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[V:tM] 1e-Campaign (Hintergrund)

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Archoangel:
Mit dem System an sich bin ich sehr zufrieden: Attribute, Skills, Tugenden, Menschlichkeit, Willpower, Hintergründe will ich ja nicht ändern. Nur das Wesen der Vampire soll an meine Vorstellung angepasst werden.

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat ---Gerade die Geschichte mit Chicago bereitet mir schon immer Magenschmerzen.
--- Ende Zitat ---
Bei dem Buch frag ich mich ja immer ob sie da den Spielern nicht besonders viele potentielle Diablerie Opfer anbieten wollten, bei den Horden vom (z.T. reichlich inkompetenten) Siebt- und Achtgenerations Vampiren.
Und ob so ne Mary Sue wie Damien bei den Spielern wirklich gut ankommt ...



--- Zitat ---Wenn ich mir da so manche Citybooks ansehe (allerdings auch schon 1e) da kommt veinem das kalte Kotzen.
--- Ende Zitat ---
AM gruseligsten finde ich ja Konstantinopel (OK das ist Dark Age) ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie ätzend dass sein muss dieses Setting mit Neonaten zu bespielen  ::)


Archoangel:
Eben. Das ganze Diableriekonzept wirkt ... unausgewogen. Blah blah blah es ist verboten und ganz schlimm und die Camarilla jagt alle Diabolisten und tötet sie blah blah blah. Dann schlägt man ein Buch auf und stellt fest: die Hälfte aller Camarilla-Prinzen, Archonten und Justicare sind Diabolisten; und noch besser: der Clan Tremere - die Diabolisten unter Gottes Gnaden - sind die stärksten Beführworter der Camarilla und angesehener gründerclan. Gehts noch? Und wenn du eben nicht nur die dumme Marionette der unzähligen Alten sein willst (jeder Fuckprinz von Kleinscheißhausen ist mindestens siebte Generation!) wirst du geradezu genötigt die armseligen Kreaturen aus den Citybooks von ihrem Leid zu erlösen. Da laufen ja praktische Generationsspender zum Teil schwächer als Startcharaktere rum (7. Gen, 600 Jahre 8 Disziplinspunkte, 23 Fertigkeiten Attribute 6/5/3) ).

Da fand ich eben das Anne Rice Konzept, dass man beim massigen Bluttrinken von Älteren einen Teil ihrer Macht erbt, viel sinnvoller. Sonst artet Vampire mMn immer zu schnell in einen Diableriemarathon aus. Genauso wie die Schwachsinnsregel aus DA: wer nimmt sich bitteschön keine 5 Punkte auf Generation um auf die Siebte zu kommen? Wie die Elyseum/Blach Hand Regeln: lässt man die Spieler frei bauen hat man ein Rudel 5er vor sich sitzen.

Generation ist als alleiniges Konzept zu stark und wird immer zum Highlander-Effekt führen.

Von daher bin ich bis jetzt in meinen Gedanken bei einem Alternativkonzept: (echte) Generation und effektive Generation. Ersteres ist eine Frage der Zeugung, besagt wie weit du von einem Gründer entfernt bist und mit welcher Macht du startest. Letzteres ist ein Wert der sich aus Startgeneration, Alter und Erfahrung zusammensetzt. So kann man z.B. 1850 als 13er anfangen und durch Alter und Erfahrung (ohne Diablerie) in der Neuzeit effektiv ein 7er sein (z.B.). Wenn man dazu noch einen alten Spender findet sogar noch besser.

Das Konzept sieht (momentan) vor die Macht des Blutes von den Blutpunkten abzukoppeln. Wo hat ein Uralter Viertgenerationist denn auch schon seine 50 Plutpunte (=25 Liter) im Körper versteckt, oder sind das alles fette aufgequollene Lemuren? (Und komm mir jetzt bitte keiner mit der fadenscheinigen "Konzentrations"Regel die irgendwann nachgeschoben wurde: er muss nunmal 5 Menschen leerpumpen wenn er sich vollsaufen will, trinkt also 25 Liter; wie das dann konzentriert wird und wo die überflüssige Flüssigkeit hingeht weis Mark Rein alleine ...)

