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[Ernst gemeinte Frage] Führt Pathfinder zum Munchkin-Gaming?

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Greifenklaue:
Ich lese ja ab und an deutsche PF-Diarys. Da hab ich eher selten das Gefühl, dass es da sonderlich Hack'n'slayig zugeht.

@Optimierungszwang: Den seh ich nicht. Man kann seinen SC locker auch ein, zwei Nebenaspekte verpassen, dadurch, dass man genug Talente bekommt, ist es keineswegs nötig, alles auf das Eine zu fokussieren. Kann man natürlich, muss man aber nicht. Auch sind die SC trotzdem noch ziemlich gut, wenn man das macht (und streuen sozusagen ihre Nutzbreite).

Slayn:

--- Zitat von: Dr Klaue am 29.01.2014 | 10:30 ---Ich lese ja ab und an deutsche PF-Diarys. Da hab ich eher selten das Gefühl, dass es da sonderlich Hack'n'slayig zugeht.

@Optimierungszwang: Den seh ich nicht. Man kann seinen SC locker auch ein, zwei Nebenaspekte verpassen, dadurch, dass man genug Talente bekommt, ist es keineswegs nötig, alles auf das Eine zu fokussieren. Kann man natürlich, muss man aber nicht. Auch sind die SC trotzdem noch ziemlich gut, wenn man das macht (und streuen sozusagen ihre Nutzbreite).
--- Ende Zitat ---

Ich so so leicht das Gefühl, es ging im Eingangsbeitrag nicht um den Optimierungszwang, sondern um den Darstellungszwang.
Man formt ja in PF seinen Charakter viel mehr aus als in 3.5 und startet auch mit einigen "fertigen" Charakter, bei dem Hintergrund und Flair auch fest mit Regeln und Regelelemente zementiert wird, eben durch die Traits, die im Idealfall Campaign-Traits sind und den Archetype, der einen Charakter auch sofort in die richtige Richtung stößt.

Greifenklaue:
@Slayn: Ist richtig, das führt erst Gorilla hier an.

Hatte alles am Stück gelesen und wollte den Punt nochmal aufgreifen.

Arldwulf:

--- Zitat von: Archoangel am 28.01.2014 | 18:24 ---Was bringt mir eine Gruppe, die auf Stufe zwei ein Rudel Oger tötet und ab Stufe 5 auf Drachenjagd geht?
--- Ende Zitat ---

Mhh, klingt schon ein bisschen wie die Kritik an der Optimierung und dem Powerlevel, auch im Ausgangsthread.

Arkam:
Hallo zusammen,

ein Munchkin ist für mich jemand der die Regeln eines Spiels bricht um einen mächtigeren Charakter zu bekommen. Das ist bei Pathfinder aufgrund der ausführlichen Regeln nicht so leicht möglich.
Beim Belauschen unserer beiden Spielleiter kamen eher zwei andere Aspekte zum Tragen.
Spieler sind eher nicht bereit sich aufgrund des bespielten Hintergrunds einschränken zu lassen. Sobald also etwa fernöstliche Charaktere oder auch Pistoleoros ins Spiel kommen wird keine Rücksicht mehr auf den Hintergrund genommen. Ein Spielleiter der hier die Spieler einschränkt oder von ihnen einen passenden Hintergrund fordert wird als einschränkend wahrgenommen.
Zudem tauchen manchmal Differenzen zwischen der Situation und den Regeln auf. Wir bespielen etwa in unserer Runde derzeit einen Abenteuer Pfad bei dem eine Seuche in einer Stadt wütet. Klar das Artefakte und magische Gegenstände die heilen können begehrt sind und schlechter zu bekommen sind. Nach den Regeln muss ein solcher Gegenstand in einer Stadt der bespielten Größe vorhanden sein genau so wie zum Beispiel ein Samurai Schwert.
Klar verweigern unsere Spielleiter so gewisse Optionen. Das tun sie aber nicht weil sie überfordert sind oder das Abenteuer gesprengt würde sondern weil sie und ich und wahrscheinlich auch die anderen Mitspieler ihre Argumente verstehen.

Ich habe bei Pathfinder und D&D und seinen Ablegern immer wieder den Eindruck einer Angst Spirale.
Die beginnt eigentlich mit dem Challenge Rating. Eine Herausforderung soll die Gruppe etwa 50% ihrer Ressourcen kosten. Da die Autoren ihr System ja kennen sollten geht man davon aus das das für einen optimal aufgestellten Charakter, oder sogar optimal auf die Herausforderungen dieses konkreten Abenteuer Pfads aufgestellten Charakter gilt. Als Spieler erlebt man das als Drohkulisse. Also optimiert man mit Foren und Internet Hilfe seinen Charakter. Möglichst noch mit allen möglichen Feats aus Zusatzbüchern die der jeweilige Spielleiter nie gesehen hat. Solche Charaktere können dann schon Mal ein Abenteuer, gerade bei unerfahrenen Pathfinder Spielleitern, sprengen. Also wenden sich diese an ein Forum oder suchen im Internet. Auch eine Herausforderung kann man natürlich optimieren oder gar Herausforderung, Ort und Art der Herausforderung optimieren. Das Wissen natürlich auch die Spieler und die Angst Spirale dreht sich weiter. In meiner Gruppe kam es immer wieder schon Mal vor das ein erfahrener Spieler den Tod der Charaktere vorhersagte einfach weil eine Herausforderung auch Mal hart sein kann und mehr Ressourcen kosten kann.
Das führt dazu das einige Spieler extrem auf Regeln pochen und jede Abweichung, siehe oben verdammen. Wo diese dann von den Vereinbarungen in der jeweiligen Runde abweichen mag man sie schon Mal als Munchkin bezeichnen. Gerade bei Patfinder und D&D und seinen Ablegern kritisch gegenüber stehenden Runden prägen solche Spieler gerne das Bild des Spiels.

Gruß Jochen

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