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[Ernst gemeinte Frage] Führt Pathfinder zum Munchkin-Gaming?

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Feuersänger:
So, meine Gedanken zum Thema SC/NSC-Klassen, oder generell zum Thema Optimierungsgrade von NSCs im Vergleich zu SCs.

These: die Rädchen müssen so zusammenspielen, dass die SCs im Großteil der Encounter einen _massiven_ Vorteil haben, und nur sehr wenige Encounter der Gruppe überhaupt ernsthaft gefährlich werden können.

Das sind dann so Fälle wie Stufe 2 Party vs CR6. Wenn die Kreaturen dieses CR6 Encounters auch noch gleich stark optimiert sind und genauso intelligent gespielt ewrden wie die Party, _wird_ mit locker 80% Wahrscheinlichkeit mindestens ein SC draufgehen, und die Gesamtsiegchancen betragen nur ~50%.

Und mit nur einem Encounter ist es ja nicht getan. Das ist das, was ich mit Iterativen Wahrscheinlichkeiten meine:
ich hab jetzt nicht nachgerechnet, wie es bei PF ausgelegt ist, aber bei 3.5 braucht eine Party die berühmten 13,33 Durchschnittsencounter für einen Levelup. (Ich glaube, in PF sind es beim Medium Advancement deutlich mehr.) Das heisst also, um z.B. auf Level 15  zu kommen, muss man satte _200_ Äquivalent-Encounter siegreich absolvieren.
Wenn jetzt bei jedem einzelnen das Todesrisiko nur _2%_ betrüge, wären die Chancen, jemals diesen Level zu erreichen, quasi nichtexistent. Zu 98% Wahrscheinlichkeit endet man als Monster-Snack.

Daraus folgt: das Versagensrisiko pro Encounter muss wirklich, wirklich, wirklich niedrig sein. Wir reden hier von etwa 0,1%. Aber eben andererseits ohne dass die Spieler das unbedingt merken. Die wollen ja schwitzen.

Anmerkung; auch mit Raise Dead sollte man es freilich nicht übertreiben. Niemand sagt was, wenn der Zauber 1, 2mal pro Kampagne zum Einsatz kommt. Aber wenn er alle 3 Tage fällig wird, weil der SL wieder mal nicht verknusen konnte, dass seine kostbaren NSCs zusammengefaltet werden, dann macht das auch keinen Spaß mehr.

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat ---Ich wäre geneigt zu behaupten das V:tM "Munchkin"-Verhalten stärker fördert als PFRPG.
Einerseits gibt es bei V:tM einige für sich genommen herausstechend effektive Methoden der Charaktergestaltung.
Andererseits entsteht bei V:tM durch die mitunter ausbaufähig Formulierung der Regeln eine starke Neigung die Regeln mitunter sehr individuell hinsichtlich der Anwendung bzw. Effektivität auszulegen.
--- Ende Zitat ---
Der Unterschied zwischen Pathfinder und V:tM ist das man bei Pathfinder einen Char mehr oder weniger komplett bis Level 20 durch planen muss, weil sonst der Char auf Höheren Leveln nutzlos wird.

Bei V:tM geht die Stärke der Gegner nicht Automaisch mit dem Level hoch, so das da nicht so ein Druck besteht sich mit dem Regelwerk auseinander zusetzen, zudem zielt V:tM nicht auf Herausforderungs orientiertes bzw. kampflastiges Spiel ab. (Und ehrlich gesagt macht der Kampf mit den Regeln auch nicht wirklich Spaß, ich hab jedenfalls bei DnD noch nie erlebt das der SL nach 2 Kampfrunden das ganze mit "so ich glaub euch mal das ihr die Gegner schon irgendwie plattmacht" abgebrochen hat. )

