Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Kritikpunkte aber auch Lob
Praion:
--- Zitat von: Rhylthar am 15.08.2013 | 13:49 ---Naja, sehe ich anders.
Auf der technischen Ebene ist das alles richtig, aber die RPG-Komponente gibt es auch noch. Was dann dazu führen kann, dass ich z. B. als Magier aus Fluffgründen eine eher "schwache" PrC nehme, bestimmte Zauber ablehne oder ähnliches. Das obige Beispiel passt auch nicht wirklich, weil in der Situation niemandem ein Spotlight geklaut wird.
Aber muss ich als Magier z. B. darauf bestehen, mich mittels irgendeinem Polymorph Zauber in irgendwas zu verwandeln, um jemanden auszuspionieren oder überlasse ich es doch einfach dem Schurken mit hohem Move Silently, Hide, Gather Information und ähnlichem?
--- Ende Zitat ---
Ne. Kämpfer und Barbaren in Purple Wurm verwandeln rockt viel mehr!
Arldwulf:
--- Zitat von: Wormys_Queue am 15.08.2013 | 20:39 ---Erstens bist du das ja nicht. Lustigerweise zeigt ja die Erfahrung, dass Gruppen mit Tier 1- bis Tier 5-Charakteren über den gesamten Stufenbereich gut funktionieren können. Und zweitens: Ein mundäner Kämpfer (aka Fighter in 3.5; nur als Beispiel) hat in dieser Funktion nun mal Probleme, wenn es in Levelregionen geht, in denen man es typischerweise mit der Rettung der Welt oder ähnlich großen Ereignissen zu tun bekommt. Die eine Lösung ist es nun, einfach keine mundänen Kämpfer mehr einzusetzen bzw. alle Klassen über denselben Balancekamm zu bügeln. Eine andere ist es, statt dessen Alternativen zu schaffen, mit denen man Nahkampfcharaktere auch in diesem Bereich gleichwertig spielbar machen kann. Sei es durch Prestigeklassen, durch anders designte Grundklassen, Archetypen, was auch immer. Und eine dritte wäre es, zu akzeptieren, dass durch verschiedene Klassen Wesen dargestellt werden, die auf einem unterschiedlichen Machtniveau funktionieren und das dann entsprechend ins Rollenspiel einzubinden.
Und da ich die zweite und dritte Lösung der ersten gegenüber deutlich bevorzuge, bin ich mit D&D 3.5/PF eigentlich ganz zufrieden, zumal mir dieses System sehr flexibel erlaubt, an allen möglichen Schrauben zu drehen, gerade weil es keinen großen Balancedruck gibt.
--- Ende Zitat ---
Lösung 3 funktioniert aber wie gesagt besser wenn man sie nicht nur mit ein paar ausgewählten Klassen nutzen kann, sondern mit allen. Will ich verschiedene Stärkeniveau darstellen so ist es besser wenn dies mit allen Klassen möglich ist.
Ich kann dann immer noch den übermächtigen Magier spielen. Nur das ich dies dann bewusst entscheide.
Lösung 2 ist der weiter oben angesprochene Kompromiss. "wenn dein Kämpfer dir zu schwach ist spiel doch was anderes" - fraglos mit viel gutem willen, und dem Wunsch dem Spieler ähnliche Konzepte ans Herz zu legen. Aber doch am ende nur der Ratschlag etwas anderes zu spielen.
Die Frage ist: was genau gewinnt man dadurch eigentlich? Oder was erhofft man dadurch zu gewinnen? Wenn man die levelangabe ignoriert und an alle Klassen eine neue dranschreibt, die ihre tatsächliche Stärke auf dieser Stufe beschreibt so wären sie mit einem simplen Mittel besser ausbalanciert. Noch lange nicht perfekt, aber besser.
Sie wären weiterhin die gleichen Klassen um keinen Deut flexibler oder unflexibler. Aber besser ausbalanciert. Praktisch gesehen könnte man diese Maßnahmen nun fortführen doch egal was man macht....man verliert dadurch nie etwas und gewinnt nur Balance und Spielbarkeit.
Der einzige negative Effekt ist dass man sich Arbeit machen muss und dass diese qualitativ gut sein muss. Menschen machen Fehler. D&D 3.5 ist nicht schlecht ausbalanciert weil man sich davon etwas erhofft. Es ist schlecht ausbalanciert weil man es nicht besser hinbekam, zu wenig drüber nachgedacht hat wie man dies hinbekommen könnte.
Slayn:
"Balance" ist eh ein Hirngespinst.
Du versuchst aber weiterhin diese ominöse Balance über die Regeln zu erreichen, einer der Orte wo sie nun mal nichts zu suchen hat. Balance entsteht am Spieltisch und dies entweder Ad-Hoc über Spieleiterwillkür, in diesem Fall positiv eingesetzt um eben die Balance zu wahren oder, noch früher einsetzend und da wo sie auch sein sollte, zwischen den Spielern in dem bestreben gemeinsam Spaß zu haben, einen angenehmen Spielfluss und Spielverlauf zu gewähren und auch, schlicht gesagt, eine gleichmäßige Spotlightverteilung zu haben. Ja, da steht ein Kompromiss dahinter, aber auch der Vorsatz den Spieleiter seinen Job machen zu lassen und ihn nicht mit Balance zu belästigen, der oder die Gute hat ja besseres zu tun.
Balance kann man auch mit den mechanisch unausgegorensten Systemen aller Zeiten erreichen wenn man sie da anstrebt, wo sie sein soll. Für mich persönlich ist diese Fixierung auf mechanische Balance/System Balance des letzten Jahrzehnts einfach nur der gescheiterte Akt genau den sozialen Kompromiss, mit allen seinen Folgen, vom Tisch zu entfernen um eine Kuscheladmosphäre zu schaffen.
Arldwulf:
Was denn nun? Ist Balance Spielleitersache oder hat der anderes und besseres zu tun?
Es ist doch ganz klar dass man balancing auch später schaffen kann, und auch im bestbalanciertem System wird der SL noch damit Arbeit haben. Aber diesen Aufwand zu minimieren ist eine gute Idee.
Slayn:
--- Zitat von: Arldwulf am 15.08.2013 | 21:59 ---Was denn nun? Ist Balance Spielleitersache oder hat der anderes und besseres zu tun?
Es ist doch ganz klar dass man balancing auch später schaffen kann, und auch im bestbalanciertem System wird der SL noch damit Arbeit haben. Aber diesen Aufwand zu minimieren ist eine gute Idee.
--- Ende Zitat ---
Balance sollte keine Spielleitersache sein wenn man aufmerksame Spieler hat.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln