Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[3.5] Krieger zu Schwach, aber keine Änderung, dafür neue Kriegerklassen?
Slayn:
--- Zitat von: Talasha am 11.01.2014 | 01:03 ---Also nachdem ich den Faden durchgelesen habe bin ich als Systemfremder zu folgendem Eindruck gekommen:
Slayn usw. sagen: Der Job des Sls ist es alle SCs gleichmäßig gefickt werden, deshalb gibt es keine zu schwachen Klassen.
Das klingt schon als wäre der Fighter zu schwach, denn wenn ich als SL nicht gezielt ab und an die Zauberbücher oder die Heiligen Symbole wegnehme oder anders gegen die Herren Magier vorgehe, ist der Fighter im Nachteil. Ich muss also als SL aktiv dem Fighter unter die Arme greifen damit er sich später nicht nutzlos vorkommt.
--- Ende Zitat ---
Man kann das auch noch weiter konkretisieren.
D&D 3E geht von einem bestimmten Satz Grundannahmen aus, welche dann den Schwierigkeitsgrad bestimmen und anhand dessen die Klassen-Balance über die Stufen entstehende Balance entstehen soll.
Da spielt die Formel "4 Encounter auf Gruppenstufe bis zur Rast, 12 Encounter/3 mal Rast bis Level Up" eine große Rolle für die Exp Vergabe und eben auch für das Balancing der Klassen.
Diese Formel ist aber, in der Form, für Neulinge im System gemacht, die sich mit ihren Ressourcen noch nicht so auskennen und muss jeweils für die Leute, mit denen man es zu tun hat, neu angepasst und ausgerichtet werden um weiter einen Effekt zu haben.
Bei einer erfahrenen Truppe kann man ruhig von 8 Encounter auf Gruppenstufe +1 bis Rast, 16 Encounter/2 mal Rast bis Level Up als Grundlage nehmen.
Jetzt kann man, wie hier schon oft genug erwähnt wurde, durch Ressourceneinsatz, einige Klassen durch andere ersetzen und überflügeln lassen. Das klappt aber nur dann, wenn man die Formel für die Schwierigkeit ignoriert und/oder nicht weiter anpasst. Der höhere Verbrauch bedeutet mehr Rast als im Plan vorgesehen war, was wiederum bedeutet man müsste den Leuten eigentlich die EXP kürzen da sie den angedachten Schwierigkeitsgrad nicht geschafft haben.
Wenn die Sache mit dem Schwierigkeitsgrad aber verstanden wird und innerhalb der Gruppe ein Konsens herrscht sich daran zu halten, dann schaut die Betrachtung der Klassen schon wieder ganz anders aus.
Du schreibst so schön, es ist der Job das alle gleichmäßig gefickt werden. Das ist es nicht. Der Job ist es, diese Vereinbarung durchzusetzen und teils auch zu erzwingen, damit sich die Spieler gegenseitig nicht den Spaß am Spiel verderben.
Feuersänger:
Wobei, wenn ich ständig gegen APL+1 Encounter kämpfe, müsste ich doch eher schneller aufsteigen. Ohne nachzuschauen, geschätzt alle 9 Encounter statt 13, geschweige denn 16.
(Für mich ist gerade ein Anreiz, optimierte Charaktere zu bauen, dass sie mehr leisten und dadurch schneller aufsteigen können.)
Rhylthar:
Ergänzend zu Slayns Ausführungen:
Es wird ja auch immer gesagt, Magie ist stärker, weil man immer Magie einsetzen muss, um gegen diese anzukommen.
Mir ist eigentlich nicht klar, warum das ein "Problem" sein soll. Wenn ich nun das andere System betrachte, dass ich lange gespielt habe (SR3), war es da nicht anders.
Gäbe es keine magischen Gegner/Gegenmaßnahmen, würden Magier dort übermächtig werden. Klar, es gibt Entzug, aber irgendwann kann man den so runterschrauben, dass es kein echtes Hindernis mehr ist. Dann noch eine Barriere gegen Kugeln und mundane Gegner, es sei denn sie sind rein mechanisch, werden weggebrezelt. Mein Adept (Elementarmagier) hatte damals auch schon einen Vertrauten und jede Menge Elementare, da wäre einiges möglich gewesen.
