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[PF] Wie funktioniert bei euch der Level-Aufstieg?

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bobibob bobsen:
Sollte die Gruppe mal sterben fangen die Leute dann wieder bei Stufe 1 an und die die das Glück hatten nicht dabei zu sein behalten ihre höher stufigen Charaktere.
Ich sehe in eurer Regelung mehr Probleme als Vorteile. Wenn aber alle damit zufrieden sind ist ja gut.

Feuersänger:
Ach, mit dem Alter hat das eh nicht viel zu tun. Was ich da schon für Kindergarten erlebt habe, zum Teil von Mittvierzigern oder drüber. Naja, Schwamm drüber.

Bei unseren Festen Runden hat es sich dagegen eingebürgert, dass man als prinzipiell engagierten Spieler bei gelegentlicher Absenz trotzdem die vollen XP gutgeschrieben bekommen hat. Und wenn die Gruppenchemie stimmt, gibt es deswegen auch keine Neidgefühle. Argumente für diese Praxis:
1. Normalerweise _will_ man ja spielen. Wenn man aus irgendeinem Grund nicht mitspielen kann, ist das schlimm genug. Es ist nicht notwendig, dem Spieler dann noch eins reinzuwürgen.
2. Wenn man anfängt, mit den Stufen hinterherzuhinken, kann man entsprechend weniger mechanischen Einfluss auf das Spiel nehmen; und wenn man sich nutzlos vorkommt, sinkt der Spaß am Spiel. So wird nur eine Spirale eingeleitet, dass der betroffene Spieler keinen so großen Wert mehr aufs Mitspielen legt und vermutlich früher oder später ganz ausscheidet.

Andererseits kann ich eben auch nachvollziehen, dass die Gruppe das anders handhaben will, wenn ein Spieler sich eben _nicht_ so besonders engagiert, und sich einem der Eindruck aufdrängt, derjenige spielt nur mit, wenn sonst beim besten Willen keine andere Freizeitbeschäftigung aufzutreiben ist. Oder gar, dass derjenige es halt mal den anderen überlassen will, sich durch die nervigen Lowlevel zu quälen, um dann erst später voll einzusteigen. Wenn man also so einen unsicheren Kantonisten in der Gruppe hat, kann ich schon nachvollziehen, dass man dem ein bißchen Zunder geben will.

Mapugnar:
Die Haltung "Ich war öfter da, ich will mehr, ich will besser sein!" ist für mich kindisches/pubertäres Verhalten. Hätte ja sein können, dass da mehrere Jugendliche mit in der Gruppe sind.

Feuersängers 2 Argumente kann ich nur unterstützen.

Ich würde den Leuten, die regelmäßig dabei sind, mehr Rechte zur Bestimmung der Spielweise einräumen. Also ob mehr Dungeons, Diplomatie, Ränkespiel, Detektivspiel, Rätsel, Kämpfe usw. In deinem Fall wären das wohl 3 Personen, die anderen 12 müssten sich den Bedürfnissen dieser drei dann anpassen.

Narubia:

--- Zitat von: Mapugnar am  2.12.2013 | 02:29 ---Die Haltung "Ich war öfter da, ich will mehr, ich will besser sein!" ist für mich kindisches/pubertäres Verhalten. Hätte ja sein können, dass da mehrere Jugendliche mit in der Gruppe sind.
--- Ende Zitat ---
Für mich ist es kindisches/pubertäres Verhalten, so etwas als "kindisches/pubertäres Verhalten" abzustempeln. Soll heißen, ich kann die Argumentationsweise, die du da anprangerst, vollkommen verstehen.


--- Zitat von: Feuersänger am  1.12.2013 | 20:23 ---Bei unseren Festen Runden hat es sich dagegen eingebürgert, dass man als prinzipiell engagierten Spieler bei gelegentlicher Absenz trotzdem die vollen XP gutgeschrieben bekommen hat. Und wenn die Gruppenchemie stimmt, gibt es deswegen auch keine Neidgefühle. Argumente für diese Praxis:
1. Normalerweise _will_ man ja spielen. Wenn man aus irgendeinem Grund nicht mitspielen kann, ist das schlimm genug. Es ist nicht notwendig, dem Spieler dann noch eins reinzuwürgen.
2. Wenn man anfängt, mit den Stufen hinterherzuhinken, kann man entsprechend weniger mechanischen Einfluss auf das Spiel nehmen; und wenn man sich nutzlos vorkommt, sinkt der Spaß am Spiel. So wird nur eine Spirale eingeleitet, dass der betroffene Spieler keinen so großen Wert mehr aufs Mitspielen legt und vermutlich früher oder später ganz ausscheidet.

