Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

[PF] Kritikpunkte aber auch Lob

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--- Zitat von: Wormys_Queue am 21.08.2013 | 13:56 ---Anders herum wird ein Schuh draus. Ich bin der festen Überzeugung, dass Spielbalance die Optionsvielfalt reduziert. Die 4E halte ich nur für ein ebendies belegendes Beispiel.

--- Ende Zitat ---
Um mal aus einer komplett anderen Richtung zu kommen:
Bei Gesellschafts- und Computerspielen bedeutet eine hohe Spielebalance ein hohes Mass an spielbarer Optionsvielfalt. Je unbalancierter ein Spiel, desto kleiner ist Anzahl an sinnvollen Optionen. Ich denke bei Rollenspielen sollte es eigentlich genauso sein.

Slayn:
Ich fand diesen einen Einwand von Feuersänger bisher so richtig vielsagend, was diese Problematik angeht.
Ein Kampf "muss" detailliert sein, sonst ist es gefühlt/traditionell kein Kampf. Eine Klassenaktion darf nicht detailliert sein, sonst langweilen sich die anderen.
Das ist sowohl da Erbe von D&D als dann auch die immerwährende Problematik der Balance.
Ich finde das deswegen erwähnenswert, weil diese Gewichtung und der Grundgedanke der Simulation dahinter, keinen Selbstzweck hat sondern nur Erziehungssache ist.
Gerade deswegen sind einige Anläufe, die man auch in vereinzelten APs sehen konnte, hier so interessant, nämlichen das binäre Ergebnis hinter Handlungen durch andere Regelungen zu ersetzen. Mir sind da schon mehrere AP-Einzelteile aufgefallen, bei ddenen man einen Punktestand, o.ä. erreichen musste.

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Rhylthar am 21.08.2013 | 13:52 ---Detektivabenteuer sind ein Genre, dass in Systemen mit Erkenntnismagie irgendwann ohne Gegenmagie kaum noch funktionieren. Und dies beginnt schon sehr früh, denn der Paladin kann zum Gamebreaker werden, weil "Detect Evil" von Anfang an alles kaputtmachen kann. Trotzdem können auch andere Klassen hier sinnvoll arbeiten. Ein Fighter mit Intimidate oder als Sicherheit, wenn ein anderer Charakter beim Informationen sammeln ein wenig zu auffällig war, Ranger mit Track, der Spuren folgt...etc.
--- Ende Zitat ---

Das ist übrigens ein sehr wichtiger Gedanke. ich hab auf den Paizoboards analog grad einen Thread gelesen, in dem ein User um Ratschläge für die Charakterwahl bei einer stealth-basierten Kampagne bat (Rogues und Ninjas waren aussen vor). ich war selber überrascht, dass nahezu für jede Grundklasse Varianten genannt wurden, die zum genannten Thema passten.

Aber es stimmt natürlich: Detektivabenteuer im herkömmlichen Sinne machen in D&D thematisch vor allem auf den niedrigen Stufen echten Sinn. Und da hat man die Balanceprobleme der hohen Stufen eh noch nicht.


--- Zitat von: Arldwulf am 21.08.2013 | 14:04 ---Das Problem ist: Wenn die 4E nicht macht was ich oben anspreche, wie kann sie dann ein Beispiel dafür sein was passiert wenn man macht was ich anspreche?
--- Ende Zitat ---

Huh, wer spricht denn jetzt über die 4E? Aber du hast natürlich recht. Wenn sie nicht auf Balance fokussiert wäre, wäre sie ein schlechtes Beispiel für ein balancefokussiertes System. Wie gut, dass sich dieses Problem nicht stellt. Schließlich ist Balance ihr zentrales Thema.


--- Zitat von: Preußischer Generaloberst am 21.08.2013 | 14:06 ---Bei Gesellschafts- und Computerspielen bedeutet eine hohe Spielebalance ein hohes Mass an spielbarer Optionsvielfalt.
--- Ende Zitat ---

Interessante Ansicht. Magst du erklären wie du darauf kommst? Wenn ich jetzt nämlich beispielsweise an Schach denke (und etwas viel balancierteres fällt mir kaum ein), dann hat man damit genau eine Option: nämlich Schach zu spielen. Was kein Problem ist, weil man sonst ja auch gar nichts damit können soll.

Der Unterschied, den ich zu Rollenspielen sehe: es ist viel schwieriger zu definieren, was für eine einzelne Gruppe sinnvoll ist. Du sagst jetzt, ein unbalanciertes System beschränke die Anzahl an sinnvollen Optionen. Das stimmt aber nur dann, wenn du im Vorfeld definierst, was denn "sinnvoll" eigentlich bedeutet. Genau darauf verzichtet Pathfinder (und eigentlich alle D&D-Vorgänger) aber, weil die Designer der Ansicht sind, dass man diese Definition den Spielern überlassen sollte. Der Nachteil liegt auf der Hand, es ist nicht so balanciert. Der Vorteil ist, das es keine Spieler vergrault, denen die konkrete Umsetzung der Spielbalance nicht gefällt.

Slayn:
@Wormy:

bei einem Gesellschaftsspiel hast du immer einen eng begrenzen Handlungsspielraum in dem du dich bewegen, aka spielen, kannst.
nach dem Gesamtumfang bekannt ist, können Optionen diesen selten zerstören.

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Slayn am 21.08.2013 | 14:24 ---bei einem Gesellschaftsspiel hast du immer einen eng begrenzen Handlungsspielraum in dem du dich bewegen, aka spielen, kannst.
nach dem Gesamtumfang bekannt ist, können Optionen diesen selten zerstören.
--- Ende Zitat ---

Meinem Verständnis nach kannst du aber nur Optionen verwenden, die diesen eng begrenzten Handlungsspielraum nicht zerstören, was ihre Menge deutlich eingrenzt. Bei einem generalistischen Rollenspiel ala D&D hat man aber eigentlich gar keine Begrenzung, insoweit ist die Anzahl potentiell verwendbarer Optionen zunächst mal unendlich. Deswegen hab ich ja nachgefragt, weil ich den Einwand vom Preußischen Generaloberst wohl nicht verstehe.

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