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[Ernst gemeinte Frage] Führt Pathfinder zum Munchkin-Gaming?

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Grimtooth's Little Sister:
Ernst gemeinte Antwort - nein, gar nicht, es liegt alles an der Gruppe, wie immer.

Marduk:
Ernst gemeinte Antwort: Nein. Was PF aber tut ist Powergaming fördern. Es ist nun mal sehr leicht bei PF powergaming zu betreiben und daher zieht ein solches System natürlich auch vermehrt Spieler an, welche ihre Spielbefriedigung daraus ziehen. Ist ja an sich nichts schlechtes.
Natürlich kann man PF auch anders spielen, sollte dann aber auch die entsprechende Gruppe haben und sich bewusst sein, daß andere Systeme den gewünschten Spielstil eher unterstützen.

Luxferre:

--- Zitat von: Marduk am 29.01.2014 | 00:27 ---Ernst gemeinte Antwort: Nein. Was PF aber tut ist Powergaming fördern. Es ist nun mal sehr leicht bei PF powergaming zu betreiben und daher zieht ein solches System natürlich auch vermehrt Spieler an, welche ihre Spielbefriedigung daraus ziehen. Ist ja an sich nichts schlechtes.
Natürlich kann man PF auch anders spielen, sollte dann aber auch die entsprechende Gruppe haben und sich bewusst sein, daß andere Systeme den gewünschten Spielstil eher unterstützen.

--- Ende Zitat ---

Wenn Pathfinder optimierungsbewusste Spieler anzieht, was mag dann wohl die Intention des Spieldesigns gewesen sein? Ich finde, dass diese Frage gern außer acht gelassen wird. Gerade von der Fraktion, die PF/D&D gern verteidigt (wie ich selbst lange Zeit).
Das Design des Systems ist ganz klar und deutlich auf einen gewissen Effekt, bzw. eine bestimmte Mechanik ausgelegt:

Herausforderungsbewältigung --> führt zu --> Belohnungssystem wird aktiviert (aka Schätze und Verbesserung der Fähigkeiten) - bei einer grundsätzlichen larger-than-life Mentalität, was die Charaktere angeht.


Die Prinzipien von PF sind übrigens auch hervorragend an der Menge der Regelanteile der Regelwerke abzulesen:

- Fertigkeiten sind fast zu vernachlässigen (und damit meine ich nicht nur das spärliche Fertigkeitenkapitel, sondern auch die dazugehörigen Artikel (Kapitel sind es ja schon gar nicht mehr) in Folgeprodukten. Auch die daran geknüpfte Ausweitung von regelgetragenem Charakterspiel ist recht flau.
- Ausrüstung (mundan und magisch) hat einen enormen Anteil an: Artwork, Buchseiten, Regeln.
- Feats: holla die Waldfee. Um ein Vielfaches mehr an Seitenanzahl der Fertigkeiten. Und nichteinmal ein Bruchteil der Feats beschäftigt sich mit Fertigkeiten ...
- KAMPF: okay, ist in jedem gängigen RSP-System wichtig. Sollte hier aus der Argumentationslinie raus genommen werden ...
wenn da nicht so viele der Belohnungsmechaniken dran geknüpft wären, die ich vorher ansprach (Erfolgsgarantien eingeschlossen). Dass es auch anders geht (regelseitig und vonwegen Belohnungssystem) zeigt zB HârnMaster, wo man belohnt wird, wenn man nachhaltig unbeschadet überlebt!

Aber ich will das jett nicht stammtischpsychologisch auseinanderdividieren. Die Ausrichtung meiner Argumentation und Meinung sollte klar geworden sein.

Arldwulf:
Ich bin immer noch dafür Seiten zu lesen anstatt sie zu zählen. Den Inhalt zu bewerten. Gleiches Recht für alle, diese Quervergleiche bezüglich der Seitenzahlen waren nie besonders sinnvoll.

Aber es stimmt natürlich dennoch... Pathfinder RPG sprach von Beginn an die höher schneller weiter Fraktion an. Es gab dazu vor ein paar Jahren auch mal die Aussage das Ziel (bezogen auf das Powerniveau) sei es die Grundregeln auf das Niveau von 3.5 + Zusatzbänden zu bringen. Und mit den eigenen Zusatzbänden steigt dies dann eben noch weiter an. Ein paar der extremeren "schaut mal was ich machen könnte" Kombinationen welche nur Gedankenexperimente sind, gehen zwar nun nicht mehr, dafür ist aber was man im tatsächlichem Spiel sieht im Durchschnitt etwas stärker.

Aber die oberste Designprämisse war letztlich ja auch "wiedererkennbar als 3.5 Abkömmling"
Die meisten Dinge die man an Pathfinder RPG kritisieren kann, den Kampffokus, das Balancing, die teilweise unübersichtlichen und umfangreichen Regeln, 15 Minutentage und ein Powerlevel jenseits von gut und böse... all das sind Dinge welche man auch bei 3.5 natürlich bereits kritisieren könnte. Die für das System stehen. Pathfinder RPG arbeitet sie noch etwas heraus, nutzt dies um das Spielgefühl einzufangen.

Man kann halt nicht gleichzeitig sagen: macht mir was wie 3.5 und sich dann drüber ärgern dass sie es tun, und dabei besonders die Merkmale herausarbeiten welche besonders auffällig und prägend sind.

Luxferre:

--- Zitat von: Arldwulf am 29.01.2014 | 08:00 ---Ich bin immer noch dafür Seiten zu lesen anstatt sie zu zählen. Den Inhalt zu bewerten. Gleiches Recht für alle, diese Quervergleiche bezüglich der Seitenzahlen waren nie besonders sinnvoll.

--- Ende Zitat ---

Ja, das hast Du schon immer zur Verteidigung der 4E herangezogen, das Argument und ich bin noch immer nicht einverstanden. Zumindest nicht pauschal.
Denn natürlich zählt der Inhalt des Gesagten. Ich schreibe selbst ungern ausführlichst, wenn ich etwas versuchen kann auch kurz auf den Punkt zu bringen.

Nichtsdestotrotz bleibe ich auf meinem Standpunkt sitzen, wie Käster es sagen würde. ;)

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