Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Kritikpunkte aber auch Lob
Luxferre:
Danke Arldwulf. 4E bitte raus hier. Balance und PF sind ja glücklicherweise das Thema :d
Rhylthar:
--- Zitat ---Ich gehe mit Wormys "Vielfalt schlägt Balance" komplett konform und hasse Systeme abgrundtief, die keine gesunde (regelseitige) Streuung erlauben.
Den Rest streue ich als SL. Habe ich ja andernorts mehrfach geschrieben. Spotlights, Lacher, Herausforderungen, Hintergründe, Nachteile, Vorteile... alles wird von mir immer wieder gut verteilt angespielt. Was die Spieler daraus machen ist ihnen überlassen. Ich setze sozusagen den Teaser.
--- Ende Zitat ---
Womit Du, als SL, quasi das Gegengewicht auf der jeweiligen Waagschale bist, der das Spiel an sich ausbalanciert (wenn ich es richtig verstanden habe).
Das meinte ich, als ich in einem Thread sagte: Das Ungleichgewicht ist ein theoretisches Konstrukt, das oft genug gar nicht auftritt bzw. nicht störend auftritt.
Als einigermaßen regelfester SL geht das auch gut, ansonsten muss man die Vielfalt bei Unsicherheit, wie sich etwas auswirkt, eben beschneiden. Zusatzwerk komplett weglassen, Dinge abändern, einzelne Komponenten streichen, etc.
Luxferre:
--- Zitat von: Rhylthar am 21.08.2013 | 13:03 ---Womit Du, als SL, quasi das Gegengewicht auf der jeweiligen Waagschale bist, der das Spiel an sich ausbalanciert (wenn ich es richtig verstanden habe).
Das meinte ich, als ich in einem Thread sagte: Das Ungleichgewicht ist ein theoretisches Konstrukt, das oft genug gar nicht auftritt bzw. nicht störend auftritt.
Als einigermaßen regelfester SL geht das auch gut, ansonsten muss man die Vielfalt bei Unsicherheit, wie sich etwas auswirkt, eben beschneiden. Zusatzwerk komplett weglassen, Dinge abändern, einzelne Komponenten streichen, etc.
--- Ende Zitat ---
Ja, ja und ja ;D
Ich empfinde es als meine SL-Aufgabe, eventuell auftretende Ungleichgewichte auszugleichen.
Ich leite auch gern Gruppen mit unterschiedlichem Machtgrad (Stufen, Grade, Level, etc...), sorge aber dafür, dass auch der Knappe des Ritters seine Momente hat, wie auch der mitreisende Schurke nicht jede erdenkliche Möglichkeit nutzen kann, alleine auf Raubzüge zu gehen. Also greife ich regulierend in mehrfacher Weise ein, lenke, kontrolliere und schaffe Freiräume, bzw gehe auf Spielerinitiativen ein.
Slayn:
--- Zitat von: Arldwulf am 21.08.2013 | 11:02 ---Weiß ich gar nicht. Stell es dir als Waage vor. Gibt es ein Gewicht bei dem die Waage nicht mehr ausgeglichen sein kann?
Nein...egal wie schwer die eine Seite wird, die andere kann genauso schwer sein.
Eine nach oben offene Skala ändert daran nichts, da für die Balance ja nur wichtig ist das zwei Werte auf der Skala verglichen werden können. Oder in Rollenspielbegriffen gesprochen: Auch wenn der Stufe 1000 Magier unbeschreiblich (im Wortsinne) mächtig ist: Für die Balance ist nur wichtig dass man ihn auf Level X mit anderen Level X Charakteren vergleichen kann.
Und dies bedeutet natürlich auch dass es keine Fähigkeit geben kann die per se unbalanced ist. Nur das sie auf der falschen Stufe eingeordnet sein kann.
--- Ende Zitat ---
Nicht das Gewicht, die Waage ist das Problem. Wenn ich auf eine Waage, die 2 Kilo halten kann, 2x4 Kilo packe, mag das, rein rechnerisch, ausbalanciert sein, wir werden es nur nie erfahren, weil wir die Waage zertrümmert haben. In dem Fall hier: den AP.
Was dieser Faden bisher aber gut aufzeigt, ist das noch nicht mal im Ansatz ein Konsens besteht was denn nun eine Balanace ausmacht, insbesondere weil wir von Multifunktionalen Regeln reden, die wir alle unterschiedlich nutzen.
Ich werfen deswegen mal eine andere Idee in den Raum: Ein AP muss anders designed und geschrieben werden, mit klaren Handlungsanweisungen wie man mit den realen Gegebenheiten am Spieltisch eine Balance in diesem einem AP erstellt, anstatt von einer fiktiven Balance auszugehen.
Arldwulf:
--- Zitat von: Luxferre am 21.08.2013 | 12:52 ---Danke Arldwulf. 4E bitte raus hier. Balance und PF sind ja glücklicherweise das Thema :d
--- Ende Zitat ---
Man kann es nicht oft genug sagen, ja.
Also zurück zur Balance. Eines der wichtigsten Themen was ich dahingehend sehe ist btw. der Freiraum in der Abenteuergestaltung. Man sieht dies an mehreren Punkten.
Oft genug wird zum Beispiel gesagt: Ja wenn Klasse X zu schwach ist und Klasse Y so viel stärker dann bau doch Dinge ein bei denen Klasse X glänzen kann! Auch weiter oben wird dieser Ansatz verfolgt. "Der Spielleiter passt dies an".Was an sich und in unbalancierten Systemen auch ein guter Ratschlag ist. Aber was bedeutet das in der Praxis?
Die Folge daraus ist doch dass ich die Gestaltung der Abenteuer weniger frei vornehmen kann, das der Spielleiter Kompromisse machen muss. Je unbalancierter das System ist, umso eingeschränkter werde ich hierbei. Man sieht dies sehr schön bei der Frage der Kampflastigkeit von Abenteuern. In D&D 3.5 gibt es aktive Ressourcen (Zauberslots z.B.) und passive Ressourcen (Hitpoints z.B.)
Aktive Ressourcen sind dabei Ressourcen deren Verwendungshäufigkeit ich selbst bestimmen kann. Bei passiven kann ich dies nicht.
Ein oft genanntes Mittel um Kämpfer und Magier zu balancen basiert auf diesen theoretischen Überlegungen: "dann bring doch mehr Kämpfe ein, am Ende des Tages wird der Magier schwächer und der Kämpfer stärker".
Mal ganz davon abgesehen welche anderen Probleme dieser Ansatz mit sich bringt, wie dem dass der Kämpfer meist viel schneller seine Ressourcen verbraucht als der Magier: Selbst wenn dies funktionieren würde bedeutet der Ansatz immer noch: Um eine Balance herzustellen muss der Spielleiter sein Abenteuer anpassen. Und zwar auf eine ganz bestimmte Art und Weise, das Korsett in das man hier gezwängt wird kann man durchaus als eng bezeichnen.
Es ist eigentlich sehr einfach aus diesem Korsett auszubrechen. Balancing ist hierbei ein sehr wichtiges Thema. Anstatt dass der Spielleiter die Art der Abenteuer einschränkt um nachträglich den wackligen Turm zu stabilisieren kann man von vornherein darauf achten dass die Klassen unabhängig von dem Abenteuer funktionieren können und die oben genannte Problematik gar nicht erst zum Tragen kommt.
Das hat dann auch nichts damit zu tun dass Magier und Kämpfer mechanisch genau gleich funktionieren müssen bevor dieser Einwand nun kommt. Nur damit dass beide sowohl mit wenig als auch mit vielen Kämpfen gleich gut klarkommen sollten.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln