Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
[Ernst gemeinte Frage] Führt Pathfinder zum Munchkin-Gaming?
Feuersänger:
--- Zitat von: Slayn am 29.01.2014 | 20:53 ---ich frag mich ja, wie du da drauf kommst.
--- Ende Zitat ---
Wie gesagt, ich habs nicht nachgerechnet, aber laut mittlerer Advancement-Tabelle braucht man doch deutlich mehr XP zum aufsteigen? Und die Gegner sind im zugeordneten CR eher gesunken, aber das wird nicht kriegsentscheidend sein. Man behalte aber im Hinterkopf, dass PF-Gegner deutlich mehr HP haben als ihre 3.5-Vorbilder.
Grimtooth's Little Sister:
--- Zitat von: Slayn am 29.01.2014 | 20:53 ---ich frag mich ja, wie du da drauf kommst. Mir geht der Aufstieg in den APs oft schon zu schnell, sprich Level 1 bis 4 im ersten Band eines AP alleine, das in ca. 6 Wochen gespielt, das ist rasant.
Ein klares Jein zu den Story Awards. Bestimmte Encounter Kampflos lösen gibt Story Award EXP, mehr sind es aber die geschlossenen "Mini Spiele" und damit verknüpften Szenarien, die EXP geben.
--- Ende Zitat ---
Ja, die Levelaufstiege sind mir auch bei PF noch zu schnell und ich bremse da oft ab.
Story Awards liegen ja in der hand des SLs und nicht nur an dem was im AP/sonstigem Abenteuer steht. Wenn ich halt den Fokus vom Kampf weg auf Story lege, dann muss ich halt mehr Story Awards raushauen.
Aber ich verwende XP meist gar nicht mehr individuell, sondern für die ganze Gruppe damit alle gleichzeitig leveln.
Ein Dämon auf Abwegen:
--- Zitat --- ich habe noch nie länger als ne halbe Stunde über einen Charakter nachgedacht und maximal die "üblichen Feat-Schienen" im Hinterkopf gehabt bei der Erschaffung.
--- Ende Zitat ---
Auch das ist in Gewissem Maße ein Vorrausplanung.
Teylen:
--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 29.01.2014 | 19:59 ---Der Unterschied zwischen Pathfinder und V:tM ist das man bei Pathfinder einen Char mehr oder weniger komplett bis Level 20 durch planen muss, weil sonst der Char auf Höheren Leveln nutzlos wird.
--- Ende Zitat ---
Ich halte den Unterschied für weniger gravierend. Zumal man bei V:tM bereits von Start an auf unterschiedliche Sachen einen Wert legen kann und sich damit einen formidablen Vorteil verschafft.
Es ist meines Erachtens kein Zufall das aus der Storyteller-Ecke erst das harte Geschimpfe hinsichtlich von Powergamern [im negativen Sinn] aufkam, noch das Munchkin Bites bereits 2004 erschien und ein Erweiterungspack hat. Wohingegen PFRPG wesentlich später sein fett weg bekam.
Hinsichtlich der Auseinandersetzung mit dem Regelwerk bietet das VtM GRW iirc auf knapp 1/4 der Seiten coole Kräfte, auf etwa einem halben Dutzend Seiten Vorteile und Nachteile. Daneben gab es mit nahezu jedem Erweiterungsband mehr coole Kräfte, Kombinationskräfte und weitere Vorteile und Nachteile. Wenn man sich nicht gleich 70+ Seiten magische Pfade und Rituale gönnte.
Daneben kennt V:tM durchaus Herausforderungen und kommt dem geneigten SL damit entgegen das es ihn nicht mit Vorgaben oder Einschränkungen hinsichtlich der NSC belastet. Der Kampf kann Spaß machen und wird gespielt, ist aber, sofern man dicht am Regelwerk bleibt, twinky. Gerade mit den Disziplinen.
V:tM hat aber an der Stelle noch ein viel größeres Problem als die normalen "Encounter" und Pet-NSCs. Das System erweckt mitunter den Eindruck das es eine richtig tolle Idee ist damit PvP zu spielen. Wo man sich dann auch als SL bzw, Mitspieler nicht um sinnvolle Absprachen bezüglich Regeln die nicht unbedingt hilfreich detailliert sind (Präsenz. Stufe 1, 3, 5 voraus) drücken kann oder einen Kampf handwedeln.
--- Zitat ---Und die V:tM sind zwar schwammiger formuliert, aber bei Pathfinder und DnD gibt es einfach viel mehr Optionen gibt was es quasi garantiert das man irgendwelche überpowerten Kombis finden kann wenn man lange genug sucht.
--- Ende Zitat ---
Die gibt es auch bei V:tM. Neben den überpowerten Kombis aus den GRW können sich Spieler munter bei diversen Büchern bedienen.
Zum Großteil ohne das einem der Spielleiter später größere Scherereien macht. Wer sich so etwas wie Mentor antut ist selber doch Schuld. Hätte er mal auf Generation, Willenskraft und in die Merits-Sektion investiert. Wenn es schon etwas cooles mit einem anderen Char sein muss. Retainer oder gleich einen Spirit Slave.
Feuersänger:
Bei PF kann man die individuelle XP-Vergabe durchaus auslassen; XP ist ja dort keine Ressource wie bei 3.5.
--
Egal, nochmal zurück zum Hauptthema:
Wenn ich mir Archos Beschwerden so durchlese, scheint mir da auch das Kernproblem ein völlig unterschiedlicher Erwartungshorizont zu sein im Vergleich zu dem, was PF bietet und unterstützt. Für "Ein Schuster und ein Schneider und auch ein Stadtratsschreiber gehen auf die Walze" ist es halt schlicht das falsche System.
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