Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[PF] Kritikpunkte aber auch Lob
Schwertwal:
Naja, es gibt schon eine Menge Möglichkeiten, Melee-Kleriker zu spielen. Schau Dir Tactics oder Growth Domain an. Oder Feather Domain. Archery ist für Clerics in PF einfach nicht optimal, aber wenn Du kämpfen magst, sind schon extrem gute Nahkampfkonzepte möglich. Oder wirf mal einen Blick auf die Madness Domain - jenseits von gut und böse!
Dass heavy armor fehlt, ist doof, aber nichts zu schlimmes für clerics. Dafür gibt es jetzt sacred summons, was für Melee-Clerics super cool ist! Dazu u.U. noch einen passenden Archetype und los gehts.
Ansonsten wirkt die Runde aber nicht sonderlich repräsentativ, wenn ich das so lese - aber vielleicht spielst Du ja noch etwas weiter in der Runde (auch, wenn Schlangenschädel ein eher schwacher AP ist).
kalgani:
das heavy armor fehlt ist gut, denn ein kleriker sollte vom konzept her nicht als erstes als tank arbeiten.
es gibt aber einen archetypen der mehr fighter ist, dafür aber je grad einen spellslot weniger. (Crusader s. 40 UC)
Feuersänger:
--- Zitat von: kalgani am 8.09.2013 | 13:16 ---das heavy armor fehlt ist gut, denn ein kleriker sollte vom konzept her nicht als erstes als tank arbeiten.
--- Ende Zitat ---
Wer sagt das? Wer bestimmt das? Auf wessen Mist ist das gewachsen? Kleriker waren in D&D IMMER SCHON die Tanks in Schwerer Rüstung. Das hat nebenbei realhistorische Hintergründe. Und da sie meistens keine so hohe Stärke haben, und deswegen nicht besonders von Zweihandwaffen profitieren würden, müssen sie auch kein schlechtes Gewissen haben wenn sie einen Schild tragen.
Wenn sie aufgrund eines Paradigmenwechsels nicht als Tanks arbeiten sollen: bitte, kann man machen. Aber dann sollte man ihnen trotzdem _irgendeine_ sinnvolle Rolle im Kampf ermöglichen. Da ihre Zauber sehr buffzentriert und wenig offensiv sind, im Gegensatz zum Wizard, braucht man das auch nicht zu versuchen. Wenn er nicht an die Front darf, bleibt nur Fernkampf. Aber der bleibt wiederum 95% der Kleriker aufgrund mangelnder Proficiency verschlossen.
Kurzum, da (aber nicht nur da) hat PF echt gepatzt. Ich sage ja nicht, dass man einen Kleriker nicht entsprechend skillen kann, aber dass er standardmäßig so in die Rolle des second-line-Healbots gezwungen wird, das ist einfach beknackt.
Grimtooth's Little Sister:
--- Zitat von: Feuersänger am 8.09.2013 | 14:09 ---Kleriker waren in D&D IMMER SCHON die Tanks in Schwerer Rüstung.
--- Ende Zitat ---
Kann ich nicht erinnern dass das je bei uns so war - wer ne Rüstung und viel Waffendurchschlag will kann Paladin sein.
Feuersänger:
--- Zitat von: Grimtooth's Little Sister am 8.09.2013 | 14:20 ---Kann ich nicht erinnern dass das je bei uns so war - wer ne Rüstung und viel Waffendurchschlag will kann Paladin sein.
--- Ende Zitat ---
Ein Paladin ist ja wieder was komplett anderes - so mit 80% weniger Zauberkraft und so. Zumal ich nun schon oft gelesen habe, dass ein Paladin in PF idealerweise als Fernkämpfer geskillt werden sollte.
Und es geht ja beim Standardkleriker nicht um "viel Waffendurchschlag". Im Gegenteil, der klassische Fullplate+Shield Cleric ist mit seinen 1W8 vernachlässigbar. Er kann aber den prügelnden Fighter vorne unterstützen und Angriffe auf sich ziehen, die dank seiner höheren AC danebengehen.
Das ist wohlgemerkt nicht der _optimale_ Spielstil, nein, in 3.5 jedenfalls lange nicht. Aber es _ist_ eine Rolle im Kampf, die er (von OD&D bis 3.5) bedienen kann und damit zurechtkommt.
Klassischer Fall von "if it ain't broken, don't fix it". Der Tank-Cleric ist in einem 3.5 Spiel noch das geringste Problem (bzw gar keines) in Punkto Game balance. Warum also dem Spieler jegliche Standardmethode wegnehmen, sich an einem Kampf zu beteiligen?
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