Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

[PF] Kritikpunkte aber auch Lob

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Rhylthar:

--- Zitat von: Slayn am 13.08.2013 | 11:15 ---Und da drehen wir wieder den Bogen zu Darius Eingangsbeitrag: Abgesehen von dem einem Spieler, gingen im die Kämpfe gegen Ende doch zu schnell (in Runden) mit zu viel Berechnung (in Spielzeit). Auch das spielt bei so etwas eine Entscheidende Rolle, die man bedenken sollte.

--- Ende Zitat ---
Da hilft dann nur aber wirklich ein Systemwechsel. Kämpfe würden bei Beschränkung auf bestimmte Klassen vielleicht (kann ich gar nicht abschätzen) in Runden länger dauern, aber die Berechnung würde sich meiner Meinung nach nicht signifikant verkürzen.

Wobei ich eigentlich das Gegenteil gewohnt bin/war:
Kämpfe auf hohen Stufen dauerten auch nach Runden häufig viel länger, einfach aufgrund der HP, der möglichen Vorbereitung von beiden Seiten, überhaupt der Fähigkeiten, die beide Seiten haben.

kalgani:
Ab einem gewissen Level ist es egal was für eine Klasse. Wenn der Level 10 TWF Ninja unsichtbar durch die gegend läuft und dadurch 3 oder mehr Sneak Attacks in der Runde verursacht dann läuft das auch schnell mal auf 18w6+x an schaden hinaus...

Das gleiche beim Ranger mit Fav Enemy, Paladin beim Smiten, Inquisitor mit judgement und bane an usw. ...

Arldwulf:
Das Hauptproblem bei solchen Balancingthemen ist das diese sehr stark ins Rollenspiel eingreifen. Spieler beginnen die Auswahl ihrer Charakteroptionen nicht mehr danach zu treffen was sie spielen wollen oder was stimmig wäre - und auch Spielleiter passen die Abenteuer und Geschichten an, verschwenden Zeit und Arbeit dafür das Bierglas auf der Nagelspitze zu balancieren anstatt es mit Inhalt zu füllen.

Das würde man auch bei der oben genannten Konvertierung sehen. Der Hauptaufwand wäre dort nicht NSC Werte anzupassen. Der Hauptaufwand wäre fehlende Dinge zu ergänzen. Aufgaben für die ganze Gruppe die nicht mehr der T1 alleine löst. Mehr Kreativität bei der Gestaltung der Herausforderungen die nicht mehr nur auf das gegenseitige Hochrüsten beschränkt sind.

Einbeziehung der Umgebung - die nicht länger nur das Spielzeug einzelner Klassen ist. Es gab hier mal den Link zu der Konvertierung des Rise of the Runelords Pfads in die 4e...der ja an sich schon durchaus etwas taugt. Auch da wurde dieser Effekt sehr schön angesprochen. Nimmt man all den Aufwand weg der zur späteren Rettung unbalancierter Werke betrieben werden müsse eröffnet sich erst was man mit diesem Aufwand ansonsten betreiben konnte.Bei den Kommentaren gab es eine sehr schöne Formulierung: Dies erzeugt ein ganz anderes Anspruchsdenken.

Feuersänger:
Mal eben einen Gedanken eingeworfen:
Ehe man irgendwelche Optionen beschneidet, sollte man sich vergegenwärtigen, dass der eingebaute "Verjüngungseffekt" ein zentraler Bestandteil von 3.X ist. Durch die Klassen bekommt ein Charakter alle paar Level neue Optionen. Dadurch verändert sich auch der Spielstil über die Zeit. Hauptzweck ist, dass das Spiel auch mechanisch nicht langweilig wird. Gerade bei Kampagnen, die sich mehrere Jahre hinziehen können, ist das ein wichtiger Punkt.

Allerdings bieten die verschiedenen Klassen das freilich in unterschiedlichem Maß. Ein Fighter bekommt auf jedem Level einen neuen Feat; meistens braucht es mehrere Feats für einen neuen "Trick". Ein Wizard hingegen bekommt zwei neue Tricks pro Stufe garantiert und kann noch viel mehr von Hand dazulernen; Feats wie Metamagie etc noch gar nicht mitgezählt. Ein Cleric oder Druid usw bekommt alle zwei Level automatisch dutzende neue Tricks.

Da ist freilich der Vorteil für den Spieler, dass er sich eine Klasse mit so viel Verjüngungspotential (das natürlich auch Aufwand bedeutet) aussuchen kann, wie er für sein Vergnügen braucht. Und bei der nächsten Kampagne kann er einen ganz anderen Charakter bauen, der völlig andere Dinge kann.

Das ist so der Knackpunkt, warum trotz aller Defizite immer noch 3.5 mein Leib- und Magensystem ist. Der Optionsreichtum ist einfach herrlich. Andere Systeme wie z.B. SaWo konnten mich immer nur kurz begeistern, ehe sich relativ schnell Ernüchterung eingestellt hat: "Da macht man ja immer das gleiche!"

Nur mal eben so als Gedanken eingeworfen, hinsichtlich möglichem Systemwechsel. Wir haben das auch schon versucht, aber ich bin damit nicht glücklich geworden.

kalgani:
Hast du jetzt eigentlich deinen 4E ausflug hinter dir?

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