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[PF] Kritikpunkte aber auch Lob

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Jeordam:

--- Zitat von: Wormys_Queue am 21.08.2013 | 14:19 ---Aber es stimmt natürlich: Detektivabenteuer im herkömmlichen Sinne machen in D&D thematisch vor allem auf den niedrigen Stufen echten Sinn. Und da hat man die Balanceprobleme der hohen Stufen eh noch nicht.

--- Ende Zitat ---
Erinnert mich an eine Einführungsdetektivrunde in 3.5 die ich mal hatte. Wunderbares Pixelbitching, passende Zauber falls vorhanden waren nicht vorbereitet, Skills weitgehend unpassend und mein Halborkbarbar mit seinen null Skillpunkten hat sich damit beschäftigt Halblinge und Zwerge auf Dächer zu heben damit sie die dortigen Blutspritzer betrachten konnten.
Ernüchternde Erfahrung, klappt das in PF denn besser?

Arldwulf:

--- Zitat von: Wormys_Queue am 21.08.2013 | 14:19 ---Aber es stimmt natürlich: Detektivabenteuer im herkömmlichen Sinne machen in D&D thematisch vor allem auf den niedrigen Stufen echten Sinn. Und da hat man die Balanceprobleme der hohen Stufen eh noch nicht.

--- Ende Zitat ---

Eigentlich machen sie auch auf hohen Stufen thematisch Sinn. So sind beispielsweise in D&D Romanen natürlich auch hochstufige Protagonisten mit derartigen Dingen beschäftigt. Dort wird dann nur das System häufig in den Hintergrund gedrängt oder bei der konkreten Umsetzungen der Lösungen einfach ignoriert.

Man kann jetzt nicht unbedingt sagen dass es für den hochstufigen Abenteurer keine Rätsel mehr zu lösen gäbe, nichts mehr herauszufinden gäbe und nur noch das Bekämpfen von Gegnern auf dem Tagesplan steht, rein Thematisch. Im Gegenteil, der Topos ist ja eher dass der hochstufige Abenteurer ruhiger wird dahingehend und weniger mit klassischen Kämpfen zu tun hat als in seiner Jugend. Wie gesagt - thematisch.

In der Spielumsetzung in 3.5 oder auch Pathfinder ist es natürlich anders, was dann dafür sorgt dass in den meisten Gruppen auf höheren Stufen derartige Herausforderungen nicht mehr so stark angesprochen werden. Aber man kann ja nichtmal sagen dass dies D&D weit so wäre.

Slayn:

--- Zitat von: Wormys_Queue am 21.08.2013 | 14:31 ---Meinem Verständnis nach kannst du aber nur Optionen verwenden, die diesen eng begrenzten Handlungsspielraum nicht zerstören, was ihre Menge deutlich eingrenzt. Bei einem generalistischen Rollenspiel ala D&D hat man aber eigentlich gar keine Begrenzung, insoweit ist die Anzahl potentiell verwendbarer Optionen zunächst mal unendlich. Deswegen hab ich ja nachgefragt, weil ich den Einwand vom Preußischen Generaloberst wohl nicht verstehe.

--- Ende Zitat ---

Bei einem "generalistischen Rollenspiel ala D&D" handelt sich um einen Zwitter aus Simulation und Spiel. Ein Spiel, egal ob Brett- oder Computerspiel ist begrenzt durch seine Regeln und die mitgelieferten Inhalte. Man kann diese zwar erweitern, sie stellen aber immer noch den kompletten Umfang dar, der nicht überschritten werden kann. Dies bedeutet unter anderem dass die Regeln die Intention für alle Handlungen bestimmen und die Masse der Handlungen, die dann in Relation zur menge der Regeln steht, überschaubar ist.
Der Simulations-Aspekt unseres Hobbies besagt aber, das wir etwas Visualisieren, die dann in Einzelschritte verpacken und hier dann, traditionell, die Würfel sprechen lassen.
In einem Brett- oder Computerspiel kann nur derjenige, der Schlösser knacken kann, ein Schloss knacken. Finite Umgebung. Ok, einige erlauben noch andere Ideen, dann aber mit "Aufpreis", etwa die Truhe zerdeppern, auf die Gefahr hin den Inhalt zu zerstören (Geht ebenfalls nur finit). Bei "uns" dagegen wird die Intention, die Truhe irgendwie zu öffnen, visualisiert und dies dann retroaktiv in Regeln verpackt.

Arldwulf:
Wie gesagt: In einem ausbalanciertem Spiel kann ich jede beliebige Option einbringen, und anhand ihrer Stärke gewichten.

In einem nicht ausbalanciertem Spiel ist die Wahrscheinlichkeit viel höher dass ich etwas nicht einbringen darf weil die Auswirkungen unabsehbar sind, oder der Aufwand zur Anpassung zu groß würde, zu viel Folgen nach sich ziehen würde. Will ich einen Stein auf den ausbalancierten Turm mit solidem Fundament packen so ist dies eben viel einfacher als wenn dieser Turm wacklig auf der Stecknadel herumtaumelt. Ich kann es in beiden Fällen.

Im Zweitem muss ich dann nur sehr wahrscheinlich den Turm festhalten. Und wenn ich den Stein lieber auf die linke als die rechte Ecke legen will geht es nicht.

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Jeordam am 21.08.2013 | 14:33 ---Erinnert mich an eine Einführungsdetektivrunde in 3.5 die ich mal hatte. Wunderbares Pixelbitching, passende Zauber falls vorhanden waren nicht vorbereitet, Skills weitgehend unpassend und mein Halborkbarbar mit seinen null Skillpunkten hat sich damit beschäftigt Halblinge und Zwerge auf Dächer zu heben damit sie die dortigen Blutspritzer betrachten konnten.
Ernüchternde Erfahrung, klappt das in PF denn besser?
--- Ende Zitat ---

Halborks haben keinen Attributsmalus mehr und können ihren +2 Bonus frei auf ein Attribut verteilen, einen Halbork mit hoher Intelligenz zu spielen ist also erst mal überhaupt kein Problem. Wenn man mit Character Traits spielt, ist es sicher auch kein Problem für den Halborkbarbaren, die entsprechenden Skills als Klassenskill freizuschalten. Obs jetzt irgendwo Archetypen gibt, die einen Barbaren in diese Richtung modifizeren, weiss ich ehrlich gesagt nicht, aber insgesamt sollte es in PF auf jedenfall einfacher sein als in 3.5, einen solchen Charakter in ein Detektivabenteuer zu integrieren.

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