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[PF] Kritikpunkte aber auch Lob

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Slayn:

--- Zitat von: kalgani am  9.09.2013 | 17:09 ---zum barden kann ich leider nix sagen, mit dem konnte ich schon in 3.0 nix anfangen.
aber so wie sich die auswirkungen am spieltisch anhören waren die änderungen eventuell wirklich suboptimal.
kann ich aber wie gesagt nicht beurteilen.

--- Ende Zitat ---

Da ich die Änderungen am Barden Live und in Farbe erlebt habe: Jein. Auf eine einzelne Szene oder ein einzelnes Abenteuer bezogen, sind die Änderungen mist, da jetzt auch ein Barde viele Punkte in Knowledge versenken muss. Auf einen AP oder eine Kampagne betrachtet sind sie gut, da jetzt nicht mehr nur eine Klasse ein Mittel hat um schnell, einfach und vor allem billig an die Infos zu kommen.

Greifenklaue:

--- Zitat von: Darius am  9.09.2013 | 09:55 ---Pathfinder macht sogar immer noch Spaß. Nur eben nicht auf den hohen Stufen. Bis Level 8-9 ist alles OK. Da habe ich auch nie das Gefühl, das mir das System um die Ohren fliegt und alle bekommen genug Spotlight.

Zum Vergleich HEX/PF. HEX fühlt sich allerdings schon mal ganz anders an, als es PF je tat. Schnell, bunt, charakterorientiert. Und mit wesentich weniger Optionen und nicht gefühlten 1000 Optionen für meinen Startcharakter.

Aber ganz allgemein: Vielleicht bin ich nicht mehr der Typ Spieler und SL, um Systeme wie PF zu spielen. Ich spielte ja wirklich lange Rolemaster und auch das hat mich nur noch genervt zum Schluss. Wobei ich sagen muss, dass das Rolemaster System wirklich was kann vom Design her. Da kam es nie zu solchen Verwerfungen innerhalb einer Gruppe.

--- Ende Zitat ---
Ich antworte spät, aber ich antworte ^^

Wichtig war mir, darauf aufmerksam zu machen, dass Du einen Ersteindruck nicht mit dem Langzeiteindruck vergleichen kannst. Wolltest Du vermutlich auch nicht.

Jedes der genannten Spiele scheint mir für einen bestimmten Spielstil besonders geeignet zu sein Pathfinder gamistisch, Rolemaster simulativ und HEX narritativ.

Ich leite (und spiele) übrigens zunehmend gerne wieder OneShots, Abenteuer und Kurzkampagnen, einfach weil sie mehr Abwechslung bieten. Andererseits bin ich auch bei drei PF-Abenteuerpfaden fleissig dabei ... Aber ja, Einzelabenteuer machen Sinn. Die Falkengrundsequenz hab ich insgesamt viermal gespielt, lohnt sich, ist aber dungeonlastig.

Arldwulf:
Der Barde ist halt ein gutes Beispiel warum ich Pathfinder sehr einschränkend empfinde, denn letztlich wird er sehr auf eine Rolle festgelegt, und auch die Alternativklassen haben daran für mich immer recht wenig geändert, da sie einfach nur auf andere Rollen festlegten. So richtig nach dem was ich für meine Charaktere wollte war nie dabei. Aber ein Problem ist sicher auch neben diesen Einschränkungen die Nerfkeule. Warum diese ausgerechnet den Barden treffen musste weiß wohl kaum einer. Ich habe trotzdem lange versucht, hab auch ein paar alternate Klassen probiert. Wie gesagt, ich bin da stur. Und über die Jahre hab ich sicher an die 30 Bardencharaktere gespielt, es gibt sicher nicht viel verrücktere Bardenfans.  ;-)

Und ich habe immer gern Barden gespielt. Aber am Ende ist's halt einfach so dass es das falsche System ist dafür.  Es macht trotzdem Spaß, nur halt nicht so viel wie eine wirklich verbesserte 3.5 gemacht hätte.

Feuersänger:

--- Zitat von: Slayn am  9.09.2013 | 16:51 ---Cleave ist da eben so ein Paradebeispiel, dass du erst zu schätzen weißt, wenn du es mal in Aktion gesehen hast, vorzugsweise in Kombination mit Melee-Klassen, die es dann auch noch wirklich sinnvoll umsetzen können, etwa Cavalier/Samurai, Rogue/Ninja oder vielen der richtig deftigen Fighter-Archetypen.

