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Quo vadis, Pathfinder?

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Grimtooth's Little Sister:
Ich glaube, wenn ich noch mal mit einer Gruppe Golarion als Karte nehme kicke ich den ganzen Ballast komplett und nutze einfach nur die Karte und die very basics. Insgesamt wird es mir langsam ein wenig zuviel Zeugs  >:(

Text:

--- Zitat von: Hunter9000 am  4.04.2014 | 10:02 ---Hast du dafür eventuell einen Link? Hab auf die Schnelle nichts gefunden.

--- Ende Zitat ---

Das läuft wohl unter dem Titel "Ruins of Pathfinder".

Auf die Schnelle habe ich diese beiden Links gefunden:
http://paizo.com/threads/rzs2pofn?Lucents-Ruins-of-Pathfinder-Reign-of-Winter
http://paizo.com/campaigns/RuinsOfPathfinderTheQuestForArcadia/recruiting&page=1

Guennarr:
Wer zwingt euch dazu, alles zu verwenden?

Vielleicht schreibe ich nochmal was ausführlicheres: Ich kann deiner, Luxeferre, Logik in deiner Zitatsammlung nicht ganz folgen. Ich vermisse immer noch ein Eingehen darauf, dass im überhaupt dritten Begleitband des Settings, im Gazetteer, bereits alle Regionen inkl. Numeria vorgestellt wurden. Du kannst noch sehr darauf rumreiten, dass die ersten APs mangels Ausarbeitung der restlichen Teile der Inneren See alle in Varisia spiwlen mussten: Das ändert nichts daran, dass Golarion nie als weitere Realms, Greyhawk o.ä., sondern als Pulp-Setting ausgelegt war.

Das mag dich als Europäer stören, in Amerika wird da allerdings auf eine reichhaltige Tradition, die der Pulp-Romane mit ihrer eigenen Science-Fantasy-Anmutung aufgebaut. Wenn du alle Bände dein Eigen nennst, dann lies dir bitte den Gazetteer durch und behaupte danach bitte nicht mehr, alles hätte sich mit dem Weltenband geändert: Der stellt nur den dann schon dritten Weltenbeschreibungsband sar, in dem Numeria dann zum dritten Mal als "Technologienation" mit barbarischen Bewohnern beschrieben wurde.

Könntest du diese Hinweise vielleicht einfach zur Kenntnis nehmen und es dann auch als logische Konsequenz akzeptieren, dass ab und an auch in solchen abgelegeneren und inhaltlich exotischen Regionen der Spielwelt ein AP angesiedelt wird?

Wie du sicherlich auch in den Paizo-Boards gelesen hast, soll Numeria nicht zum "Technologieexporteur" Golarions werden die Region und die mit ihr verbindenen Begleitbände werden noch mehr in sich hermetisch abgeschlossen sein, als zB Alkenstern, das ja doch hier oder dort ein paar Feuerwaffen exportieren soll.

Gut, das war jetzt doch etwas länger.
Ich weiss noch nicht, ob ich die Zeit habe, auf jedes einzelne deiner Eigenhitate einzugehen, aber ich fände es begrässenswert, wenn du im Gegenuug auf meinen nunmehr dritten Hinweis auf den Gazetteer eingehen könntest.

Ansonsten wird das hier nämlich endgültig zum Monologthread.

P.S. Handyposting, daher mit eingebauten Rechtschreibfehlern.

Guennarr:

--- Zitat von: Luxferre am  4.04.2014 | 11:20 ---Das "Quo Vadis" ist erstmal ganz grundsätzlich eine Frage.

Dabei geht es nicht um den Weg Pathfinders zur Kreuzigung, wie hier wohl einige annehmen möchten. Es ist die einfache Frage, wohin sich die Marke, die Identität und das Team von pathfinder orientiert. Welchen Weg sie einschlagen.
Und diesen Weg gehen sie zunehmend ohne mich, einen Kunden der ersten Minute.

Bullshit würde ich übrigens gar nicht mal sagen. Solche polemische Äusserungen werden mir ja gern in den Mund gelegt, genau wie ein Subtext, der da schlicht nicht steht.

