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[3.5] Krieger zu Schwach, aber keine Änderung, dafür neue Kriegerklassen?

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Arldwulf:
Natürlich ist er handlungsunfähig wenn der Gruppenheiler sagt: Ich hab aber keine Heilzauber mehr, und der Kämpferspieler sagt - na ohne geh ich aber nicht weiter.

Ich sag ja auch nicht: "Der Magier kann unendlich weit weiter machen, er braucht nur entweder einen unendlichen Vorrat an Schriftrollen oder aber die Gruppenressource des geheilten Kämpfers mit seinen der Gruppe gehörenden Trefferpunkten".

Wenn man um weiterzumachen begrenzt vorhandene Ressourcen oder eben die Ressourcen der anderen benötigt so kann man sich dies nicht als eigene "Durchhaltefähigkeit" auf die Fahne schreiben.

Für sich genommen hält so ein Kämpfer halt weniger lange durch, denn seine Trefferpunkte sind schneller verbraucht als die Zauber der anderen. Zumal es mit der Heilung und den Buffs ja auch ein Ende findet nachdem diese verbraucht sind.


Dass am Ende alle immer zusammenarbeiten und sowieso oft schon gerastet wird bevor alle ihre Ressourcen komplett verbraucht haben ist doch klar. Nur die Aussage: "Der Kämpfer wird besser wenn häufiger gekämpft wird" ist so nicht ganz haltbar. Er braucht dadurch erst einmal nur mehr Heilung.

Narubia:
1. Der Krieger ist eine megaschwache Klasse. Ich denke, nach dem Bürger, dem Adligen und dem Experten die schlechteste im Spiel.
2. Der Kämpfer ist nicht viel besser. Wenn du eine Gruppe (nehmen wir mal an - Stufe 12) baust, in der du einen Kämpfer einbaust und den durch - na sagen wir mal 8 Kämpfe durchziehst, und der frisst die ganze Zeit Schaden, dann ist am Ende der Kleriker depleted, wenn der den heilen soll. Der Magier oder gar der Hexenmeister ist hingegen sicher noch nicht am Ende. Das Ende des Liedes ist dann also, dass die Gruppe aufhört, weil der Kleriker am Ende ist, weil der Kämpfer seine Ressourcen frisst. Okay, kannst jetzt sagen, "sind ja Gruppenressourcen". Eine Gruppe mit zwei Klerikern, einem Druiden und einem Magier ist in jedem Fall stärker als jede andere Gruppe, in der du eine dieser Klassen mit einem Krieger Kämpfer tauschst, und erst recht langatmiger. Die Langatmigkeit einer Gruppe definiert sich (pauschal gesagt) durch die Anzahl ihrer Zauberslots.
3. Selbst wenn du RECHT hättest und mein unter 2. genanntes Argument nicht greifen würde: Der Krieger Kämpfer wird, wenn wir mal bei den martialen Klassen bleiben, in fast jeder Hinsicht vom Crusader und vom Warblade ausgestochen. Das einzige, was man aus einem Krieger Kämpfer besser machen kann, ist ein One-Trick-Pony a lá Trip-Stachelkette. Das wars aber auch.

Wo Slayn sieht, dass das auf lange Sicht die stärkste Klasse wäre, würde ich daher gerne noch einmal dargelegt sehen.

Arldwulf:
Man muss natürlich dazu sagen: Wie bei so vielem gibt es natürlich auch in D&D 3.5 genug Möglichkeiten dieses Problem zu umgehen. In erster Linie natürlich Zauberstäbe, Regenerationsringe und sonstwelche Dinge um Trefferpunkte ohne direkte Eingriffe der Mitspieler aufzupeppen.

Unter der Vorraussetzung dass der Kämpfer genug Heilung bekommt stimmt das ganze natürlich dennoch, und er kann (ohne dadurch zur stärksten Klasse zu werden) beliebige Anzahlen von Kämpfen lang durchhalten. Funktioniert aber natürlich genauso auch mit anderen Klassen. Auch dort kann ich natürlich Geld in derartige Dinge investieren und dadurch eine längere Durchhaltezeit erreichen.

Slayn:

--- Zitat von: Narubia am  8.01.2014 | 15:55 ---Wo Slayn sieht, dass das auf lange Sicht die stärkste Klasse wäre, würde ich daher gerne noch einmal dargelegt sehen.
--- Ende Zitat ---

Ich denke, das haben sowohl Luxferre als auch ich hinreichend dargelegt: In jeder Situation in der es beim Gruppenspiel um die Gruppe, nicht um den Charakter geht, wird der Fighter im Mittelpunkt stehen oder zumindest stehen können. In den Situationen, in denen es beim Gruppenspiel um die individuelle Leistung des jeweiligen Charakters geht, steht der Krieger natürlich hinten an.

Ich finde bei der Gesamtbetrachtung dann auch mehrere Dinge interessant und auch faszinierend, u.A. auch wie es erscheinen kann, das in einem Gruppenspiel jeder, in jeder Szene, individuelle und volle Leistung zu erbringen hat oder erbringen will und ähnliche Dinge.

Arldwulf:

--- Zitat von: Slayn am  8.01.2014 | 16:10 ---Ich denke, das haben sowohl Luxferre als auch ich hinreichend dargelegt: In jeder Situation in der es beim Gruppenspiel um die Gruppe, nicht um den Charakter geht, wird der Fighter im Mittelpunkt stehen oder zumindest stehen können. In den Situationen, in denen es beim Gruppenspiel um die individuelle Leistung des jeweiligen Charakters geht, steht der Krieger natürlich hinten an.

--- Ende Zitat ---

Dies gilt doch aber für alle Klassen, oder? Wenn es um die Gruppe geht und nicht um den Charakter so ist es ja egal wie die Gruppe zusammengesetzt ist. Der Satz würde sowohl auf eine Gruppe aus Mönch, Barde und Schurke als auch auf eine aus Krieger, Barbar und Kleriker oder Magier, Druide und Paladin zutreffen.

Gleichzeitig ist 3.5 ja ein System bei dem häufiger mal nur einzelne Charaktere glänzen und es Teil des (nicht immer aufgehendem) Konzepts ist dass sich jeweils im Rampenlicht abgewechselt wird. Mal holt der Magier den Gegner per einzelnem Zauber vom Himmel, dann haut der Kämpfer mit der Full Attack einen anderen in einer Runde kurz und klein.

Aber ich kann doch nicht sagen: Der Kämpfer ist die stärkste Klasse - denn die Gruppe zählt und nicht der individuelle Charakter!

Das beißt sich einfach.

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