Was SR3 anders gemacht hat, war, dass es "getrennt" hat. Der Astralraum war exklusiv für Magier, technische Dinge für mundane. Hier kann es bei D&D zum Problem werden, wenn die Magiebegabten außerhalb des Kampfes die Aufgaben der Mundanen übernehmen. Informationsbeschaffung, etc. Hier muss man dann als SL wohl evtl. eingreifen, um Mundanen trotzdem ihre Spotlights zu besorgen.
Nachteil der getrennten Aufgaben bei SR3:
Der Spielfluss. Wenn ein Großteil der Gruppe däumchendrehend rumsitzt, weil der Magier gerade wieder einen ellenlangen Astralkampf durchführt oder, noch viel schlimmer, ein Decker sich durch IC fräst, ist das todlangweilig. Hat ja seinen Grund, warum Decker in den meisten Fällen für Gruppen als NSC zur Verfügung standen. Wobei Decker in SR3 auch nervig sein könnten, weil sie jedem anderen Charakter, der sonst für das Beschaffen von Informationen zuständig wäre, die Show stehlen. Irgendwo in der Matrix ist ja immer etwas.
Für mich ist es daher normal, dass in einer Welt, in der Magie "normal" ist, sich Gegner darauf einrichten. Oder sich die Welt generell auf Magier eingestellt hat. In den FR (Eberron weiss ich jetzt gerade nicht...) gibt es ein paar Städte, in denen das Nutzen von Magie überwacht/verhindert wird. Müsste Silverymoon nachlesen (bin nicht ganz sicher), ob Athkatla so überwacht wird wie in BG2, könnte auch sein.
Slayn:
--- Zitat von: Feuersänger am 11.01.2014 | 10:11 ---Wobei, wenn ich ständig gegen APL+1 Encounter kämpfe, müsste ich doch eher schneller aufsteigen. Ohne nachzuschauen, geschätzt alle 9 Encounter statt 13, geschweige denn 16.
(Für mich ist gerade ein Anreiz, optimierte Charaktere zu bauen, dass sie mehr leisten und dadurch schneller aufsteigen können.)
--- Ende Zitat ---
Es geht ja erst mal um das Etablieren eines "Normal"-Werts. Also was ist der normale Schwierigkeitsgrad für diese Gruppe. Wie viele faire Encounter sind drin bis die Ressourcen auf Null sind.
Mehr "Leistung" auf kosten von höherer Rast-Frequenz ist aber ein Nullsummenspiel, wenn nicht sogar ein Rückschritt. Mehr "Leistung" bei erwartet Rast-Frequenz sollte aber auch einen EXP-Zugewinn geben, ebenso wie "Leistung" über die Rast-Frequenz hinaus.
Hier kommt, btw., auch das zum tragen was der Christian angesprochen hatte. Wenn man diesen Encounter-Gedanken voll und ganz durchexerziert, dann passt man sich immer dem schwächsten Mitglied der Gruppe an anstatt konstant zu versuchen das stärkste Mitglied der Gruppe zu fordern.
Talim:
--- Zitat von: Talasha am 11.01.2014 | 01:03 ---Das klingt schon als wäre der Fighter zu schwach, denn wenn ich als SL nicht gezielt ab und an die Zauberbücher oder die Heiligen Symbole wegnehme oder anders gegen die Herren Magier vorgehe, ist der Fighter im Nachteil. Ich muss also als SL aktiv dem Fighter unter die Arme greifen damit er sich später nicht nutzlos vorkommt.
--- Ende Zitat ---
Das ist nicht notwendig. Man muss nur von 0815 weg und alle SCs fordern.
--- Zitat von: Feuersänger am 11.01.2014 | 10:11 ---Wobei, wenn ich ständig gegen APL+1 Encounter kämpfe, müsste ich doch eher schneller aufsteigen. Ohne nachzuschauen, geschätzt alle 9 Encounter statt 13, geschweige denn 16.
(Für mich ist gerade ein Anreiz, optimierte Charaktere zu bauen, dass sie mehr leisten und dadurch schneller aufsteigen können.)
--- Ende Zitat ---
Streng genommen müsste man dann die SC höher einstufen. So wie ich das CR anpassen, wenn ich Gegner optimiere, muss ich auch die Stufe der SC anpassen, wenn sie optimiert sind.
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