Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Glaube verpflichtet...?
Thandbar:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 15.05.2013 | 10:58 ---Organisationen gehen nunmal mit Regeln einher. Wer Teil einer Organisation sein will, muss die Regeln auch akzeptieren. Und eine RG Kirche hat naturgemäß viele Regeln... das GEHÖRT imo DAZU. Das was du hier als Spielerfreiheit deklarierst, stellt für mich eine eklatante Verletzung des Settinggefüges und letztlich des daranhängenden Spielspaßes dar.
--- Ende Zitat ---
Du missverstehst meinen Punkt, glaube ich. Letztlich muss ja der Spieler Spaß an seinem Charakter haben, und wenn er keinen hat, weil Dein Setting ihm Regeln aufdrückt, die er nicht befolgen möchte, hilft es auch nicht, wenn Du darauf beharrst, dass das zum Spielspaß dazugehört. Denn für ihn ist das eine Beschneidung seines Spielspaßes und an der Verwirklichung dessen, was er sich unter seinem Charakter vorgestellt hat.
Wenn ihr seine Sichtweise nicht spielintern durch Flügelstreitigkeiten innerhalb des Ordens lösen wollt, sollte er eben die Gottheit wechseln. Generell würde ich sagen, dass es eben kaum eine "strengere" Gottheit als einen Paladin-Gott gibt und wenn man Regelbefolgung nicht mag, mit einer anderen vielleicht besser beraten wäre.
Um hierzu einen Rat zu geben, müsste ich aber genauer wissen, was Dein Spieler eigentlich tun will.
EDIT: Genauer gefragt: Mit welchen Aspekten des Lichtbringer-Kodex' kann sich Dein Spieler nicht anfreunden?
Vielleicht sind es auch Probleme, die sich während des Spielens kann von selber lösen, weil man merkt, dass man diese Vorschriften ohne Probleme ins Abenteuer integrieren kann.
Tudor the Traveller:
Ja, da hab ich deinen Punkt missverstanden ;) Meine Sorge galt ja genau dem Punkt, dass es dem Spieler auch Spaß machen soll. Ich wollte eben an dem Punkt nur mal hören, ob man dafür alle Fluff-Regeln von Setting-Organisationen / Kirchen über Bord werfen soll/muss und ob ich da zu streng bin. Denn das Entfernen / Ignorieren würde mir eben wiederum aus den dargelegten Gründen nicht gefallen. Und wenn ich mir die Kirchen anderer Settings z.B. FR ansehe, dann gibt es da z.T. auch viele Regeln für Priester, wenn auch nicht ganz so expliziert wie in meinem Lichtbringer-Beispiel (was auch genau einer von zwei explizierten Codices im Setting ist; der andere gehört dem RN Gott der Ordnung und der Toten...)
Die Sache ist mit dem Spieler jetzt auch erstmal geklärt, wir haben genau so eine "Flügelspielerei" für ihn gefunden.
Thandbar:
Das ist doch super! Dann viel Spaß beim Spielen!
Ich wollte mich auch nicht gegen die Orientierung an Glaubensregeln per se aussprechen; doch denke ich, dass die Auseinandersetzung damit immer vom Spieler kommen sollte. Dann fordern diese Regeln das schöne Rollenspiel geradezu heraus, und schränken es nicht ein. (Mit die denkwürdigsten Augenblicke innerhalb meiner alten Planescape-Kampagne waren die Selbstzweifel des Engels, der immer wieder mit seinen Prinzipien haderte.)
Feuersänger:
Meine Ansicht dazu dürfte schon bekannt sein.
Ein Guter Kleriker darf prinzipiell jeden Zauber wirken, der nicht den [Evil] Descriptor hat, und so weiter, unter denselben Bedingungen wie er auch nichtmagische Handlungen vollführen dürfte.
Slay Living auf den Bösewicht ist genauso okay wie ihm mit dem Streitkolben eins überzubraten.
Slay Living auf den harmlosen Kaufmann ist genauso unzulässig wie ihm mit dem Streitkolben eins überzubraten.
So einfach ist das.
Natürlich sind Kleriker klassische Überzeugungstäter (kam der Spruch nicht mal von dir?), und angesichts der Vielzahl an Göttern kann man wohl davon ausgehen, dass jeder Kleriker erstmal eine Gottheit vertritt, mit deren Grundsätzen er klarkommt. Es kann natürlich im Laufe des Charakterlebens durchaus passieren, dass einer von seiner Gottheit enttäuscht wird und daraufhin zu einer anderen wechselt.
Umgekehrt fände ich es aber auch überzogen, wenn die Gottheit sich klein-klein in jeden Furz einmischt, den der Kleriker tun oder lassen will.
Eine plausible Darstellung ist schon wichtig. Ich kenn da einen Spieler, den musste man fast jede Sitzung wieder darauf hinweisen, dass sein _Selune_ Kleriker Neutral _Gut_ ist, weil er immer wieder Handlungen erwog, die eindeutig _böse_ gewesen wären. Der Spieler nannte sowas "pragmatisch", fügte sich aber dann doch dem Gruppenprotest.
kalgani:
Das ganez ist auch aus einer Fuchserei entstanden:
Nahkampf Inquisitor mit Bastardschwert, ohne dafür das blöde Feat ausgeben zu müssen.
also Frage von mir an SL: Gibt es eine gute Gottheit mit BS als fav weapon hat?
Antwort: Ja. u.A. Lir
Ich: ah cool, nehm ich.
Da kam dann halt ein kleines kommunikationsproblem (Codex & Edikte), das dazu führte das dieser thread hier entstand.
Jetzt läuft der gute "Sid" halt mit nem Langschwert rum und ist nicht mehr Lir zugeordnet sondern ganz allgemein den guten Göttern mit mehr neutral/chaotischen ansichten als rechtschaffen.
ende gut, alles gut ;)
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln