Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20

Wirkung von Magie in der Spielwelt

<< < (4/46) > >>

Tudor the Traveller:

--- Zitat von: Feuersänger am 26.09.2013 | 18:29 ---Also, sagen wir, die Magierakademie nimmt Studenten ab Int 15 auf, bemüht sich aber erst ab Int 16 aktiv um Rekrutierung.

--- Ende Zitat ---

ich würde da gar nicht so hoch ansetzen. Ein hoher Stat ist sicherlich für eine High-End Karriere unabdingbar, und auch für den Abenteurer-Alltag nützlich, aber eben nicht zwingend. Imo kann man schon ab INT 13 eine brauchbare Magier-Laufbahn hinlegen, mit den drei Raises bis Level 12 schafft man da auch den 6. Grad. Das dürfte für den mäßig ehrgeizigen Magier genügen.

Dazu kommt sicherlich auch ein signifikanter Anteil an "politisch" motivierten Aufnahmen. Sei es der Adelsspross, der der Akademie gute Beziehungen zur nicht-magischen Elite sichert oder das reiche Kaufmannskind, das mit dem großzügigen Lehrgeld die Forschung des Meisters finanziert.

Feuersänger:

--- Zitat von: Tudor the Traveller am 26.09.2013 | 20:35 ---Dazu kommt sicherlich auch ein signifikanter Anteil an "politisch" motivierten Aufnahmen. Sei es der Adelsspross, der der Akademie gute Beziehungen zur nicht-magischen Elite sichert oder das reiche Kaufmannskind, das mit dem großzügigen Lehrgeld die Forschung des Meisters finanziert.

--- Ende Zitat ---

Okay, das kann ich mir vorstellen -- aber von diesen Fällen abgesehen denke ich nicht, dass sich die Magier darum reißen werden, irgendwelche dahergelaufenen Strolche auszubilden, die nur mäßig begabt sind.
Int 13+ werden ungefähr 14% der Bevölkerung haben -- also nach denen wird keine besondere Nachfrage bestehen. Außer, wir reden über ein Setting, in dem Magie _wirklich_ verdammt weit verbreitet ist, und dann entsprechend ca. 10% der Bevölkerung Magier sind (wenn auch eher schlechte). Aber wollen wir das wirklich?

Zudem sind Int 12-14er für andere Berufe ebenso interessant - eben für die Klassen, die von Int profitieren, aber für die es nicht Primärattribut ist.

Und noch ein Gedanke zu den "Adelssprößlingen" -- da sehe ich in einem stringenten High-Magic Setting auch eher umgekehrt die Entwicklung hin zu Mago- oder Theokratien. Nicht die Herrschenden werden zu Magiern, sondern Magier zu Herrschern. Natürlich nicht alle, aber ein ehrgeiziger Magier hat eben weitaus bessere Karten im Machtpoker als ein ehrgeiziger Weltlicher.
Im Extremfall _gibt_ es gar keine "nichtmagischen Eliten" mehr.
Damit hätte sich auch das dynastische Prinzip weitgehend erledigt, schließlich bringt es nichts, wenn der eigene Stammhalter nur auf dem Pergament ein Arkaner Magister ist. Wenn er nicht wirklich etwas draufhat, wird er vom nächstbesten machthungrigen Magier, der _wirklich_ was drauf hat, abgesägt.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Luxferre am 26.09.2013 | 13:57 ---Wie werden Gefägnisse in Großstädten desigt sein müssen?
--- Ende Zitat ---
Es gibt zwei verschiedene Gefängnisse: Eines für Kleinkriminelle und Schuldner. Wenn da mal jemand ausbricht, wird mit den Schultern gezuckt und ignoriert.

Und dann gibt es noch ein Hochsicherheits-Gefängnis für einflussreiche (lies: politische) Gefangene sowie wichtige kriminelle Zauberwirker.

Hochkriminelle (z.B. Mörder) oder magisch begabte Kriminelle (ohne politischen Einfluss) haben Pech gehabt: Die wandern nicht ins Gefängnis, die werden sofort hingerichtet. Wahlweise unter der Guillotine oder auf dem Scheiterhaufen.


--- Zitat ---Wie wohnt die Oberschicht und wie schützt sie sich?
--- Ende Zitat ---
Da gibt es zahlreiche Varianten:
Die allerhöchste Oberschicht hat wohl einen Leibmagier, der für magische Fallen und magischen Schutz sorgt.