Genauso schwachsinnig ist die "Massenmörder-Schlachtmaschiene" Idee, will sagen: im klassischen vampire verbrauche ich Blut um meine Attribute zu boosten, zu heilen und Celerity zu fahren - und töte nebenbei ganze Familien um als 13.Generationist das Blut verbrauchen zu können. Noch schlimmer: ich kann eben getrunkenes Blut sofort umsetzen, es muss nicht irgendwie über Nacht "vervampirisiert" werden o.ä.

Slayn:
Dann würde ich einen Wert "Blutpotenz" einführen, mit festen Dots und zusätzlich eine temporäre Leiste dazu, ahnlich wie bei Willenskraft.

Die festen Punkte stellen die aktive Generation dar, die temporären Punkte den gepushten Wert, etwa durch altes Blut oder nach einer massiven Sauftour. Als Grundlage würde ich sagen, der temp Balken ist immer Dots x 2.Wenn der temp Balken voll ist, könnte man ggf. diese angesparten Punkte ausgeben um einen weiteren Dot zu bekommen.
Ich würde hier vorschlagen, dass Vampire beim Trinken oder der Diablerie entscheiden können, wohin die Punkte gehen, in den Blutpool oder in die Blutpotenz.
[Nachtrag] Das würde auch das angesprochene "Problem" mit den 25 Blutpunkten elegant lösen. Mit Blutpotenz 5 Dots und vollen Blutpool sind da schon gute 20 Blutspzunkte verbraucht ohne dass der Vamp platzt.

Damit greife ich die vorherige Idee nochmals auf, die Blut-Pool Can-Do Liste:
Je nach Zustand des Blutpools gibt es virtuelle Dots auf Vampirfähigkeiten und bestimmte Boni.
Ein sehr niedriger Blutpool (1-2 Punkte), gibt, je nach Blutpotenz-Wert den man so hat, z.B. bei Blutpotenz 3 dann Celerity 1, Potenz +1, Quietus +1, Spinnenklettern, bei Blutpotenz 7 dann C2, P2, Q2 und Flügel
Bei sehr hohem Blutpool (8-10 Punkte) gibt es dann bei BP 3 Präsenz 1, Dominate 1, usw usw

Hintergrund des Gedanken ist so:
Ich finde die Kopplung von Menschlichkeit, Willenskraft und Pfaden unschön gelöst und sie macht mir im Spiel keinen Spaß. Wenn man es richtig angeht, kann man Frenzy eigentlich immer vermeiden, dafür pumpt man eine Menge Blut sinnlos durch die Gegend.
Da finde ich den Ansatz, auf diese Art und Weise den fließenden Übergang Mensch - Tier bei Vamps zu zeigen, angenehmer. Ein mächtiger aber ausgehungerter Vampir hat dann mehr aktive Jägerqualitäten, ein satter Blutsauger mehr die zivilisierten.

[Nachtrag] Das säre natürlich so ein Ding für Sabbat-Rudel: Ausgehungert, aufgepumpt und losgelassen.

Wellentänzer:
Ich finde die Gedanken hier im Thread wirklich spannend und lese sehr gerne mit. Danke für den Austausch. Einige der angesprochenen Probleme sind mir auch immer schon negativ aufgefallen, etwa die fehlenden mechanischen Auswirkungen von Menschlichkeit oder auch das Misverhältnis zwischen Alter und Generation. Die hier präsentierten Lösungen erscheinen mir kreativ und gut umsetzbar. Vermutlich würde ich im Umbau nicht ganz so weit gehen, aber generell: Hut ab, klingt klasse!

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