Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Glaube verpflichtet...?
Feuersänger:
Naja, da find ich es wieder gefährlich, von realweltlicher Religion auf fantasyweltliche Gottheiten zu analogisieren. Der Witz an Fantasygöttern ist ja gerade, dass es sie in der Spielrealität tatsächlich und nachweislich _gibt_, und sie wenigstens mittelbar (eben durch ihren Klerus) in die Welt eingreifen. Da kann sich nicht einfach irgendwer hinstellen und Gottes WortTM verkünden, denn wenn dieses Wort dem tatsächlichen Willen der Gottheit zuwiderläuft, wird diese das i.d.R. nicht allzu lang auf sich sitzen lassen.
Leute in Fantasywelten _glauben_ nicht an die Gottheiten, ebensowenig wie wir hier an Kühe oder das Finanzamt "glauben". Die Gottheiten haben also keine Gläubigen, sondern Anhänger. Ich nehme mal an, man sucht sich halt im Allgemeinen den Gott aus, der einem besonders zusagt.
Skele-Surtur:
So ähnlich sehe ich das auch.
Talim:
Was läuft einem Gott zuwider?
Nur weil eine Kirche etwas sagt, muss es ja nicht stimmen. Vieleicht hat der Gott weniger Restriktionen als man denkt. Vieleicht hat der Gott seine Meinung geändert (Beispiel Kelemvor, der von LN/LG zu LN gewechselt ist und danach alle seine Urteile seiner Amtszeit überarbeitet hat).
kalgani:
--- Zitat von: Talim am 16.05.2013 | 06:11 ---(Beispiel Kelemvor, der von LN/LG zu LN gewechselt ist und danach alle seine Urteile seiner Amtszeit überarbeitet hat).
--- Ende Zitat ---
soso er ist von LN zu LN gewechselt... in der tat das ist krass.
Leute in dem thread geht es immer noch um die situation eines Inquisitors nach Pathfinder.
nicht um einen kleriker, nicht um einen paladin.
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: Schwerttänzer am 15.05.2013 | 23:53 ---Nein, sie hat RG Regeln bzw akzeptiert solche.
Die Regeln eines Paladins sind SEIN Kodex, den er festlegt und den sein Gott etc für gut befand.
Es gibt für einen Paladin kein höheres Gesetz, und die Regeln einer Organisation oder Gesetze eines Landes , die dem widersprechen , sind sozusagen nicht verfassungsgemäss.
--- Ende Zitat ---
Wie gesagt, es geht hier nicht um Paladine und sowieso kommen wir da nicht zusammen. Das sehe ich nämlich überhaupt nicht so. Nach deiner Aussage gibt es auch keine Paladinorden, weil ein Orden mit seiner Struktur mit dem individuellen Kodex unvereinbar wäre. Überhaupt wäre das, was du beschreibst in meinen Augen schon gar nicht mehr Rechtschaffen, weil sich hier ein einzelner über die Gesellschaft erhebt. Rechtschaffenheit steht für Ordnung, und diese fußt auf verbindlichen Hierarchien und Strukturen und Gesetzen. Und da passt es gar nicht, wenn einer da aus der Reihe tanzt, weil er sich für darüber erhaben hält, auch wenn er das als einen göttlichen Auftrag betrachtet.
@Topic:
Ich fasse nochmal meine Ansicht zum Thema Gott und seine Anhänger zusammen:
In einem typsichen D&D Fantasy-Setting sind die Götter existent und aktiv. Sie beeinflussen mehr oder weniger direkt das Setting, sind teilweise sogar körperlich präsent. Und sie sind mehr oder weniger vermenschlicht (bzw. das Äquivalent einer anderen Fantasyrasse). Zum Teil sind es ja sogar ehemalige Abenteurer u.ä. (z.B. besagter Kelemvor). Damit sind ihre Handlungsmuster zumindest in der Tendez auch einem Sterblichen erschließbar.
In einem solchen Setting ist es imo undenkbar, dass die Organisationen, die im Namen eines Gottes aktiv sind, nicht bzw. nicht lange gemäß dessen Willen handeln; es sei denn, er lässt es zu. Nur warum sollte er?
Und dann die Frage, welchen Status ein PF Inquisitor in einer rechtschaffenen Kirche mit ausgeprägter Hierarchie hat. Dazu seien folgende Punkte hervorgehoben:
Grim and determined, the inquisitor roots out enemies of the faith, using trickery and guile when righteousness and purity is not enough. Although inquisitors are dedicated to a deity, they are above many of the normal rules and conventions of the church. They answer to their deity and their own sense of justice alone, and are willing to take extreme measures to meet their goals.
Like a cleric’s deity, an inquisitor’s deity influences her alignment, what magic she can perform, and her values. Although not as tied to the tenets of the deity as a cleric, an inquisitor must still hold such guidelines in high regard, despite that fact she can go against them if it serves the greater good of the faith.
Sie genießen damit die nötigen Freiheiten, um auch gegen die eigene Kirche vorgehen zu können. Aber vor allem der erste Satz verträgt sich eher so la la mit einer RG Kirche. Und der zweite Satz erhebt ihn über Regeln, aber eben die "normalen Regeln" der Kirche. Nur wo hören die Regeln der Kirche auf und wo beginnen die der Gottheit? Das ist so in etwa das Problem.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln