Medien & Phantastik > Multimedia - Spiele
Preisentwicklung Konsolenspiele WTF???
JS:
Richtig, richtig. Software und Hardware kann man wohl nicht so einfach gleichsetzen.
Es ist nicht NUR der Euro, aber da ich ihn von allen relevanten Entwicklungen am meisten hasse, schicke ich ihn gerne vor. Die Zinspolitik folgt aber dichtauf.
:)
Taschenschieber:
Waren die Inflationsraten denn in der ach so guten D-Mark-Zeit niedriger? Wär mir neu.
JS:
Die allgemeine Inflation nachweislich nicht, aber die Teuerungsraten in bestimmten Bereichen bzw. Teilbereichen weichen bekanntlich davon ab.
PS zurück zum Thema: Übrigens liegen 2,75% deutlich über der tatsächlichen Inflationsrate von unter 2%, das kann also doch nicht ganz hinkommen mit der natürlichen Spielverteuerung. Aber da die PS4-Spiele sehr wahrscheinlich nicht so viel teurer werden, wie kurzzeitig befürchtet, paßt es wieder.
Chiungalla:
Die Inflation ist letztendlich auch gar nicht der Punkt. Viel entscheidender ist glaube ich der gestiegene Aufwand in der Software-Branche. Du kannst einfach ein Spiel von vor 15 Jahren nicht mit den heutigen vergleichen. Wie viel Arbeitszeit steckte in einem Unreal von damals? Und wie viel in einem Battlefield 4? Die Teams sind heute viel größer und arbeiten länger an den großen Titeln. Und diese veralten sehr viel schneller und durchlaufen einen rasanteren Preisverfall als früher. Natürlich gibt es auch mehr Kunden. Aber das ist halt nicht das 08/15 Produkt das heute teurer ist als vor 15 Jahren, obwohl letztendlich durch neue Verfahren sogar weniger Arbeit darin steckt als früher.
Und das so viele Spielefirmen in den letzten Jahren den Bach runtergegangen sind zeigt glaube ich auch deutlich, dass das nicht die Art von Preisgestaltung ist, wo Spiele zu programmieren zur Gelddruckmaschine wird. Mal von WoW abgesehen...
JS:
Das trifft wohl zweifelsohne zu. Ich z.B. hatte eine Bekannte, die bei der Spieleentwicklungskombinat GmbH in Berlin gearbeitet hat. Mit den schwachen Verkaufszahlen des großen Projektes ParaWorld ging dann auch das Unternehmen unter.
Es kam ja auch nicht von ungefähr, daß viele Firmen versuchten, in der Boomzeit der MMO auf diesen Zug zu springen - manche mehr, viele weniger erfolgreich.
Ich fand die Mischung zwischen A-Produktionen und den vielen Indie-Spielen in den letzten Jahren recht angenehm, vor allem, weil letztere i.d.R. recht preiswert waren. Dagegen stieß mir übel auf, wieviele "Blockbuster" in achter Neufassung nur noch leidige Abklatsche ihrer selbst waren. Selbst gute Konzepte wurden immer mehr infantilisiert, um vermutlich den Massenmarkt am besten zu erreichen. Scheint ja erfolgreich zu sein, ist mir aber keinen Pfennig ( ;) ) wert.
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