Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Charaktergenerierungsmethode
Rhylthar:
Erm, das Kartenziehen macht es doch gerade, dass man sinnvolle Werte auf wichtigen Stats hat... wtf?
Dass alle Spieler noch dicht beieinander liegen, ist ein angenehmer Nebeneffekt.
Archoangel:
Ähm ... verwende die Methode doch einfach mal zum Spaß um 10-12 Charaktere zu erstellen ... ich wüsste nicht, wo das "unsinnvoll" oder "unausgewogen" sein sollte. Aus dem D&D-Gate hat sich noch keiner über diese Methode beschwert (im Gegenteil) und sie stellt schlechthin DIE sinnvollste Idee dar ein gewisses Maß an Zufall mit einem nahen beieinanderliegen der Charaktere darzustellen.
Alternativ hatten wir auch schon 4W6 take 3 mit Sonderregel: jeder Spieler macht einen Wurf (der SL bei Bedarf den Rest) und alle Charaktere haben genau diese Werte - zuteilen können sie jedoch selbst. Auch hier bleibt das Zufallselement erhalten (und alle haben die selben Attributswerte).
Meine generelle Kritik an pb Systemen:
- sie sind unrealistisch (wir haben ja nun auch keine optimierten Werte - warum also die Charaktere)
- gerade Werte dominieren (weil sie den Bonus freischalten)
- mir erschließt sich nicht, warum der Schritt von 17 nach 18 mehr kosten soll, als der von 8 auf 9, oder der von 12 auf 13
Versteh mich nicht falsch: ich verwende auch pb Systeme, aber niemals die Vorgegebenen. Bei mir ist das dann eher "78 Punkte frei verteilen, maximal ein 18er, keines unter 8 und wenigstens zwei ungerade". Oder eher: "9 Bonuspunkte, maximal zweimal -1 (geben zusätzliche Bonuspunkte), oder einmal -2". Warum pb unterschiedliche Kosten für das selbe Intervall haben sollen erschließt sich mir - wie bereits erwähnt - einfach nicht; ob ich +4/+3/+2/+1/0/-1 oder +3/+3/+3/0/0/0 oder +2/+2/+2/+1/+1/+1 habe ändert doch nichts an der relativen Mächtigkeit der Charaktere - die Präverenz kann man getrost den Spielern überlassen; oder nochmal anders: wenn ich eine Paladose spielen möchte würde ich jederzeit dein obiges sechs mal 13 dem anderen vorziehen.
Archoangel:
--- Zitat von: Feuersänger am 26.12.2013 | 18:05 ---Da liegen zwar die generierten Werte immer in einem sehr engen Rahmen, was die Summe angeht, aber auf Point Buy umgerechnet beträgt die Diskrepanz zwischen ungünstigstem und günstigstem Ergebnis dann doch über 50%, und damit gaukelt dann diese Methode eine Ausgewogenheit vor, die in Wahrheit nicht vorhanden ist.
--- Ende Zitat ---
Hier ist der Entscheidende Satz (die unterschiedliche Betrachtung): Du hast recht ... wenn man die generierten Punkte mit pb verrechnet wird einem eine Ausgewogenheit "vorgegaukelt". Wenn man pb 15 Pathfinder mit pb 15 3.5 vergleicht kommen auch völlig andere Wertigkeiten heraus, auch hier wird eine Ausgewogenheit nur "vorgegaukelt". Wenn ich zwei Charakter mit Pathfinder pb 25 baue wird aber auch nur eine Ausgewogenheit "vorgegaukelt2, da der eine (der auf wenige hohe Stats geht) deutlich schlechtere Gesamtboni hat, als derjenige der ausgewogen baut. Und genau letzteres ist meine persönliche Betrachtungsweise (und komischerweiße auch die aller Leute mit denen ich die letzten 10-12 Jahre gespielt habe). Der Gesamtbonus wird als wichtiger betrachtet als die einzelnen Extremboni. Bei Dir ist dies offensichtlich anders herum, weshalb du immer pb bevorzugen wirst und ich nie. Verstehst Du, was ich meine?
