Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Kritikpunkte aber auch Lob
Arldwulf:
--- Zitat von: ErikErikson am 21.08.2013 | 20:01 ---Hier stellt sich mir auch die Frage, ob balancierte Systeme nicht inherent latent faschistisch sind, da sie ja alle Elemente, die nicht passen, konsequent ausschliessen, und alle SC quasi "gleichschalten".
--- Ende Zitat ---
Genau das tun sie ja nicht, im Gegenteil. Sie ermöglichen ja dass möglichst viel gleich gut funktioniert. Um bei deinem Bild zu bleiben: es sind schlecht balancierte Systeme bei denen ein anderer Weg bestraft wird, und auf Dauer aus dem Spiel verschwindet. In einem totalitären System hat man eine große Ungleichheit in dem wie gut man mit verschiedenen Wegen zurecht kommt, manche von ihnen sind wesentlich steiniger als andere.
Aber die Folge davon ist eben nicht dass totalitäre Systeme für ihre Offenheit und Vielfalt bekannt wären. Beides lässt sich nur durch Gleichberechtigung erreichen.
Wormys_Queue:
--- Zitat von: Arldwulf am 21.08.2013 | 19:58 ---Darum geht es ja. Habe ich zu allen formen die passenden Größen, so sind sie alle im Spiel anzutreffen.
Erst wenn ich sage dass es die größte Größe nur in Form X gibt verliere ich Vielfalt.
--- Ende Zitat ---
Die Sätze könnte ich genauso formulieren, würde aber den ersten Satz natürlich auf Pathfinder münzen und den zweiten auf irgendwelche balancierteren Systeme.
--- Zitat ---Auf ihr können eben dann nicht mehr nur Kinder mit dem gleichem Gewicht schaukeln. Sondern auch der dicke Paul mit dem dünnem Max und der kleine Peter mit seinem Papa. Lustig wäre dabei zu sehen was passiert wenn ich auf einer Seite der Schaukel nur noch den inneren Sitz habe und auf der anderen nur noch den äußeren. Müsste deiner Argumentation nach ja Vielfalt fördern, durch Imbalance.
--- Ende Zitat ---
Meiner Argumentation nach müsste es den Schauklern überlassen bleiben, wie sie die Sitzanordnung konfigurieren wollen. Und wenn sie (warum auch immer). halt Spass dran haben, auf der einen Seite nur den inneren Sitz anzubringen und auf der anderen nur den Äußeren, dann können sie das eben tun. Und genau das nenne ich Vielfalt. und genau das schätze ich auch an Pathfinder. Da kann man nämlich beides haben.
6:
--- Zitat von: ErikErikson am 21.08.2013 | 20:01 ---Hier stellt sich mir auch die Frage, ob balancierte Systeme nicht inherent latent faschistisch sind, da sie ja alle Elemente, die nicht passen, konsequent ausschliessen, und alle SC quasi "gleichschalten".
--- Ende Zitat ---
Ich weiss. Ich dürfte Dir damit langsam richtig auf den Senkel gehen, aber MTG ist da wieder das Gegenargument. Wie wir etabliert haben, ist das System ziemlich ausbalanciert. Die Decks sind aber alles andere als "gleichgeschaltet". Im Gegenteil. Die Balance sorgt dafür dass sehr viele verschiedene Decks auch in Turniere mit Siegmöglichkeit spielbar sind.
Wormys_Queue:
--- Zitat von: Preußischer Generaloberst am 21.08.2013 | 20:08 ---Ich hoffe Du willst nicht sagen, dass ein Charakter in WoW die gleiche Aufgabe hat wie ein Charakter in einem PnP-Rollenspiel
--- Ende Zitat ---
Natürlich nicht ^^
--- Zitat ---In einem normalen Rollenspiel (im Gegensatz zu WoW!) kann die Balanciertheit eines Charakters mit der Spielbalance zu tun haben und zwar in der Form, dass die Charaktere in Bezug der Spassmotivationen ausbalanciert sein sollten.
1. Viele Spassmotivationen sind sehr nahe beieinander, sodass sie ohne größere Anpassungen zusammen spielen können (wenn die Spielbalance nicht in eine Richtung wegspringt)
2. Ein SL-Neuling dürfte genug damit zu tun haben, sein Abenteuer einigermassen auf die Reihe zu bekommen. Wenn er sich dann noch mit den Spassmotivationen der Spieler eingehend beschäftigen muss...
3. Als SL mit Erfahrung kannst Du natürlich ne Menge im Spiel ausgleichen. Nicht umsonst sehe ich den SL als Gamedesigner. Je weniger Kopf Du Dir darum machen musst, desto mehr kannst Du Dich um anderes kümmern. Wenn Dir aber ein System gefällt und Du mit der Unbalanciertheit keine Probleme hast, dann more Power to You. :))
--- Ende Zitat ---
Würde ich im Allgemeinen unterschreiben, mit der Einschränkung bei Punkt 2, dass wir (also zumindest ich) früher auch vom System überfordert waren und uns einfach damit beholfen haben, dass wir uns das System nach und nach angeeignet und vorher ganz viel mit den Händen gewedelt haben. Gab keine Probleme und wenn ich für heutige SL-Neulinge nicht auf einmal höhere Massstäbe anlege, gibts auch heute noch keine.
Arldwulf:
--- Zitat von: Wormys_Queue am 21.08.2013 | 20:10 ---Die Sätze könnte ich genauso formulieren, würde aber den ersten Satz natürlich auf Pathfinder münzen und den zweiten auf irgendwelche balancierteren Systeme.
--- Ende Zitat ---
Nur kann ich den Satz für die balancierte Systeme begründen. Und bin nicht auf: "ist halt so" angewiesen, sondern kann sagen warum es so ist. Warum Vielfalt durch Gleichberechtigung bewahrt und durch fehlende Gleichberechtigung eingeschränkt wird.
Du sagst in Pathfinder könnten die Leute auf der Wippe selbst sagen wo ihr Sitz ist. Aber ist das wirklich so? Weiter vorn im Thread klang dies noch ganz anders, da sollten Charaktere sich anpassen und bei der Gruppenzusammenstellung darauf geachtet werden dass nicht zu verschiedene Tiers da wären. Und deine Lösung für Probleme bezüglich dieses Themas lautete sie nicht man solle nicht so sehr an einzelne Klassen gebunden sein, am Ende ginge es doch eher um Themen? Eine Art: so genau muss man's ja nicht nehmen mit dem was man spielen will?
Wie genau funktioniert dies denn dann gleich nochmal?
Seien wir doch mal ehrlich: die 3.5er Klassen lassen sich deshalb so gut in Tiers einteilen weil ihr Platz auf der Wippe recht fix vorgegeben ist. Ich kann halt nicht sagen dass ich heute mal den Tier 1 Kämpfer spielen will. Und die Lösung dafür dass Peter mit seinem Papa wippen kann ist dass man entweder sagt: hey, dass macht ja total Spaß wenn einer oben rumsitzt und nicht zum Boden kommt und nur der andere sich abstößt. Oder dass man Peter durch Onkel Bernd austauscht der etwa so viel Gewicht wie Peters Papa hat. Ist ja fast das gleiche...
In einer meiner Runden habe ich momentan einen Kämpfer mit einem einhändig geführten Spieß und einem Dolch. Der damit auch tauglich umgehen kann. Dass es in 3.5 und Pathfinder Runden praktisch keine Kämpfer mit Spieß und Dolch gibt hat viel mit Balancing zu tun. Aber für Vielfalt sorgt es nicht.
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