Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

[PF] Kritikpunkte aber auch Lob

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Slayn:

--- Zitat von: Feuersänger am  9.09.2013 | 16:39 ---"An der Stelle"? Worauf beziehst du dich da jetzt?

--- Ende Zitat ---

Ich bin, relativ gesehen, spät zu PF umgestiegen und mir ging dauernd im Kopf rum: Ist doch nicht broken, was fixen die es?
Die Regeln aber mal komplett und stringent umgesetzt, ergibt eben diesen kleiner werdenden Spalt zwischen den Tiers, wie er schon erwähnt wurde.
Cleave ist da eben so ein Paradebeispiel, dass du erst zu schätzen weißt, wenn du es mal in Aktion gesehen hast, vorzugsweise in Kombination mit Melee-Klassen, die es dann auch noch wirklich sinnvoll umsetzen können, etwa Cavalier/Samurai, Rogue/Ninja oder vielen der richtig deftigen Fighter-Archetypen.


--- Zitat von: Arldwulf am  9.09.2013 | 16:42 ---Ich glaube gar nicht dass die Spieler das so sehen - ging mir zumindest nie so wenn ich einen Charakter vorgeplant hab, und meist war dies ja ohnehin nur grob.
--- Ende Zitat ---

Einer meiner Spieler hatte da so einen Tick, der hat sich seine Charaktere als richtige Helden vorgestellt und hatte dabei wohl Roman Protagonisten im Kopf. Der hat sich diesen Helden nachgebastelt und dann erspielt. das war eine Quasl zu sehen, wie er von vorne herein versucht hat einen bestimmten Charakter darzustellen, auch wenn die Mechanik ihn an keinster Stelle unterstützt hat.
Iregendwann haben wir ihn verdonnert einen der Beispielcharaktere zu nehmen und siehe da, es wurde für alle Beteiligten angenehmer.


--- Zitat von: Arldwulf am  9.09.2013 | 16:42 ---Aber mein Hauptpunkt ist ja ohnehin: Auch gänzlich ohne derartige Vorplanung existieren die Balancingprobleme ja - es ist nicht so als ob die nur zum Tragen kämen wenn man auf ein bestimmtes Build hinarbeiten muss. Im Gegenteil - häufig wird ja als Lösung der Probleme genannt: "Dann spiel doch Build XYZ, damit holst du auf!" was ich wie gesagt auch nicht für eine optimale Lösung halte da es die Charaktervielfalt und Bindung sehr einschränkt.
--- Ende Zitat ---

Dass das Problem immer noch existiert ist klar, widerspricht ja auch keiner. Es ist nur nicht so extrem. So wählt ein Wizard-Spieler, der nicht vorgeplant hat, seine Spells ggf. auch nur von Stufe zu Stufe, also je nachdem was jetzt passt.

kalgani:

--- Zitat von: afbeer am  9.09.2013 | 16:46 ---Die Leute spielen PF, weil sie dafür leicht ein GRW erwerben könne. Das hat bei OGL Spielen weniger mit dem Gefallen zu tun als mit der Verfügbarkeit.

Pathfinder entstand, weil die APs ein GRW im Laden brauchten.


--- Ende Zitat ---

PF entstand wohl eher weil WotC paizo den Dragon/Dungeon Stecker gezogen hatte und die 4E nicht der erwartete knaller war und man somit das risiko "3.5 refurbishing" einging, was dann sicher etwas unerwartet durch die decke ging.

was die verfügbarkeit angeht, warum hat es dann nicht irgendein anderes d20 derivat geschafft den status zu bekommen?

Slayn:

--- Zitat von: kalgani am  9.09.2013 | 16:58 ---was die verfügbarkeit angeht, warum hat es dann nicht irgendein anderes d20 derivat geschafft den status zu bekommen?

--- Ende Zitat ---

Auch wenn das leicht OT ist: Die Derivate, die ich so gesehen habe, waren zwar oft nett, aber meist Nischenprodukte oder nie wirklich vollständig.

Arldwulf:
Um das aber nochmal zu erwähnen: Ich glaube auch nicht dass es NUR die bessere Verfügbarkeit ist. Wie gesagt, es gibt auch vieles was gut funktioniert. Und das was schlecht funktioniert kann man immer hausregeln und anpassen oder einfach ignorieren.

Wenn ich z.B. oben sage dass 3.5 aus meiner Sicht das bessere System ist dann ist der Unterschied zum einem marginal - zum anderem bezieht sich dies immer auf eine Rules as Written Betrachtung. Es gibt eben mehr Änderungen die mir nicht gefallen als Änderungen die ich gut finde. Sowohl 3.5 als auch Pathfinder RPG werden aber ohnehin oft mit Anpassungen bespielt - das ganze hat also immer auch etwas theoretisches und man wird im Spiel nicht immer von allen Problemen die es so gibt erwischt.

Meist von nur wenigen.

Wie gesagt: Das System selbst ist immer noch ein gutes. Nur halt nicht unbedingt die große Verbesserung zur 3.5 und wenn man die Änderungen dort tatsächlich genau so übernimmt wie sie dastehen kommt man auch leicht an Stellen bei denen es konkrete Verschlechterungen gibt. Bei denen etwas einfach schlechter funktioniert als vorher.

Ich hab ja oben gesagt dass ich zu 3.5 Zeiten zu gut 80% Barden gespielt hab. Ich liebe die Klasse, und aus meiner Sicht kann sie in 3.5 sogar gut als Ankerpunkt für ein Balancing genommen werden. Ich mag das Flair, ich mag viele Mechaniken und auch wenn ich mal sogar eine Version gebastelt hab als alternativen Barden: Am Ende hat mir auch der 3.5 Barde immer sehr viel Spaß gemacht.

Der Pathfinderbarde ist nun etwas bei dem ich von einer verhunzten Regelanpassung sprechen würde, viele Änderungen dort gefallen mir entweder überhaupt nicht oder sind aus meiner Sicht mit sehr wenig Nachdenken über die Auswirkungen entstanden. Das Gefühl das dort jemand saß und überlegt hat: "Hey, wie können wir dafür sorgen dass diese Klasse mehr Spaß macht, besser funktioniert und ihr Flair transportiert" habe ich nie.

Das war zum Teil in Playtestzeiten noch etwas schlimmer, aber auch die fertige Version ist halt etwas das mir leicht den Spaß an meiner Lieblingsklasse verdirbt. Aber ich spiele trotzdem Pathfinder RPG. Nur halt nicht mehr so oft das was mir am meisten Spaß machen würde. Man kann die Anzahl der Spieler nicht rein auf Regelqualität reduzieren, dafür gibt es zu viele Spieler die zwar mit Regeln unzufrieden sind, aber dennoch aus anderen Gründen mitspielen.

Meinen Barden spiel ich inzwischen halt woanders  -  es ist ok. Manchmal muss man auch einfach Kompromisse machen und nicht erwarten dass das System in allen Dingen toll ist. Manchmal spielt man auch einfach nur etwas weil nichts anderes sich anbietet.

kalgani:
zum barden kann ich leider nix sagen, mit dem konnte ich schon in 3.0 nix anfangen.
aber so wie sich die auswirkungen am spieltisch anhören waren die änderungen eventuell wirklich suboptimal.
kann ich aber wie gesagt nicht beurteilen.

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