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Aus welchen Nachteilen lassen sich brauchbare Abenteuerideen ziehen?
Eulenspiegel:
[*]fehlendes Auge: Du willst Rache an denjenigen nehmen, von dem du denkst, dass er Schuld an deinem Augenverlust ist. Alternativ hast du von einem magischen Artefakt gehört, dass man in die Augenhöhle einsetzen kann, und dass einem eine bestimmte Macht verleiht. Oder du hast von einem Nekromanten gehört, der unter bestimmten Bedingungen Körperteile wiederherstellen kann.
[*]Vorurteile: Dazu gibt es ja Dutzende von Filmen, wo eine Person ein Vorurteil gegenüber einer Religion oder einer Kultur hat, und diese nach und nach abgebaut werden, als er in engeren Kontakt mit einer solchen Person kommt. Das kann mana uch problemlos aufs RPG übertragen.
[*]Schulden: Die Mafia ist hinter dir her und bricht dir alle Finger, wenn es dir nicht gelingt, innerhalb von 24 Stunden das Geld aufzutreiben. Wo du das Geld hernimmst? Lass dir was einfallen.
[*]jüngerer Bruder/Schwester: Du liebst ihn/sie über alles. Aber manchmal können einen Geschwister zur Weißglut bringen. Vor allem haben sie das Talent, in die unmöglichsten Schwierigkeiten zu gelangen, aus denen man sie dann befreien muss.
[*]Paranoia/Wahnvorstellungen/Schizophrenie: Wunderbarer Film zu diesem Thema ist A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn, der sich auch leicht als Abenteuer umsetzen lässt. Sehr schön, wenn der SC nicht mehr weiß, was real und was Trug ist.
[*]Neugier/Goldgier: Die zwei Abenteueraufhänger schlechthin. Mit diesen beiden Nachteilen kann man einen SC in jedes AB bugsieren.
[*]Schicksal: Dir wurde etwas großes prophezeit. Erfülle dein Schicksal. Oder versuche, dagegen anzukämpfen und deinem Schicksal zu entfliehen.[/list]
Holothuroid:
Thandbar und AcevanAcer sind da auf einer einfachen Spur und nennen Dinge, die noch passieren werden. Die sind natürlich eine klare Einladung. Hierzu passen in gewisser Weise auch Feinde.
Auch was eine gegenwärtige, aber stillbare Schlechterstellung bedeutet, lässt sich benutzen (Schulden, Verlust von angestammtem Besitz).
La Cipolla:
Tatsächlich fallen mir auf Anhieb auch nur die vergleichsweise harmlosen "körperlichen" Nachteile (einarmig, einäugig) als relativ storyarm auf, wenn man sie nicht selbst damit "auffüllt". Gerade diese Nachteile tragen aber dazu bei, dass sich ein Charakter nach etwas Individuellem anfühlt, gerade optisch. Aber ja, wenn man nur die Frage beantwortet: Körperliche Nachteile. Da muss man wohl meistens reininterpretieren.
Sonst vielleicht noch Allergien und ähnlicher Kleinkram. Kann man schon was mit anfangen, ist dann doch aber sehr speziell.
Thandbar:
Sachen wie "einarmig" könnte man auch im Sinne eines Doppelgänger-Effektes verwenden, wenn man dadurch so aussieht wie Haken-Johnny (eine ganze Piratenmannschaft hält einen für ihren Kapitän) oder der einäugige Senator (freier Zugang zum Regierungsgebäude).
Auch Nachteile wie "klein" (in L5R ein recht heftiger Nachteil) könnte dazu verwendet werden, neue Passagen aufzumachen oder sich als Kind ausgeben zu können.
Eine ernste psychische Krankheit oder sprachliche Störung könnte den Charakter als einzigen dazu befähigen, mit einer besonderen Lebensform umzugehen, für die diese Art des Denkens die Normalität ist (etwa wie "Der Weber" in China Mievilles "Perdido Street Station").
El God:
Körperliche Nachteile finde ich im Rollenspiel nur dann interessant, wenn sie eine Geschichte erzählen. Das fehlende Auge an sich ist nicht spannend. Wenn der Charakter das Auge geopfert hat, um seine Schwester aus den Händen von Menschenhändlern freizukaufen, bekommt das Ganze einen völlig anderen Spin!
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