Und die V:tM sind zwar schwammiger formuliert, aber bei Pathfinder und DnD gibt es einfach viel mehr Optionen gibt was es quasi garantiert das man irgendwelche überpowerten Kombis finden kann wenn man lange genug sucht. Zudem hat man bei Pathfinder auch tatsächlich zugriff auf die Optionen während man beim V:tM in der Regel erst den SL breitklopfen muss damit er mal nen Lehrmeister rüberwachsen lässt, und ob es die ganzen Scherereien die man davon hat sich mit dem Lehrmeister einzulassen bzw. den Preis den der fordert überhaupt wert war steht noch auf einem ganz anderen Blatt (und von den Ewigkeiten die man braucht um die nötigen XP zusammen zukratzen will ich garnicht reden). Sorry aber Vampire ist einfach nur der totale Spaßkiller unter der Rollenspielen als Munchkin kann man sich da ausleben wenn man selber der SL ist.

Grimtooth's Little Sister:

--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 29.01.2014 | 19:59 ---Der Unterschied zwischen Pathfinder und V:tM ist das man bei Pathfinder einen Char mehr oder weniger komplett bis Level 20 durch planen muss, weil sonst der Char auf Höheren Leveln nutzlos wird.

--- Ende Zitat ---

Das ist doch nicht wahr. Ich plane meine SCs selten vor, und die meisten, mit denen ich am Tisch spiele, auch nicht. Online, ja, da passiert das öfter mal.



--- Zitat ---Bei V:tM geht die Stärke der Gegner nicht Automaisch mit dem Level hoch, so das da nicht so ein Druck besteht sich mit dem Regelwerk auseinander zusetzen, zudem zielt V:tM nicht auf Herausforderungs orientiertes bzw. kampflastiges Spiel ab. (Und ehrlich gesagt macht der Kampf mit den Regeln auch nicht wirklich Spaß, ich hab jedenfalls bei DnD noch nie erlebt das der SL nach 2 Kampfrunden das ganze mit "so ich glaub euch mal das ihr die Gegner schon irgendwie plattmacht" abgebrochen hat. )


--- Ende Zitat ---

Doch, ich mach das oft genug, und einige SLs mit denen ich regelmässig spiele, auch. Grad bei Online-Spielen, weil sich Spiele sonst im Kampf totlaufen. Vielleicht nicht nach 2 Runden, aber wenn die SCs 5 Oger matschen, schaffen sie in der Regel auch 10. Das muss man nicht ausspielen.

bobibob bobsen:

--- Zitat ---Daraus folgt: das Versagensrisiko pro Encounter muss wirklich, wirklich, wirklich niedrig sein. Wir reden hier von etwa 0,1%. Aber eben andererseits ohne dass die Spieler das unbedingt merken. Die wollen ja schwitzen.


--- Ende Zitat ---

Ich stelle mal die These auf das das nicht gelingen wird. Wenn die Chance zu sterben bei 0,1% liegt wird es automatisch langweilig für die Spieler.

Grimtooth's Little Sister:

--- Zitat von: Feuersänger am 29.01.2014 | 19:09 ---
ich hab jetzt nicht nachgerechnet, wie es bei PF ausgelegt ist, aber bei 3.5 braucht eine Party die berühmten 13,33 Durchschnittsencounter für einen Levelup. (Ich glaube, in PF sind es beim Medium Advancement deutlich mehr.) Das heisst also, um z.B. auf Level 15  zu kommen, muss man satte _200_ Äquivalent-Encounter siegreich absolvieren.
Wenn jetzt bei jedem einzelnen das Todesrisiko nur _2%_ betrüge, wären die Chancen, jemals diesen Level zu erreichen, quasi nichtexistent. Zu 98% Wahrscheinlichkeit endet man als Monster-Snack.

Daraus folgt: das Versagensrisiko pro Encounter muss wirklich, wirklich, wirklich niedrig sein. Wir reden hier von etwa 0,1%. Aber eben andererseits ohne dass die Spieler das unbedingt merken. Die wollen ja schwitzen.

--- Ende Zitat ---

Aber damit behauptest du, man braucht Encounters um XP zu vergeben - wenn man XP überhaupt noch nutzt. XP kann es für 100 andere Dinge geben, und die meisten SLs die ich kennengelernt habe, nutzen das auch.

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