Übrigens gehe ich mitnichten soweit, wie Narubia seinerzeit, der Golarion aus vollstem Herzen ablehnt, weil er Polen wiederfindet, Nordstaatenamerikaner in Andoran, griechische Demokratien ebenda, Ägypten und sonstwiewelche Punkte.
Worum es mir geht sollte aber mittlerweile klar sein.
Und damit beanspruche ich selbstverständlich die alleinige Wahrheit. So. Basta.
--- Ende Zitat ---
Dann fange ich mal von hinten nach vorne an:
Pathfinder ist schon von Anfang an als Pulp-Setting konzipiert gewesen:
- Erik Mona, Editor in Chief bei Paizo, hat als sein "Pet-Projekt" die Planet Stories aus der Taufe gehoben - eine Reihe in der viele nicht mehr verfügbare Pulp-Klassiker neu aufgelegt wurden. Siehe hier auf der Paizo-Seite. Die Reihe wurde inzwischen auf Eis gelegt, aber die Vorlieben der Leute dort sind doch recht gut erkennbar.
- In inzwischen drei Setting Bänden (1. Gazetteer, 2. Campaign Setting, 3. Inner Sea World Guide) wurden dem Setting immer neue Details hinzugefügt, aber am Kern davon inkl. einiger etwas exotischerer Regionen wurde nichts geändert.
- Paizo erklärte ein paar Mal, dass sie den einen oder anderen exotischen AP durch "normalere" abwechseln. Dass nach inzwischen rund 80 AP-Bänden etwas häufiger exotische Regionen dran kommen, dürfte verständlich sein. Varisia ist nun z.B. wirklich oft genug besucht worden.
- Paizo zitiert viel und gerne die ganz alten D&D-Auflagen und -Traditionen, dazu noch ein paar früher lizenztechnisch heikle Dinge, die nun eher funktionieren: Die gerne verwendeten Cthulhu-Elemente lassen grüßen... Dazu gehören halt auch Module wie dieses hier. Mag sein, dass es nicht dein Geschmack ist, aber es ist eines der bekanntesten klassischen D&D-Module - und Paizo zitiert und interpretiert gerne solche Klassiker.

Aus all dem dürfte hoffentlich klar werden, dass man mitnichten von einer Entwicklung des Settings in eine bestimmte Richtung sprechen kann.
Der einzige Grund dafür, dass Varisia zu Beginn öfter dran kam, war, dass zu Beginn von Golarion nicht mehr als Varisia verfügbar war. Denn Paizo musste ja bekanntlich innerhalb weniger Monate eine ganze Spielwelt aus dem Boden stampfen. Varisia war als ein Privatsetting eines der Paizo-Mitarbeiter schon im großen Ganzen verfügbar, aber im Gazetteer (s.o.) war bereits ganz glasklar skizziert, wie sich jede der Regionen (auch die noch nicht entwickelten) anfühlen würden. Golarion hat in den letzten fünf Jahren viele Abenteuer und Begleitbände gesehen, in denen angedeutete Infos präzisiert wurden (Aroden ist tot u.a.m.), aber von den ursprünglichen Charakterisierungen der Regionen wurde nichts zurückgenommen.

Belassen wir es also am besten dabei: Den klassischen Part, der zu Beginn schon da war, hast du am liebsten bespielt.
Die schon von Anfang an vorhandenen Pulp-Elemente kommen nun stärker zum Vorschein und fördern deinen Verdruss.
Aber auch dann solltest du ja aus den inzwischen fünf Jahren Material, die du überwiegend toll findest und den zu erwartenden weiteren Bänden, die für dich immer noch z.T. ok sein sollten, genug Material herausschlagen, mit dem du deine Freude finden wirst.
Dann bespielst du halt ein "entpulptes" Pulp-Setting.

So, das dürfte hoffentlich reichen. Eine Brücke ist gebaut. Wenn du die auch wieder einreißen willst, kann ich dir auch nicht mehr helfen. ;)

LG
Günther

Archoangel:
Gerade wenn man sich die Ursprünge unseres Hobbies anschaut stellt sich doch ohnehin die Frage: kann man ein FRPG überhaupt ohne SciFi-Elemente spielen?

... und natürlich kann man das, es stellt sich eben die Geschmacksfrage: Conan oder HdR? Gygax hat sich offensichtlich für Conan entschieden, weltumspannende gut-gegen-böse Kampagnen hatten ja mit dem Gygaxschen Greyhawk nichts zu tun und mit Arnesons Blackmoore schon mal gar nicht. Hinzu kommt ja bekanntlich ein Magiesystem, dass bei Jack Vance entlehnt wurde, welcher seine Story ja in der fernen Zukunft unserer Erde spielen lässt ... überhaupt scheint mir die Verquickung von Fantasy und SciFi nicht nur naheliegend sondern auch extrem fruchtbar zu sein - wie man ja auch gerade im äußerst beliebten StarWars-Universe sehr schön sehen kann. Auch die anderen großen Alten der Autorenwelt haben damit eher keine Probleme gehabt, wie man bei Leiber, Asprin, Brooks usw. gut sehen kann. ist eben literarisch eher die "low fantasy" Schiene, oder eben "Sword&Sorcery", wem die Begrifflichkeit lieber ist.

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