Die mittlere Oberschicht bildet so eine Art Genossenschaft, die sich einen Magier teilen. Das heißt, sie legen alle zusammen und engagieren dafür einen Magier, der dann von Haus zu Haus geht und die Leute dort schützt.

Die untere Oberschicht beschränkt sich auf nichtmagische Fallen. Wenn man diese kreativ anbringt, können sie ebenso tödlich für den magischen Dieb sein.

Desweiteren wird wohl die Strafe, wenn man Magie einsetzt, höher ausfallen, als wenn man die Straftat ohne Magie verübt. - Hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun, schreckt aber potentielle Kriminelle ab. Evtl. führt man extra für magische Verbrechen auch so etwas wie Sippenhaft wieder ein: Wenn man den Magier nicht bekommt, seine Familie bekommt man auf alle Fälle.


--- Zitat ---Wie sind Diebesgilden organisiert?
--- Ende Zitat ---
Ich denke, hier gibt es zwei Arten von Diebesgilden:
Eine Diebesgilde, die exklusiv für magische Diebe da ist. Wobei sich diese hauptsächlich aus Studienabbrechern etc. rekrutiert. - Wer eine magische Ausbildung abgeschlossen hat, muss kein Diebeshandwerk nachgehen, um reich zu werden.

Und dann eine Diebesgilde, die für Nichtmagier da ist. Diese wird wahrscheinlich ähnlich zu mittelalterlichen Diebesgilden organisiert sein und größtenteils aus Beutelschneidern, Trickbetrügern etc. bestehen.


--- Zitat ---Wie sind Stadwache und Inquisitoren/Hexenjäger aufgestellt?
--- Ende Zitat ---
Stadtwache sind im Prinzip nur bessere Nachtwächter: Sie streiten ein, wenn es irgendwo zu Prügeleien kommt oder ein Dieb auf frischer Tat ertappt wird.

Für richtige Straftaten sind sie jedoch nicht zuständig.

Inquisitoren, Hexenjäger und Privatdetektive sind da schon ein ganz anderes Kaliber. Hexenjäger und Privatdetektive werden von der Oberschicht angeheuert und bezahlt, um gestohlene Wertgegenstände wiederzufinden. Evtl. sind sie auch in einer Organisation organisiert.

Inquisitoren sind nur der Kirche unterstellt und arbeiten häufig auf eigene Faust. Sie entscheiden unabhängig von "Spenden", welchen Fall sie übernehmen und welchen nicht.


--- Zitat ---Wie günstig müsste Magie im Alltag sein, um sie wirklich plausibel darzustellen? (Löhne für normale Berufe sind ja recht unplausibel)
--- Ende Zitat ---
Kommt darauf an, für wessen Alltag:
Ich denke, ein Einmalartefakt sollte etwa 1% - 5% der Monatslohn der Zielgruppe entsprechen. (Und da Magier intelligente Leute sind, wird die Zielgruppe wohl eher die Oberschicht als die Unterschicht sein.)

Bei wiederaufladbaren Artefakten kann der Preis auch schonmal locker bei einem Monatslohn liegen. (Auch hier wieder: Monatslohn der Zielgruppe.)


--- Zitat von: Feuersänger am 26.09.2013 | 21:02 ---Okay, das kann ich mir vorstellen -- aber von diesen Fällen abgesehen denke ich nicht, dass sich die Magier darum reißen werden, irgendwelche dahergelaufenen Strolche auszubilden, die nur mäßig begabt sind.
--- Ende Zitat ---
Ich würde Magierakademien mit heutigen Universitäten vergleichen. Wie hoch ist dort der Anteil an der Bevölkerung, die einen Studienplatz bekommt?

Arldwulf:
60% aller intelligenten Charaktere werden Magier? Das klingt mir deutlich zu hoch. Die meisten Leute sind doch Commoner.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Arldwulf am 26.09.2013 | 21:19 ---60% aller intelligenten Charaktere werden Magier?
--- Ende Zitat ---
Ab wann ist jemand für dich intelligent?

Sagen wir mal, ab INT 13 ist jemand intelligent. Laut Feuersänger haben ca. 14% der NSCs INT 13+.
60% von 14% entspricht also 8,4% der Gesamtbevölkerung. Das finde ich in einem durchschnittlich magischen Setting durchaus passend.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln