Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

[PF] Kritikpunkte aber auch Lob

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Arldwulf:
Ja, das sehe ich eigentlich genauso, auf das Ausgangsbeispiel bezogen. Vieles davon ist natürlich genau wie JJ das schon sagt ein Problem der Spielrunde selbst, und noch nicht des Systems. Eine Herausforderung die für 4 Spieler gedacht ist mit 6 Leuten zu lösen gelingt auch in ausbalancierten Systemen leichter. Das ist etwas welches man dem System nicht anlasten und nicht daran kritisieren kann.

Aber dies gilt eben auch nicht für alles.

Einige der geschilderten Probleme (gerade der Unterschied im Aufstiegstempo von Magiewirkern und Nichtmagiewirkern) haben mit diesen Themen (zu viele Spieler z.B.) natürlich nichts zu tun.

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Arldwulf am 21.08.2013 | 10:52 ---Die Frage ist ob ein optionsreiches Spiel zwingend unbalanciert sein muss - und ob Balance und Optionsreichtum sich überhaupt ausschließen müssen.
--- Ende Zitat ---

Auf beide Fragen kann ich mit einem klaren Nein antworten, aber das habe ich ja auch nicht geschrieben. Allerdings steht es wohl ausser Frage, dass ein stärker balanciertes System diese balance mit einer absolut gesehen geringeren Optionsanzahl bezahlt, weil eben unbalancierte Optionen keinen Eingang finden dürfen.

Meine Frage ist also, ob mir der Zuwachs an Balance den Verzicht auf diese Optionen wert ist. Das hängt davon ab, wie ich und jeder andere diese Optionen bewerte. Meine Antwort ist einfach: Optionen > Balance. Wenn du eine andere Antwort gibst, ist das nicht mehr als Recht. Geschmack ist schliesslich Geschmack. Was mich allerdings nicht erst seit heute stört, ist, dass du ständig zu implizieren versuchst, deine Antwort sei die objektiv gesehen bessere. Und das ist sie eben nicht. und darüber diskutier ich mit dir auch nicht mehr.



--- Zitat von: Arldwulf am 21.08.2013 | 11:06 ---Gleich "stark" wirft natürlich die Frage auf was man unter "stark" versteht, ich würde es gleich "nützlich" nennen.
--- Ende Zitat ---

Ist aber nicht dasselbe, deswegen ist diese Ersetzung nicht zielführend.  Die Prestigeklasse "Harfner" (als beispiel) bezieht ihren Nutzen nämlich keineswegs in erster Linie aus der Frage, ob sie genauso stark wie eine andere Option ist. Der Nutzen liegt vielmehr darin, dass sie es dem Spielleiter ermöglicht, flairreiche NSC zu bauen (bzw den Spielern, flairreiche SC zu erstellen, wobei ich das für den untergeordneten Zweck halte, aber das ist ein anderes Thema).
Klar ist es kein Problem, für die 4E einen ebenso flairreichen Paragon Path "Harper Agent" zu erstellen (falls es nicht schon so was gibt, hab schon lang in kein 4E-Buch mehr reingeschaut). Wahrscheinlich wäre der im Vergleich zum anderen Material viel balancierter als die 3.5-PRC (im Sinne von genau so stark wie andere Paragon Paths). Für den Spieler, dessen Charakter auf Stufe 6 aufsteigt, kann man aber wohl kaum von gleicher Nützlichkeit sprechen, für den ist das nämlich nur in einer der beiden Regelversionen überhaupt eine aktuelle Option.

Feuersänger:

--- Zitat von: Arldwulf am 21.08.2013 | 11:02 ---Weiß ich gar nicht. Stell es dir als Waage vor. Gibt es ein Gewicht bei dem die Waage nicht mehr ausgeglichen sein kann?

--- Ende Zitat ---

Natürlich. An eine real existierende Balkenwaage für den Hausgebrauch kannst du auch nicht an jede Seite ein Auto dranhängen. Dann biegen und brechen die Arme. Genauso ist es im Spiel. Wenn man es gar zu sehr übertreibt, bricht das System komplett zusammen. Bei 3.X (v.a. 3.5) wären das extrem optimierte Charaktere, die Lücken im System ausnutzen und im Wortsinn die Welt aus den Angeln heben können. Vor allem natürlich T1er, die in einer Runde ganze Kampagnen beenden können, bis hin zu Pun-Pun (sprichwörtlich unendliche Macht). Egal was man da entgegensetzt, das Spiel kann man vergessen.

That said, ist es nur logisch dass man mit 6 ordentlich geskillten SCs keine nennenswerten Probleme mit den Herausforderungen von Standardabenteuern hat. Das ist 50% "overpowered", keine Überraschung.
Den Hinweis auf PB 15 oder gar, ich schüttele mich, PB 10 hingegen ist bescheuert; wie schon gesagt kommen nur Vollcaster in ihrer SAD-Herrlichkeit damit relativ gut zurecht, während Mundane / Teilcaster zunehmend Schwierigkeiten bekommen bzw zur Nutzlosigkeit verkümmern. Dass die Designer das immer noch nicht einsehen, macht mich richtig sauer.

--

Wie dem auch sei: nachdem ich neulich so rumgetönt habe, will ich am kommenden Wochenende das Experiment wagen, und mit 3.5 ein offizielles Abenteuer für _2_ T3-Charaktere leiten. Ich weiß noch nicht, welches ich da nehmen werde; zur Not wird es einfach ein Gauntlet. Charaktere baue ich, es wird ein Swift Hunter und ein Crusader werden, singleclass, ohne abgefahrene Tricks. (Level 4, 32 PB, WBL)

Ein Dämon auf Abwegen:
 
--- Zitat ---Allerdings steht es wohl ausser Frage, dass ein stärker balanciertes System diese balance mit einer absolut gesehen geringeren Optionsanzahl bezahlt, weil eben unbalancierte Optionen keinen Eingang finden dürfen.
--- Ende Zitat ---
Wobei bei D20 viele der Optionen so schlecht sind das sie keiner nimmt, und ein gewisser Teil so imba das sie kein Spielleiter zu lässt, so das ein Wegfall kein großer Verlust ist.

Und das bei manche Klassen (Schurke, Mönch) nur nach Ziemlichen Optimierungsaufwand überhaupt Chars raus kommen die irgendwie mithalten können, kann auch nicht Sinn der Sache sein.

Arldwulf:

--- Zitat von: Wormys_Queue am 21.08.2013 | 11:53 ---Auf beide Fragen kann ich mit einem klaren Nein antworten, aber das habe ich ja auch nicht geschrieben. Allerdings steht es wohl ausser Frage, dass ein stärker balanciertes System diese balance mit einer absolut gesehen geringeren Optionsanzahl bezahlt, weil eben unbalancierte Optionen keinen Eingang finden dürfen.


--- Ende Zitat ---

Warum sollten sie keinen Eingang finden? Der einzige Unterschied ist dass sie auf einem anderem Level verfügbar werden.

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