Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Wirkung von Magie in der Spielwelt
Arldwulf:
Was die Gesellschaftsform betrifft, ich denke dabei dürfte es sich wohl um eine zentralistisch organisierte Gesellschaft handeln. Die normalen Probleme ab einer bestimmten Größe die diese Gesellschaften haben sind durch Magie stark abgedämpft, in so einer Gesellschaft kann der König (oder wie auch immer man den Herrscher nennt) halt tatsächlich überall sein. Auch Überwachung von Untertanen ist deutlich leichter als in unserer Vergangenheit, und Kommunikation kaum ein Problem.
Durch hohen Verwendungsgrad von Magie werden körperliche Eigenschaften weniger wichtig - um dem gegenzusteuern wären Ausgleichsprogramme denkbar. Nach dem Motto: Jeder muss aller X Wochen zur Waffenschulung und zum Training. Weniger als echte Kriegsvorbereitung sondern um die Leute fit zu halten.
Gilden sehe ich in erster Linie als Vermittler und gleichzeitig Abschottung von Techniken. Prinzipiell könnte natürlich jeder das Werkzeug (eben Magie) dieser Handwerker nutzen. Aber die Techniken um damit umzugehen, die Schulung auf welche Details geachtet werden soll passiert dort. Die entstehenden Handwerksstücke dürften von recht hoher Qualität und vor allem (bedingt durch die Einfachheit Dinge herzustellen) einen hohen Wiedererkennungsgrad haben. Ich würde also feine Schnitzereien am Messergriff und auf der Klinge erwarten, sehr ebenmäßige Tonkrüge mit Bildnissen und ähnliches.
Die Schutzmaßnamen der Herrscher stelle ich mir sehr unterschiedlich vor, abhängig von ihrer Gefahrensituation. Der beste Schutz ist natürlich das der Tod eines Herrschers nicht dazu führen würde das der Mörder oder dessen Auftraggeber davon etwas hat. Erbliche Titel sind dafür ein gutes Mittel - man muss dann nicht nur König John, sondern auch Prinz Paul und Prinzessin Josefine und den entfernten Verwandten Maximilian ausschalten um selbst König zu werden. In der nächsten Stufe gibt es mundane Verteidigungsmaßnahmen. Hunde, Vögel, Spione und Wächter im Umfeld, Fallen, mehrstufige Verteidigungsanlagen inklusive einem auch aus der Luft nicht einfach betretbarem Bereich. Pläne um sich seltsam verhaltende Burgbewohner zu entdecken.
Bis hierhin sind die Kosten noch sehr gering.
Als nächstes kommen Schutzzauber - erstmal in Notfallform (z.B. Tränke welche nur bei Gefahr benutzt werden sollen). Die sind auch noch relativ günstig, aber schon spürbar.
Noch teurer sind besonders fähige Personen für den Schutz, diese sind also schon nur noch bei Objekten die wirklich schützenswert sind vorhanden.
Und zuletzt permanente Schutzzauber.
Je nach Gefahrensituation geht man immer eine Stufe höher. Für einen einfachen Adligen auf seiner Burg gibt es keinen Grund große Schutzmaßnamen zu treffen. Ja ihn könnte jemand angreifen und umbringen - aber die Chance ist gering dass jemand dies tun würde. Er kauft sich ein paar Hunde zum Jagen und als Begleiter, sorgt dafür das seine Türen auch durch Knock nicht geöffnet werden können und instruiert seine Wachen was sie so tun sollen.
Das Drowhaus, von Feinden und Rivalen umgeben das jederzeit angegriffen werden kann tut da viel viel mehr.
Feuersänger:
Naja, es geht ja nicht nur darum, sich unangreifbar zu machen, man muss ja auch immer noch mit der Umwelt interagieren, seine Herrschaft ausüben usw. Daher halte ich das mit den extradimensionalen Orten für weniger zweckmäßig.
Und gerade hochstufige Spellcaster haben ja sonst auch noch so einige Mittel und Wege, sich zu schützen, selbst wenn sie sich mitten im Getümmel befinden.
Schlösser sind freilich sowieso nur Prestigeobjekte; ob hingegen Festungen noch sinnvoll sind, müsste man genauer betrachten. Die Absicherung gegen Teleport ist natürlich der erste Schritt. Außerdem bräuchte man eine No-Fly Zone. Das wird ohne Hausregeln schon schwieriger.
