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Schusswaffenreichweite kompliziert?

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YY:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 17:21 ---Korrekt wäre:
Ich will beides tun.
Ich kann aber nur eines tun.

--- Ende Zitat ---

Das oben verlinkte Video hast du gesehen?

"Zielen" und die Oberhand im Nahkampf zumindest nicht komplett verlieren sind ein und derselbe Vorgang.


--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 17:21 ---Das Ausrichtend es Gewehrs ist prinzipiell die gleiche Mechanik, die "zum Gegner hin" bei einem Schwert oder Rapier beschreibt.

--- Ende Zitat ---

Nein; die Ausrichtung des Gewehres kann auch mittels einer Bewegung von Waffe und/oder Schütze vom Gegner weg erfolgen.


--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 17:21 ---Ob Bajonettangriff oder Schuss, ist prinzipiell egal: In beiden Fällen musst du den Lauf auf den Gegner ausrichten. Und das wird dir nicht gelingen. (Bzw. beim Bajonettangriff wird dir das sogar leichter gelingen, da du hier die Waffe umgreifen kannst.)

--- Ende Zitat ---

Du vermittelst in herausragender Weise den Eindruck, dass du noch nie ein Gewehr in der Hand gehabt hast.


--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 17:21 ---"Schnell" im Fernkampf hat eine ganz andere Bedeutung als "schnell" im Nahkampf.

1 Sekunde ist im Fernkampf schnell, aber im Nahkampf langsam.

--- Ende Zitat ---

Bei modernem Schießtraining wird mindestens auf Zehntelsekunden gemessen und gedacht...


--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 17:31 ---OK, du musst den Lauf des Gewehres so drehen, dass das Ende mit dem Loch in Richtung des Gegners zeigt und das Ende, wo der Abzug dran ist, darf in irgendeine beliebige Richtung zeigen, solange du noch mit dem Finger dran kommst.

Ist das präzise genug?

--- Ende Zitat ---

Präzise formuliert, aber technisch falsch.
Das Ende mit dem Abzug bleibt nah am Körper, sonst geht die gesamte Positionierung flöten und die Kontrolle über die Waffe verloren.


--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 17:31 ---Dazu hätte ich gerne ein Bild.

--- Ende Zitat ---

Du kriegst sogar einen ganzen Wiki-Eintrag:
http://en.wikipedia.org/wiki/Gunstock_war_club

Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 17:31 ---Die Frage ist, warum sie vorbeischießen: Wenn sie vorbeischießen, weil sie schlecht gezielt hätten, müsste man die Präzision erhöhen.



--- Ende Zitat ---
aber sowas von


--- Zitat ---Ist das präzise genug?
--- Ende Zitat ---
nicht ganz, die Waffe ist auf den Gegner - Feindrichtung ausgerichtet was muss dann...




--- Zitat ---Dazu hätte ich gerne ein Bild.
--- Ende Zitat ---
http://de.wikipedia.org/wiki/Gewehrschaft-Keule


--- Zitat ---1) Weil man so das Material für das Bajonett spart.
--- Ende Zitat ---
mwn nicht

--- Zitat ---2) . In der Zeit hätte man auch noch locker 2 Schüsse in Kernschussweite abgeben können.
--- Ende Zitat ---
aha


--- Zitat ---3) Die Erfahrungen in WW1 haben gezeigt, dass Nahkämpfe extrem selten geworden sind
--- Ende Zitat ---
weshalb in WW1 auch Dolche ausgeben und Nahkampfwaffen improvisiert wurden.

YY:

--- Zitat von: Schwerttänzer am 26.05.2013 | 17:45 ---aha

--- Ende Zitat ---

Jahaa, aha!  ;D

Vielleicht sogar 3  ~;D

Galatea:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.05.2013 | 17:31 ---3) Die Erfahrungen in WW1 haben gezeigt, dass Nahkämpfe extrem selten geworden sind und es war zu vermuten (und hat sich auch bestätigt), dass die Nahkämpfe in WW 2 noch seltener wurden.
--- Ende Zitat ---
Außerdem hatte man Handgranaten. Der zweite Weltkrieg war sowieso der Krieg der Handgranaten und handgeführten Sprengladungen.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: YY am 26.05.2013 | 17:39 ---Das oben verlinkte Video hast du gesehen?
--- Ende Zitat ---
Ja, 2cm Abstand zwischen den Einschusslöchern bei einem Abstand von ca. 1 Meter. Das entspricht einen Schusswinkel von 1,1°. (Mit beiden Händen vorne, erreicht man Schusswinkel von unter 1°.)

Bei einem aufgesetzten Schuss wäre der Abstand zwischen den Einschusslöchern 0 (Null!). Das entspricht einer wesentlich höheren Präzision.