Andererseits kann ich eben auch nachvollziehen, dass die Gruppe das anders handhaben will, wenn ein Spieler sich eben _nicht_ so besonders engagiert, und sich einem der Eindruck aufdrängt, derjenige spielt nur mit, wenn sonst beim besten Willen keine andere Freizeitbeschäftigung aufzutreiben ist. Oder gar, dass derjenige es halt mal den anderen überlassen will, sich durch die nervigen Lowlevel zu quälen, um dann erst später voll einzusteigen. Wenn man also so einen unsicheren Kantonisten in der Gruppe hat, kann ich schon nachvollziehen, dass man dem ein bißchen Zunder geben will.

--- Ende Zitat ---
Deine Argumentation ist in sich vollkommen sinnvoll und nachvollziehbar, aber ich kann mal aus der Erfahrung meiner letzten Gruppe sprechen:

Ich habe es zeit meiner Spielleiter-"Karriere" ohne Hinterfragen immer so handhabt, dass die, die nicht da sind, keine Erfahrungspunkte bekommen. insbesondere verteile ich zusätzlich am Ende einer Spielsitzung sog. "Rollenspiel-XP", sprich, wer sich an diesem Tag in seinem Rollenspiel richtig gut dargestellt hat, bekommt einen Bonus. Mit der Zeit haben alle Spieler, mit denen ich zeitweise oder langfristig gespielt habe, diese Praxis übernommen. Das funktionierte immer gut und entscheidende Unterschiede kamen nie zustande. 
So kam es dazu, dass ich mir mal über tiefgreifendere Themen und eben auch dieses Thema mal anriss und mit meinen Spielern diskutierte. Wir sind nach etwa 10-minütiger Diskussion auf den Konkurs "never change a running System" gekommen: Wir wollen, dass Rollenspielleistung und Erscheinen gewürdigt wird. Wir wollen, dass man sich den Arsch aufreißt, damit alle gleichzeitig am Tisch sitzen. Hierzu muss man sagen, dass wir uns relativ viel Aufwand machen, Termine für jedermann erträglich zu machen. Jeder Termin wird über doodle ausgemacht und nur wenn alle zusagen, kommt ein Termin zustande. Wenn dann einer abspringen muss, ist das eben Pech, aber grundsätzlich hatte er eben zugesagt.

Zudem, und das gebetsmühle ich ja mittlerweile wirklich ständig, "kommt es auf die Gruppe an":
Wenn eine Gruppe mit langsamem Aufstieg in Pathfinder in einer storylastigen Kampagne nur mit Kampf-XP spielt, und dann pro Sitzung nur 4 Stunden spielt, dann wird diese gruppe wahrscheinlich nie erfahren, dass da erhebliche Unterschiede zwischen Charakteren aufkommen.
In einer Gruppe mit schnellem Aufstieg in einer Dungeon-Crawling-Kampagne mit einem XP-Umsatz von 1000 XP pro realer Stunde und einer Sitzungsdauer von 8+ Stunden wirst du nach dem ersten Abend einen extremen Unterschied feststellen.

Darum halte ich hier Verallgemeinerungen für absolut unangebracht. Ich denke, jede Gruppe muss das für sich selbst entscheiden (oder eben, wie ich es jahrelang gemacht habe, eben nicht entscheiden).

Darius:
Wir handhaben es jetzt bei uns seit kurzem so, dass der SL ganz einfach ansagt: Ihr seit aufgestiegen!

Also zu dem Zeitpunkt, der ihm passt für die Kampagne. Das entspannt immens, nicht jedem Encounter wird hinterher gejagt. Rollenspiel mit viel mehr story-Fluff wird mehr. Keiner gerät irgendwie ins Hintertreffen wenn er mal 2 mal nicht dabei ist.

Funktioniert bei uns super. Werde ich nur noch so machen.

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