Feuersänger:
--- Zitat von: Rhylthar am 30.12.2013 | 18:48 ---Erm, das Kartenziehen macht es doch gerade, dass man sinnvolle Werte auf wichtigen Stats hat... wtf?
--- Ende Zitat ---
Macht es nicht. Es ist damit ebenso möglich, sagen wir mal lauter Werte um 13 zu produzieren -- damit ist man dann für alle Jobs gleichermaßen untauglich.
Ich habs jetzt nicht im einzelnen nachgeprüft, aber vielleicht ist zu allem Überfluss auch noch möglich, dass der mit der niedrigstmöglichen Punktsumme viele Ungerade hat und der mit der höchsten viele Gerade -- schwupp, erhöht sich die de-fakto Diskrepanz nochmal um ein paar Punkte mehr.
--- Zitat ---- sie sind unrealistisch (wir haben ja nun auch keine optimierten Werte - warum also die Charaktere)
--- Ende Zitat ---
Na und?
"Realismus", ernsthaft? oÔ
Aber bitte: wir sind auch nicht aus dem Holz, aus dem die welterschütternden Helden geschnitzt sind -- behaupte ich mal. Unsere Charaktere hingegen sind das sehr wohl -- zumindest in den Spielen, die ich zocken will. Bauergaming überlasse ich gerne anderen Gruppen.
--- Zitat ---- gerade Werte dominieren (weil sie den Bonus freischalten)
--- Ende Zitat ---
Na und?
Warum sollte man auch Punkte verschenken?
--- Zitat ---- mir erschließt sich nicht, warum der Schritt von 17 nach 18 mehr kosten soll, als der von 8 auf 9, oder der von 12 auf 13
--- Ende Zitat ---
Weil der Anstieg von 17 auf 18 wesentlich wertvoller ist als der von 8 auf 9. So einfach ist das.
--- Zitat ---ob ich +4/+3/+2/+1/0/-1 oder +3/+3/+3/0/0/0 oder +2/+2/+2/+1/+1/+1 habe ändert doch nichts an der relativen Mächtigkeit der Charakter
--- Ende Zitat ---
Das ändert eine ganze Menge! Der mit dem ersten Array wird den mit dem letzten Array locker in die Tasche stecken, bei ansonsten gleichem Optimierungsgrad. Für so ziemlich jede denkbare Klasse (also Vergleich von jeweils 2 Charakteren derselben Klasse, will ich damit sagen).
Die Kartenmethode ist sicherlich rein vom Ergebnis schonmal besser als die blanke Auswürfelei -- aber solange die Endpunkte der Verteilung immer noch die besagten 50% auseinanderliegen, braucht man das nicht als "ausgewogen" zu bezeichnen.
Master Li:
Ich gebe Feuersänger recht. Ein spezialisierter Charakter ist eigentlich immer besser als ein generischer. Und sobald man sich spezialisiert ist ein hohes Attribut wertvoller als mehrere mittelmäßige. Je mehr MAD eine Klasse ist, desto besser kommt sie auch mit letzterem klar.
Beispiel: ein Wizard mit 18 auf Int und 10 auf allem anderen ist besser als ein Wizard mit 14 auf Int und 12 auf allem anderen, obwohl letzteres mehr Punkte hat. Bei einem Fighter(Nahkampf) ist es genauso mit Stärke, bei einem Caster-Cleric mit Wisdom. Für einen Sorcerer gilt das für Cha. und so weiter und so fort.
Nicht, dass man mit dem anderen nicht leben kann und viel Spaß im Spiel haben kann, aber rein von der spielmechanischen Effizienz ist Wizard mit Int 18 besser.
Point-Buy ist in dem Bezug ungeschlagen, da es genau diese Spezialisierung berücksichtigt und gleichzeitig MAD-Klassen von den Kosten leicht bevorzugt, was denen wirklich nicht schadet.
Zu dem Punkt mit den ungeraden Werten: Ich finde es eigentlich eh sinnlos, Werte weiterhin traditionell zu skalieren. Besser wäre eine Reduktion auf WerteBoni. Man hat also nur noch -1,0,+1,+2,...
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