in einem Abenteuer weg.  Wenn jemand z.B. eine starke Spinnenphobie hat, ist die nach einem Abenteuer nicht plötzlich weg.
Wenn ein Nachteil innerhalb eines Abenteuers wieder weggekauft werden kann, können die negativen Auswirkungen dieses Nachteils im Spiel nicht so groß sein. Oh, ein Charakter hat einäugig oder eine starke Spinnenphobie als Nachteil und daher hat er z.B. nur -1 auf entsprechende die Würfe. Mir ist es lieber, wenn ein Nachteil ein wirklicher und auch entsprechend krasser Nachteil ist (nicht nur -1, sondern deutlich mehr Abzüge auf entsprechende Würfe) und diese Nachteile nicht wie ein Hemd in jedem Abenteuer verändert werden kann.


--- Zitat von: rettet den wald am 13.05.2013 | 17:21 ---Dafür dass ich meinen Feind töte muss ich 20 XP zahlen.
--- Ende Zitat ---
Das ist falsch. Richtig ist, wenn du den Nachteil Feind endgültig loswerden willst musst du 20 XP zahlen. Wenn Du deinen Feind tötest, aber keine 20 XP für den Wegkauf des Nachteils zahlst, dann behälst du immer noch deinen Nachteil und der SL schickt dir so lange weitere Feinde (z.B. Verwandte oder Ehepartner des toten Feindes), bis du den Nachteil endgültig wegkaufst.


--- Zitat von: rettet den wald am 13.05.2013 | 17:21 ---Gerade in GURPS ist ein Feind für 20 Punkte nie im Leben 20 Punkte wert, weshalb Feinde als Nachteile in bisher keiner meiner GURPS-Runden zugelassen wurden.
--- Ende Zitat ---
Ich hatte als Spieler schon mehrfach in GURPS Runden Feind als Nachteil. Ein Mal pro Abenteuer tauchte mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit immer der Feind auf. Er und seine Gefolgsleute kamen oft im für meinen PC ungünstigen Moment. Ihn angreifen war meistens nicht eine gute Option. Als de Party ihn mal getötet hat und ich den Nachteil nicht weggekauft habe, kam dessen Schwester oder war es die Ehefrau und sinnte auf Rache.



--- Zitat von: rettet den wald am 13.05.2013 | 17:21 ---Hier gibt es 2 Probleme: Erstens war der Feind von vornherein mit viel zu vielen Punkten bewertet, und zweitens werden in GURPS die Punkte für Feinde mit den Punkten für alles andere in einen Topf geworfen.
--- Ende Zitat ---
Ob Feind oder auch andere Nachteile zu viele oder zu wenige Punkte bringen, kann man gerne diskutieren. Alle Punkte in einem Topf hat den Vorteil, dass man nicht mit mehreren Punktepools rechnen und jonglieren muss.




--- Zitat von: rettet den wald am 13.05.2013 | 17:21 ---...Wenn ich mir im Spiel einen Feind mache, kriege ich dann auch die entsprechenden Punkte gutgeschrieben? Wenn ja: Dämlich, weil viel zu einfache Punktequelle. Wenn nein: Dämlich, weil warum sind neue Vorteile was wert, aber neue Nachteile nicht?
--- Ende Zitat ---
Einen echten Feind macht man sich oft erst nach mehreren Begegnungen und nicht nach nur einer.


D. M_Athair:
... ich würde ja für jeden Nachteil einen buy-off formulieren (so ähnlich, wie das TSoY mit den Pfaden macht).
Dadurch würden die Charaktere Ziele erhalten (z.B. Trunksucht überwinden). Wenn man die Schwierigkeiten hoch genug ansetzt und die Verantwortung für das Loswerden/Kompensieren eines Nachteils ganz bei den Spielern lässt, kann in besonderer Weise interessantes Rollenspiel herauskommen. (Wobei man im Regeltext den Spielern klarmachen sollte, dass der "Verkauf" eines Nachteils kein Geschenk ist. Außerdem: Das Loswerden eines Nachteils passiert ohnehin in Übereinstimmung mit den anderen Spielern und kann auch ungewollt passieren. So jedenfalls habe ich die "buy-offs" in TSoY erlebt.)

Warum es sinnvoll sein kann keine Nachteile zu kaufen (wenn sie bei der Charaktererschaffung Baupunkte bringen, aber beim Loswerden kostenlos sind): Du kannst im Spiel deine Themen, Ziele und Motivationen selber bestimmen. Außerdem sind die Nachteile für den SL ein Persil-Schein in deine Hoheit über den Charakter einzugreifen. (Feind könnte ein SC z.B. auch in der Hinsicht loswerden, dass dieser seine Rache nimmt. Indem er z.B. den SC betreffs seines Rufs, finanziell oder in anderer Weise ruiniert. Der SC könnte so z.B. einen neuen Nachteil erhalten, wie "Schlechter Ruf".)
Klar: Nachteile können einem SC mehr Rampenlicht verschaffen. Aber: Die anderen Spieler müssen das auch zulassen. ("Du kannst deinen Ruf wiederherstellen, wenn wir die Prinzessin gerettet haben!") Und: Die zusätzlichen BauPunkte, die Nachteile generieren sollten beschränkt sein. (Einfach damit keine unspielbaren Charaktere herauskommen, die über die ersten Abenteuer erstmal einige Nachteile loswerden müssen, um nicht die ganze Gruppe zu behindern.)

@ Nachteilsliste: L5R würde ich - obwohl das ein spezielles Setting hat - als Inspiration empfehlen. Ein Großteil der Nachteile lässt sich nämlich recht gut übertragen.

