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Mindjammer 2nd Edition

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Achamanian:

--- Zitat von: Slayn am 31.10.2013 | 13:52 ---Der Knackpunkt liegt doch aber eher im Vorhandensein des Charakters als direkter Avatar des Spielers. Die Notwendige Identitätsfrage kann also gar nicht erst aufkommen, weil da eine feste Konstante da ist.

--- Ende Zitat ---

Ich glaube, das ist das Problem: Konzepte wie Eidolons und Bewusstseins-Upload bringen (zumindest subjektiv für mich) die klare Grenze zwischen Spieler und SC ins Schwimmen; ein Charakter, der sich in der Spielwirklichkeit zu stark verfielfältigen und modifizieren lässt fällt mir zu stark mit dem Prozess der extradiegetischen Charaktererschaffung selbst zusammen. Es fällt mir dann schwer, den Charakter noch als unabhängige Figur zu sehen, an dessen Schicksal ich ein Interesse habe, das ganz unabhängig von dem Charakter als Instrument ist, das ich als Spieler an der Hand habe, um meine Zwecke im Spiel umzusetzen.
Will sagen: Wenn die Identität meines Charakters als singuläres Individuum in der Spielwirklichkeit in Frage steht, dann fällt es mir schwer, ihn überhaupt noch als Charakter zu betrachten und nicht als Ansammlung von Zahlen, die bestimmte Spieleffekte haben.

Slayn:
Nur, ganz ehrlich, warum überhaupt noch Charaktere in Spielerhand?

Achamanian:

--- Zitat von: Slayn am 31.10.2013 | 15:08 ---Nur, ganz ehrlich, warum überhaupt noch Charaktere in Spielerhand?

--- Ende Zitat ---

Jetzt hast du mich verloren ...

Slayn:

--- Zitat von: Rumspielstilziel am 31.10.2013 | 15:23 ---Jetzt hast du mich verloren ...
--- Ende Zitat ---

Kennst du das PC Spiel Experience 112? Das wir für mich bisher eines der immersivsten Spielerlebnisse, da ich nur mich spiele, wie ich vor dem Computer sitze. Dabei interagiere ich mit der eigentlichen Protagonistin des Spiels und unterstütze sie dabei, das Abenteuer zu bestehen.

Gerade in Hinsicht auf die angesprochenen Probleme mit der Identität und dem Disconnect, der so einfach nicht aufkommen kann, und mit Blick auf das Oben genannte Spiel, frage ich mich halt, ob man es auch anders machen kann und es trotzdem Spaß macht.

Nur so als Schnellschuss, um meinen Gedankengang zu verdeutlichen: Es gibt einen Agenten Ian Cormac, der auf seiner Mission ist. die Handlungen dieses vernetzten, AI-Verknüpften, Clon-baren (etc.) Protagonisten sind am laufen, werden aber scheitern. Der oder die Spieler sind "Mission Controll" und greifen aktiv in die laufende Handlung ein, um Cormac zu unterstützen.

Achamanian:

--- Zitat von: Slayn am 31.10.2013 | 15:38 ---Kennst du das PC Spiel Experience 112? Das wir für mich bisher eines der immersivsten Spielerlebnisse, da ich nur mich spiele, wie ich vor dem Computer sitze. Dabei interagiere ich mit der eigentlichen Protagonistin des Spiels und unterstütze sie dabei, das Abenteuer zu bestehen.

Gerade in Hinsicht auf die angesprochenen Probleme mit der Identität und dem Disconnect, der so einfach nicht aufkommen kann, und mit Blick auf das Oben genannte Spiel, frage ich mich halt, ob man es auch anders machen kann und es trotzdem Spaß macht.

Nur so als Schnellschuss, um meinen Gedankengang zu verdeutlichen: Es gibt einen Agenten Ian Cormac, der auf seiner Mission ist. die Handlungen dieses vernetzten, AI-Verknüpften, Clon-baren (etc.) Protagonisten sind am laufen, werden aber scheitern. Der oder die Spieler sind "Mission Controll" und greifen aktiv in die laufende Handlung ein, um Cormac zu unterstützen.

--- Ende Zitat ---

Der Gedanke reizt mich wiederum so gar nicht. Kann vielleicht auch dran liegen, dass ich absolut keinen Draht zu Computerspielen habe ...
Wobei ich Spiele, die darauf basieren, dass man gemeinsam eine Story bastelt, wie Fiasko oder Polaris, meistens klasse finde. Aber die Vorstellung, meine Rolle als Spieler da irgendwie im Erzählraum als eine Art "Mission Control" zu verorten, gefällt mir nicht.

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