Arldwulf:
--- Zitat von: Slayn am 2.10.2013 | 09:18 ---Defensive ist hier stark im Vorteil. Die simpelste und plausibelste Verteidigung ist die unüberbrückbare Distanz. Wenn ausgiebig von Pocket Dimensions und Demi-Planes Gebrauch gemacht wird, ist man erst mal kein anfassbares Ziel mehr.
Ich kann mir da sehr gut vorstellen, das es so etwas wie Schlösser gar nicht mehr gibt, nur noch den symbolischen Eingang zum Domizil des Herrschers und das wars.
--- Ende Zitat ---
Pocket Dimensions haben den Nachteil dass ihre Bewohner erstmal weg sind. Die verbleibenden Leute auf der materiellen Ebene sitzen dann aber immer noch da, brauchen Schutz und suchen sich einen Anführer der ihnen dies bietet. Bauen sich eine Fluchtburg und packen ihre Waffen und Vorräte da hinein, und einen Turm um Gefahren sehen zu können.
Schlösser und Burgen sind ja nicht nur dafür da um einen einzelnen zu schützen. Gleichzeitig ist es auch (wenn man auf dem Level agiert auf dem wir über Pocket Dimensions reden) relativ leicht diese als Schwäche auszunutzen.
Arldwulf:
--- Zitat von: Feuersänger am 2.10.2013 | 09:28 ---Außerdem bräuchte man eine No-Fly Zone. Das wird ohne Hausregeln schon schwieriger.
--- Ende Zitat ---
Eigentlich ist diese gar nicht nötig. Das Schlüsselwort heißt Mehrstufigkeit. Außenbereiche sind mit einer Mauer gesichert, aber dort kommt man auch durch einfaches hineinlaufen rein, das Tor ist ausser im echtem Gefahrenfall offen für Besucher.
Weiter zentral gibt es eine innere Burg (verschlossen). Auch hier geht es evtl. aus der Luft noch herein, doch da der Platz viel geringer ist, sind auch die Entdeckungsgefahren höher.
Ganz innen ist ein Burgturm - der auch aus der Luft nicht einfach betreten werden kann weil er nach oben zu ist. Fliegen ist ein Grad 3 Zauber der nicht ewig anhält. Ein Magier der diese Taktik wählt verschwendet eigentlich Ressourcen. Er wird so oder so nur bis zu einem bestimmtem Punkt kommen - an den er auch zu Fuß oder mit einfacheren Zaubern hätte gelangen können.
Und der Burgherr hat wichtige Dinge halt im innerstem.
Slayn:
--- Zitat von: Arldwulf am 2.10.2013 | 09:28 ---Pocket Dimensions haben den Nachteil dass ihre Bewohner erstmal weg sind. Die verbleibenden Leute auf der materiellen Ebene sitzen dann aber immer noch da, brauchen Schutz und suchen sich einen Anführer der ihnen dies bietet. Bauen sich eine Fluchtburg und packen ihre Waffen und Vorräte da hinein, und einen Turm um Gefahren sehen zu können.
Schlösser und Burgen sind ja nicht nur dafür da um einen einzelnen zu schützen. Gleichzeitig ist es auch (wenn man auf dem Level agiert auf dem wir über Pocket Dimensions reden) relativ leicht diese als Schwäche auszunutzen.
--- Ende Zitat ---
Hast du mal Neverwhere gelesen? Die Beschreibung des House of Doors? Das ist einfach ein dezentral gebautes Haus, dessen einzelne "Räume" verbundene Pocket Dimensions und Demi-Planes sind. Die Eingänge zur Realwelt können nach belieben geöffnet, geschlossen oder verändert werden.
Im Castle Builders Guidebook war glaube ich etwas ähnliches als Beispiel gegeben.
Die Frage ist also, wie "real" ist so eine Stadt auf dem Magie-Niveau überhaupt noch? Ist sie 3- 4 oder X-Dimensional erbaut? Würde man einen Stadtpark errichten oder einen nahtlosen Übergang zu einer Demiplane?
Zu den Assassinen-Optionen fallen mir zwei Methoden ein, die ich damals, als ich sie gelesen habe, sehr geschickt fand. Im alten Psi-PHB (3,5) war, wenn ich mich richtig erinnere, eine Zauberkombination, bei der man den Geist des betreffenden Ziels subtil umschreibt, bis hin eine Kopie von sich selbst zu pflanzen und wachsen zu lassen. Ähnlich gab es im Web Enhancement zum BoVD einen sehr subtilen zauber, mit dem man die Gesinnung eines Wesens erst mal gebrochen hat. Viele Schutzzauber fallen flach, wenn das Wesen erst mal ersetzt wurde.
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