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Brainstorming: Hard Fiction - Low Fantasy ... mit Sonne und Strand

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Waldviech:

--- Zitat ---Nett und bunt ist die Welt, weil sie tatsächlich bereits (größtenteils?) in einen für Menschen idealen Zustand versetzt wurde. Hier hat der Verzicht auf/Verlust von Technologie dann auch weniger drastische Auswirkungen - sie ist zum Überlebenskampf weniger notwendig. Die Pseudoantike besteht ohne großen Innovationsdruck fort.

--- Ende Zitat ---
Vielleicht reicht es auch, festzulegen, dass die Antike die Folge der Katastrophe ist. Wen juckts, ob die Bevölkerung 400 Jahre nach der Spielgegenwart noch immer in der Antike hängt oder schon wieder zu den Sternen fliegt?
Interessant fänd ich für eine helle Fantasy im Übrigen auch, wenn einige der ethischen Fortschritte, die z.b. ein Steven Pinker der Menschheit attestiert, sich trotz technischer "Rückentwicklung" gehalten hätten. In einigen Stellen der Welt sind die Gesellschaftssysteme um einiges freundlicher und weniger mies als sie das in der echten Vormoderne waren. Da wirkt das klassische "Gute Königreich" mit quasi-demokratischen Strukturen und Gleichberechtigung gar nicht mehr so unglaubwürdig.

schwarzkaeppchen:

--- Zitat ---Interessant fänd ich für eine helle Fantasy im Übrigen auch, wenn einige der ethischen Fortschritte, die z.b. ein Steven Pinker der Menschheit attestiert, sich trotz technischer "Rückentwicklung" gehalten hätten.
--- Ende Zitat ---

Jep! Meine Prämisse war (vielleicht beeinflusst durch die beiden "Überflussgesellschaft"-Threads) so ungefähr eine quasikommunistische Sternenallianz/Star Trek-artige Ursprungsgesellschaft. Oder auch le Guins Ekumen.*
Allerdings fand ich gerade auch den Widerspruch interessant, ob sich so eine eher emanzipatorische Gesellschaft nach dem Verlust der entsprechenden Produktionsmittel noch halten lässt. Wie wird mit Invaliden umgegangen wenn es keine Prothesen mehr gibt, wie mit Nahrungsknappheiten, Unmöglichkeit bzw Monopolisierung von globaler Kommunikation usw.

*wobei sich als Variante auch der Rekontakt nach 1. Direktive spielen ließe - also unter den Leuten leben, nicht auffallen, nichts verändern...

Slayn:
Klingt irgendwie nach Nivens Ringwelt.

schwarzkaeppchen:

--- Zitat ---Klingt irgendwie nach Nivens Ringwelt.
--- Ende Zitat ---
Die kenne ich nicht. Kannst du ein bisschen erzählen wo du Parallelen siehst bzw was da vielleicht noch interessant wäre?

Waldviech:

--- Zitat ---Allerdings fand ich gerade auch den Widerspruch interessant, ob sich so eine eher emanzipatorische Gesellschaft nach dem Verlust der entsprechenden Produktionsmittel noch halten lässt.
--- Ende Zitat ---
Sicherlich nicht so, wie das für eine technologische Gesellschaft möglich wäre. Schwund wird definitiv sein - aber einige Dinge und Gepflogenheiten könnten sich gehalten haben. Z.b. könnte die Defaultgesellschaft eher eine Demokratie sein, Sklaverei im eigentlichen Sinne gibt es nur bei den fiesen Knochen des Settings, es ist üblich frei sprechen zu können, Mann und Frau sind gleichberechtigt, Klassendenken ist weniger ausgeprägt als in der echten Vormoderne, bei Verbrechen gilt die Unschuldsvermutung und es gibt einigermaßen faire Prozesse etc.pp. Einige Dinge werden aus Sicht technisierter Leute sicherlich auch recht fragwürdig sein - so könnte man vielleicht dazu tendieren, Todkranke human zu euthanasieren. Generell könnten viele Ecken aber immer noch heller sein als in der griechischen Antike. Man hätte sozusagen eine idealisierte Fantasyversion der Antike - aber auf einem glaubhaften Fundament!

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