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Yannik-Ulisses am 12.05.2013 | 13:28 ---
Freune, Beziehungen und guter Ruf sind erst einmal Vorteile, die im Spiel etwas bringen und daher mit XP bezahlt werden müssen.
--- Ende Zitat ---
eigentlich nicht, bei GURPS ist sowas normalerweise frei bzw Teil der Belohnung.

--- Zitat --- Wenn man stadtbekannt mit einem guten Ruf ist kommen viele Personen und fragen, ob man ihnen möglichst gratis hilft und man kann nicht alle ablehnen, denn dann leidet der gute Ruf darunter.
--- Ende Zitat ---
Auf solche Vorstellungen kommen eigentlich nur Kiesowsche Epigonen



--- Zitat ---Außerdem ziehen Personen mit guten Ruf Neider und böse Gestalten an, die diese Personen aus dem Weg räumen wollen.
--- Ende Zitat ---
sicher und die handeln sich normalerweise auch Ärger mit der Community ein.



--- Zitat ---Wenn die PCs aus irgendeinem Grund ein Gespräch mit dem einflussreichen Erzmagier einer Stadt geführt haben, steht es danach dem Spieler frei, ob er XP in eine Connection seines PCs zu dem Erznagier ausgeben will oder nicht.
--- Ende Zitat ---
Nein, steht es ihm nicht, das hängt davon was sich aus dem Gespräch ergibt ob sie nachher den Magier als Connection oder Gefallen haben(was dazu führen könnte das besagt Neider so ganz zufällig sppontane Selbstentzündungsanfälle bekommen)



--- Zitat ---Das klappt nur bedingt.
--- Ende Zitat ---
perfekt, er könnte ihnen den König auch als Alliierten oder Patron geben, was dazu führen könnte  das besagt Neider ganz freundlich als Hochverräter enden

 
--- Zitat ---Der Preis einer Prothese richtet sich nach vielen Dingen.
--- Ende Zitat ---
eigentlich geht man davon aus, das normale Prothesen in dem Fall nicht funktionieren oder sind im Preis jund Wirkung der Behinderung eingerechnet.

yennico:

--- Zitat von: Schwerttänzer am 18.05.2013 | 03:06 ---eigentlich nicht, bei GURPS ist sowas normalerweise frei bzw Teil der Belohnung.
--- Ende Zitat ---
Im Spiel stimmt das, aber manche Spieler wollen mit entsprechenden Ruf, etc. schon bei der Charaktererschaffung ins Spiel starten.


--- Zitat von: Schwerttänzer am 18.05.2013 | 03:06 ---Auf solche Vorstellungen kommen eigentlich nur Kiesowsche Epigonen
--- Ende Zitat ---
Wenn der Ruf keine Auswirkungen die Personen und deren Verhalten in der Spielwelt hat, wozu braucht man ihn dann?



--- Zitat von: Schwerttänzer am 18.05.2013 | 03:06 --- Nein, steht es ihm nicht, das hängt davon was sich aus dem Gespräch ergibt ob sie nachher den Magier als Connection oder Gefallen haben
--- Ende Zitat ---
Ich ging davon aus, dass das Gespräch positiv gelaufen ist und so den Spielern entsprechende Erwerbsmöglichkeiten offenstehen. Dann haben die Spieler die Möglichkeit die durch das Gespräch erspielten XP in die Connection oder den Gefallen zu investieren oder aber auch diese Möglichkeit auf eine Connection oder Gefallen verfallen zu lassen.

Wenn ein SL meint, diese Connection ist sehr wichtig, kann er den PCs diese ja mit für diese Connection gebundenen XPs Zusatz-Xps zukommenlassen.


--- Zitat von: Schwerttänzer am 18.05.2013 | 03:06 ---
perfekt, er könnte ihnen den König auch als Alliierten oder Patron geben, was dazu führen könnte  das besagt Neider ganz freundlich als Hochverräter enden

--- Ende Zitat ---
Sicherlich kann er ihnen auch den König als Allierten oder Patron geben, das liegt im Ermessen des SLs. Der SL bewertet den Dienst der Helden, den sie für diese Person getan haben.
Wenn es im großen Interesse des Königs ist und seiner Motivation und Gesinnung nicht entgegenläuft, können die Neider als Hochverräter enden.


--- Zitat von: Schwerttänzer am 18.05.2013 | 03:06 ---
  eigentlich geht man davon aus, das normale Prothesen in dem Fall nicht funktionieren oder sind im Preis jund Wirkung der Behinderung eingerechnet.

--- Ende Zitat ---
Warum soll das körperliche Handicap eines Helden anderes sein als eines 0815 NPCs ?
Ein Held hat als Nachteil einarmig. Die Auswirkungen davon stehen in den Regeln. In der Welt wird es wohl normale Prothesen zu einem Preis geben, die auch ein 0815 NPC zahlen kann. Vielleicht gleichen sie den Nachteil einarmig nicht völlig aus, weil z.B. die Prothese schwächer oder nicht so ganz geschickt ist, aber sie negiert einen wie auch immer großen Teil der Auswirkungen des Nachteils einarmig. Für diese Negierung muss der PC keine XPs, sondern nur Geld zahlen. Wahrscheinlich gibt es in der Welt auch noch magische Prothesen, die die einarmig Auswirkungen ganz negieren oder, wenn man es als Fantasy_Cyberware sieht, sogar noch Vorteile geben. Diese mögen sehr selten und sehr teuer sein.
IMHO solllte jeder PC, der die Auswirkungen eines Nachteils senkt oder dauerhaft negiert dafür auch die entsprechenden XP Kosten zahlen. Regeneration eines Arms kostet für einen Einarmigen nicht nur Geld sondern auch die XPs.

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