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Wirkung von Magie in der Spielwelt

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Eulenspiegel:

--- Zitat von: Feuersänger am 29.09.2013 | 21:55 ---Wie wir am Tippyverse-Thread gesehen haben, tut man gut daran, einige Zauber aus dem Spiel rauszunehmen und einige der DMG-Richtlinien komplett zu streichen;
--- Ende Zitat ---
Kommt darauf an: Möchtest du eine klassische mittelalterliche Welt, in der es zwar Magie gibt, diese aber keinen Einfluss auf das alltägliche Leben hat? Dann ja, dann müsstest du einige Zauber entfernen.

Möchtest du aber eine Welt, die sich aufgrund der Magie komplett von der unseren unterscheidet? Dann nein, dann sollten die Zaubersprüche erhalten bleiben.


--- Zitat ---Ich habe jdf nirgends eine Klausel gefunden, die gegen sofortigen Reset und Auslösung 1x/Runde sprechen würde. Klar, es ist fader Papf, aber 1. kann der auch gewürzt werden und 2. kann man damit genausogut auch Schweine und Kühe füttern.
--> Jeglicher Ackerbau hätte sich damit erledigt, und eine Stadt von ~50-100.000 Einwohnern kann in Saus und Braus mit massig Fleisch und Milchprodukten leben.
--- Ende Zitat ---
Wäre das aber nichtmal ein interessantes Setting: Eine Mittelalterwelt, in der es keine Bauern mehr gibt?

Bzw. eine Mittelalterwelt, in der Obst und Gemüse Luxusware ist und die einfache Bevölkerung nur "Formfleisch" bekommt. Und anstatt Diskussionen über "Genfood" gibt es dort Diskussionen über "Magiefood".

Oder Militärtrupps, die keinen ellenlangen Tross mit sich rumführen müssen sondern die einfach ein Artefakt dabei haben.

Gerade Zauber, die dafür sorgen, dass sich das Setting von unserer realen Welt unterscheidet, machen das Setting erst interessant.

Feuersänger:
Da beachte man übrigens die Inkonsistenz:
Es gibt reguläre Magic Items, die am Tag genug Essen für 15 Personen erzeugen können, die kosten soundsoviel tausend GP.
Das widerspricht den blödsinnigen Trap-Regeln, die für ungefähr den gleichen Preis zigtausendmal mehr Effekt ermöglichen.

Luxferre:

--- Zitat von: Narubia am 30.09.2013 | 03:42 ---Ich lese mir jedes Regelwerk erstmal mit GMV durch und baue DANN in die Welt ein. Dann gibt's sowas auch nicht in der Welt.

--- Ende Zitat ---

Das ist aber nicht die Frage, Narubia (ich handel übrigens ähnlich, wie Du).

De Frage ist, wie man high-magic konsequent plausibel umsetzt. Einzelne, kleinere Fallbeispiele helfen da übrigens nicht, deshalb habe ich mal einige in enger Berziehung stehender Zauberei genannt. Die Versorgung ist sicherlich ein extrem wichtiger, dazugehöriger Teil.

Ich sehe es nämlich so:

Ein reicher Adeliger hat sein Domizil, welches sicherlich nicht auf dieser Ebene liegt. Dazu ist er permanent vor Ausspähung geschützt und isst sicherlich niemals vergiftete Speisen. Seine Wachen sind unabdingbar loyale Konstrukte, die genau so handeln, wie es es befiehlt. Diese benötigen keine Ruhe und haben außer ihrem Auftrag keinerlei Bedürfnisse. Eine Zone der Wahrheit umgibt seinen Herrschersitz, wie auch evtl ein Sanktum (Friedenskreis, whatever).
Das alles wird ihm durch einige hochstufige Magier gewährleistet.
Dazu kommt nun noch ein hochstufiger Kleriker. Der heilt, belebt wieder, schützt und sorgt für einen wasserdichten Pakt mit dem richtigen Gottgesandten.
Von magischen Artefakten, welche den Adeligen schützen ganz zu schweigen.

Somit haben sich fast alle in der irdischen Geschichte vorkommenden Intrigen, Dramen und Co vollkommen erübrigt.
Ich gehe soweit, dass ein konsequentes umkrempeln von Faerun und Golarion und Co diese völlig anders dastehen ließen.
Warum sollten sich die Höllenritter noch Burgen bauen, wenn die paktierenden Teufel viel größeres, mobileres und mächtigeres erschaffen könnten?

Das als Aufhänger für mehr Ideen, wie es aussehen könnte.
Hängt euch mal bitte nicht zu sehr an Kleinigkeiten auf. High-magic ist mehr, als der theoretische Verbrauch von Eisen für die Herstellung einer magischen Eisenwand. Ein Erdelementar gräbt mir in 24Std derart schnell, was ich brauche, dass ich mich berechtigt frage, was die blöden Zwerge mit ihrer vielen Freizeit so anfangen... Oder ist der Erzabbau nur Beschäftigungstherapie?

Womit ich zu meinem Schluss komme. Magie spart die teuerste Ressource, die man hat "enormst": Zeit.

Feuersänger:
All das deutet weiterhin darauf hin, dass der besagte Adelige selber ein Magier oder Kleriker sein wird. Ein rein weltlicher Herrscher, der sich nur auf irgendein obskures Geburtsrecht berufen kann, wäre nämlich sonst vollkommen vom Wohlwollen seiner Hofzauberer abhängig. Und wir kennen ja alle die Geschichten von bitterbösen Groswesiren, die Kalif werden wollen anstelle des Kalifen.

Ich glaube, ich habe weiter oben vergessen, darauf nochmal einzugehen: es kam die Frage auf "Wollen die Magier denn überhaupt weltliche Macht ausüben?". Nun, die Frage, was "die Magier" wollen, ist irrelevant. Es wird unter Magiern ebenso häufig oder selten machtgeile Individuen geben wie anderswo auch -- nur, dass diese wesentlich mehr Mittel und Wege haben, ihre Interessen durchzusetzen. Es reicht, wenn 1% der Zauberer machthungrig sind, dass mittelfristig dieses 1% die herrschende Klasse stellen wird.
(Deswegen muss es ja keine böswillige Tyrannenherrschaft sein. Ein Magier kann sich auch zur Herrschaft berufen fühlen, weil er aufgrund seines riesigen Gehirns viel besser weiß, wie man der Gesellschaft beim Blühen und Gedeihen helfen kann.)

Analog freilich Kleriker. Im Endeffekt bleibt m.E. nur die Frage, ob ein jeweiliges Herrschaftsgebiet nun eine Mago- oder Theokratie ist. Theokratien sind freilich letzten Endes noch einer höheren Instanz unterworfen, wobei sich sicherlich manche Götter mehr und andere weniger in die Belange der Sterblichen einmischen.

Luxferre:
Und wie sähe es aus, wenn der Adelige aus purem Zufalll einen wohlwollenden Magier (Freund, Sohn, Bruder, Schwester, achwasweiß ich) angestellt hat?
Es geht bei meinem Gedankenspiel doch nicht um den Verrätermagier, Feuersänger. Es geht um plausible Darstellung von high-magic. Und das gibt es bisher einfach nicht.

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