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Powerniveaus von Pathfinder und D&D - Gibt es Unterschiede?

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La Cipolla:
Ich finde das Power-Niveau eher interessant, um zu gucken, was so ein durchschnittlicher (nicht optimierter) Charakter kann, einmal in der Welt, und einmal für den Spieler. Bei 3.0 bspw. musste ich dem Zauberwirker-Spieler halt sagen, dass er am Anfang ein paar mal nett zaubert und danach nichts mehr tut (oder mit seiner Armbrust rumfuchtelt oder so). In Pathfinder kann ich ihm sagen, dass der Powerlevel zu Beginn des Spiels höher ist, dass ein Zauberwirker direkt viele coole Dinge tun kann. Ist natürlich nur das direkteste Beispiel.

Ernsthafte Optimierung macht m.W. eh keiner, mit dem ich spiele.

Feuersänger:
Damit riskierst du halt, dass ein auf CO bedachter Spieler dir das Spiel aus den Angeln hebt.
Ist nebenbei eine Beobachtung, die ich schon öfter gemacht habe: je mehr ein SL das Powerniveau deckeln will, indem er die Regeln zum Charakterbau restriktiver gestaltet, desto größer wird in der Praxis der Leistungsunterschied zwischen Casual- und Powergamern.

La Cipolla:
Hm, klingt vernünftig. Ich hatte das Problem nur noch nie (was wahrscheinlich daran liegt, dass ich so gut wie nie mit Fremden spiele) und damit auch kein Bedürfnis, irgendwas zu deckeln. Für mich ist das Powerlevel eine ganz allgemeine Konstante, die für das Feeling des Spiels und die Spielwelt relevant ist, nichts was jetzt spezifisch für Leute mit Optimierungsgedanken da wäre.

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Feuersänger am  2.07.2013 | 20:03 ---Na, die nehme ich gerade nicht als Maßstab, da auch in 3.5 fast alle "Sample Characters" oder Archetypen oder wie auch immer man sie nennen mag absolut GROTTIG sind. Und obendrein sehr oft regeltechnisch illegal. :p Aber ob legal oder nicht, meistens sind die einfach keinen Schuss Pulver wert. Aber das heisst ja deswegen wohl nicht, dass das der Maßstab für SCs sein soll.
--- Ende Zitat ---

Naja, gerade bei Pathfinder heisst es eigentlich genau das. Denn das waren ja nicht irgendwelche Beispielscharaktere, sondern die waren für das tatsächliche, reale Spiel gedacht (es gab ja auch zeitweise genug Gruppen, die sie auch genutzt haben). Zusätzlich war das Design der Iconics ganz bewusst so gestaltet. Die Designer wollten ja gerade nicht zeigen, was man aus dem System rausholen kann, sondern einfach nur (inkl. Background) interessante Charaktere schaffen.

Feuersänger:
Ist jetzt hier nicht die Hauptsache, aber:
Ich habe bisher noch in _keinem_ Rollenspiel "anständig" gebaute Beispielcharaktere gesehen. Bei den meisten kann nicht nur von Optimierung keine Rede sein, oft werden auch total widersinnige Fähigkeiten kombiniert. Meines Erachtens sollen damit solche Spieler verarscht werden, die sich nicht selber mit den Mechaniken befassen, sondern in fauler Konsumentenmentalität einen vorgefertigten Charakter übernehmen wollen. Gleichzeitig gibt man den Powergamern damit einen Feelgood-Effekt, weil die sich darüber freuen können, dass sie dank ihrer Regelkenntnis viel stärkere Chars bauen können als der vermeintliche "Standard".
Oooder vielleicht will man damit auch zeigen "Seht her, wir sind sooooo Gute RollenspielerTM, bei uns kommt es gar nicht auf die Optimierung an, und Stümpercharaktere sind eh viel interessanter."

Aber ist ja eigentlich alles nicht so wichtig -- nur mein Räsonnemang, warum ich den Iconics oder wie immer sie heißen mögen nicht viel Beachtung schenke.

Um meinen Gedanken aus dem vorvorigen Beitrag aufzugreifen (Crusader/Paladin): man könnte vielleicht 3.5 und PF nach dem gleichen Muster einteilen. PF hat vielleicht einen höheren "Floor", aber auch eine _deutlich_ niedrigere "Ceiling" als 3.5.

Somit erklärt sich auch die unterschiedliche Wahrnehmung seitens der Spieler nicht nur in diesem Thread: wer sich nicht besonders mit Optimierung beschäftigt, der findet das Powerniveau in PF höher. Wer aber bewusst optimiert, findet in 3.5 das deutlich höhere Potential.

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