--- Zitat ---"Zielen" und die Oberhand im Nahkampf zumindest nicht komplett verlieren sind ein und derselbe Vorgang.
--- Ende Zitat ---
Es geht um Prioritäten.

Das heißt "schlecht Zielen und Parade des Gegners extrem erschweren" ist eine einzige Aktion.
Und "gut zielen und Parade des Gegners extrem erleichtern" ist ebenfalls eine einzige Aktion.

Aber es gibt keine Aktion, mit der du gleichzeitig gut zielen und die Parade des Gegners erschweren kannst.


--- Zitat ---Nein; die Ausrichtung des Gewehres kann auch mittels einer Bewegung von Waffe und/oder Schütze vom Gegner weg erfolgen.
--- Ende Zitat ---
Das ist eine Bewegungsaktion.
Das Problem an Bewegungsaktionen ist, dass der Gegner ihnen folgen kann. Das heißt, wenn du einen Schritt nach hinten machst, dann kann der Gegner ebenfalls einen Schritt nach vorne machen und du hast nichts gewonnen. Ansonsten wiederhole ich mich zum Thema Bewegungsaktionen:

Schritt:
Wenn man selber einen Schritt nach hinten macht und der Gegner stehenbleibt (warum auch immer), dann ist man bei 1,5 Meter und damit in Point Blank Reichweite.

Ich hatte gesagt, dass man in Nahkampfreichweite nicht schießen kann. Ich hatte nie gesagt, dass man für ewig in Nahkampfreichweite gefangen ist. Das, was du mit dem Schritt beschreibst, ist eine beliebte Technik bei D&D4: Dort kann man auch keinen Fernkampf auf Gegner anwenden, die auf angrenzenden Feldern stehen. Also shiftet man ein Feld nach hinten und schießt dann.
Oder um es mit meinen Worten zu sagen: Man benutzt seine Bewegungsaktion um aus der Reichweite "Nahkampf" in die Reichweite "Point Blank" zu wechseln. Dann benutzt man seine Standardaktion zum schießen.

Das wäre zumindest theoretisch möglich: Wenn der Gegner aus irgendwelchen Gründen stehenbleibt und dir nicht folgt.


--- Zitat ---Du vermittelst in herausragender Weise den Eindruck, dass du noch nie ein Gewehr in der Hand gehabt hast.
--- Ende Zitat ---
Au contraire. Ich hatte schon mehrmals ein Gewehr in der Hand. Aber du vermittelst in herausragender Weise den Eindruck, dass du nicht liest, was ich schreibe:

Du schreibst etwas zu Bewegungsaktionen. Ich antworte dir, was Bewegungsaktionen bedeuten. Du ignorierst meine Antwort und schreibst haarklein erneut, dass man sich auch bewegen kann.

Ich hatte doch bereits geschrieben, dass man sich auch bewegen kann! Anstatt das als Argument also immer wieder zu wiederholen, könntest du auf den Punkt, den ich über Bewegungsaktionen geschrieben habe, eingehen. Das wäre wesentlich produktiver, als regelmäßig zu schreiben, dass man sich auch bewegen kann.


--- Zitat ---Bei modernem Schießtraining wird mindestens auf Zehntelsekunden gemessen und gedacht...
--- Ende Zitat ---
Ja. Und wenn man es in 10 Zehntelsekunden schafft, ist es noch recht schnell.

Selbst, wenn man nur 5 Zehntelsekunden benötigt, wäre das für den Nahkampf zu langsam.


--- Zitat ---Das Ende mit dem Abzug bleibt nah am Körper, sonst geht die gesamte Positionierung flöten und die Kontrolle über die Waffe verloren.
--- Ende Zitat ---
Das Ende mit dem Abzug bleibt häufig nahe am Körper, da man häufig keine Notwendigkeit hat, es vom Körper weg zu bewegen.

Wie ich schon mehrmals schrieb, ist Präzision im Nahkampf jedoch nicht wichtig. Wenn ich von der Seite angegriffen werde, dann ist es durchaus sinnvoll, auf Präzision zugunsten einer eigenen Parade zu verzichten. Der Schuss ist dann zwar unpräziser, dafür verhindere ich, dass ich selber in der Seite getroffen werde.

Die Waffe am Körper lasse ich dort, wenn der Gegner zwar Abwehrbewegungen, aber keine Angriffsbewegungen durchführt. (Oder wenn die Angriffsbewegungen des Gegners von links kommen, meine hintere Waffenhand aber rechts ist.)

Die Prioritäten im Nahkampf mit Schusswaffen sind:
1) Parade des Gegners
2) Paradeerschwernis für den Gegner
3) Präzision

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