--- Ende Zitat ---

Wie gesagt, ich _habe_ hier einen PF-Fighter in Aktion erlebt, der (von gewissen Fehlinterpretationen abgesehen) genau so gebaut war, wie ein effektiver Fighter sein muss: Stangenwaffe, Power Attack, Combat Reflexes. Und Cleave. Die gefochtenen Encounter waren gegen 2, 2, 3, 5, 1, 5 Gegner. Und bei _keinem_ davon hätte PF-Cleave ein einziges Mal getriggert, weil die Gegner _nie_ nebeneinander standen. Ich weiß nicht, wieviel Beweis man noch braucht, dass der Feat as written Rotz ist?

Ich kann zwar die gute Absicht an der Änderung erkennen -- in 3.5 nimmt in der Tat kaum noch jemand Cleave, der nicht unbedingt muss (wg Prereqs), und erst recht nimmt niemand Great Cleave, weil das jenseits der untersten Stufen quasi gar nicht mehr triggert. Aber frei nach Bert Brecht, gut gemeint heisst halt oft schlecht gemacht.

Davon abgesehen, dass ich jetzt Rogue und Ninja so rein vom Flair her nicht so als die "Cleaver" betrachtet hätte. Aber das Thema mit den "unintuitiven Builds" hatten wir ja schon früher im Thread.

--

Das mit dem Barden finde ich auch schade; ich hab mir die Klasse in PF noch gar nicht angeschaut, aber ich denke Arldi weiß wohl wovon er redet. Jedenfalls stimme ich zu, dass er balancetechnisch in 3.5 sehr schön austariert ist - jedenfalls mit Splatbook-Einsatz (wobei man da auch nur eine handvoll Elemente braucht). Der 3.0er Barde hingegen war in der Tat weitgehend ein Waste of Space, aber die Zeiten sind ja nur wirklich lange vorbei.
Ja, wenn die Klassen auf dem Niveau des 3.5er-Barden austariert wären, das wäre für mich der Idealfall.

edit:


--- Zitat von: kalgani am  9.09.2013 | 16:58 ---was die verfügbarkeit angeht, warum hat es dann nicht irgendein anderes d20 derivat geschafft den status zu bekommen?

--- Ende Zitat ---

Welches, zum Beispiel?

Paizo hat insbesondere marketingtechnisch einiges richtig gemacht. Sie haben zwar in Kauf genommen, ein paar Spieler der "Alten Garde" zu vergrätzen, aber sich dafür eben auf das Potential nachkommender Spieler verlassen. Und sie waren halt zur rechten Zeit am rechten Ort. Sie haben an der genau richtigen Stelle gesagt "Wir machen sowas wie D&D 3.75", und sich dabei von vornherein so breitbeinig aufgestellt, dass sonst keiner mehr die rechte Lust hatte, diesen doch eher begrenzten Nischenmarkt zu umkämpfen.

Schwertwal:

--- Zitat von: Arldwulf am  9.09.2013 | 17:31 ---Der Barde ist halt ein gutes Beispiel warum ich Pathfinder sehr einschränkend empfinde, denn letztlich wird er sehr auf eine Rolle festgelegt, und auch die Alternativklassen haben daran für mich immer recht wenig geändert, da sie einfach nur auf andere Rollen festlegten. So richtig nach dem was ich für meine Charaktere wollte war nie dabei. Aber ein Problem ist sicher auch neben diesen Einschränkungen die Nerfkeule. Warum diese ausgerechnet den Barden treffen musste weiß wohl kaum einer. Ich habe trotzdem lange versucht, hab auch ein paar alternate Klassen probiert. Wie gesagt, ich bin da stur. Und über die Jahre hab ich sicher an die 30 Bardencharaktere gespielt, es gibt sicher nicht viel verrücktere Bardenfans.  ;-)

Und ich habe immer gern Barden gespielt. Aber am Ende ist's halt einfach so dass es das falsche System ist dafür.  Es macht trotzdem Spaß, nur halt nicht so viel wie eine wirklich verbesserte 3.5 gemacht hätte.

--- Ende Zitat ---


Hier würde mich mal interessieren, wie Du das meinst. In Pathfinder kann man doch so viele verschiedene starke Barden spielen - in 3.5 bräuchte man da 'ne Schubkarre, um die notwendigen Splatbooks parat zu haben. Nahkämpfer, Fernkämpfer, Controller, Supporter, Rogue/Scout, all das funktioniert überragend. Dazu gibt es noch zig Nieschenbuilds, die auch so einiges können. Oder habe ich einfach etwas falsch verstanden?

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