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Pro und Contra Golarion

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Glühbirne:

--- Zitat von: Text am  5.05.2014 | 18:04 ---
Was ist mit Aventurien?
Magst du das mal etwas ausführen? Ich steh grad auf dem Schlauch.
(Ist schon ne Weile her dass ich in Aventurien unterwegs war)

--- Ende Zitat ---

Ich weiß zwar nicht, ob er darauf hinaus will, aber in Aventurien gibt es auch eine Zusammenballung verschiedenster Subsettings mit unterschiedlicher Stimmung und Technologielevel. Dazu kommt, das viele Aventurien-Spieler einen Faible für das Spielen von Heute hier, morgen da haben. Einige der größeren (und kleineren) Kampagnen hetzen einen durch fast alle Subsettings.

Slayn:

--- Zitat von: Text am  5.05.2014 | 18:04 ---Was ist mit Aventurien?
Magst du das mal etwas ausführen? Ich steh grad auf dem Schlauch.
(Ist schon ne Weile her dass ich in Aventurien unterwegs war)
--- Ende Zitat ---

Das hat mit dem Maßstab zu tun. Bei Golarion haben sie den richtig angewandt und eine reguläre Reise durch ein Land, viel mehr noch, durch eine Klimazone dauert einfach recht lang. Varisia von Nord nach Süd ist, wenn ich es richtig im Kopf habe, ein Ding von fast 2 Monaten.

In Aventurien hat man den Maßstab verkackt, sowohl von den Distanzen innerhalb einer Region als auch innerhalb einer Klimazone. Von "Schweden" nach "Italien" oder in den "Dschungel"? Maximal 2 Wochen Reisezeit.

Gerade das ist witzig: Den Flickenteppich-Charakter des Settings bekritteln der, wenn man Reise- und Distanzregeln anwendet, nicht auftritt weil es praktisch unsinnig bis unmöglich ist dass sich die Rassen und Kulturen hier so vermischen würden, wärend oft Aventurien, bei dem "Indianer" 2 Wochen entfernt von der "Französischen Hauptstadt" leben als gang und gebe, teils sogar als realistisches Design angesehen werden.


--- Zitat von: Text am  5.05.2014 | 18:04 ---Mal provokativ gefragt: Wäre unsere Realität ein gutes Setting?
--- Ende Zitat ---

Nö. Die versteht ja jetzt schon keiner ^^

MrFarbulous:
Ich sehe Golarion als eine grob skizzierte Welt. Diese Skizze dient als Ausgangsbasis für jedwede Art von Kampagne.  Mit dem Start jeder Kampagne setzte ich den Fokus auf eine Region, stelle diese „scharf“. Aus den anderen Regionen lasse ich soviel rein, wie es halt passt. Je nach Spieler-Charakter und Vorlieben der Gruppe kommen Themen/Regionen/Plott-Elemente halt rein oder nicht. Das gilt auch für die Beziehung zu den Nachbarländern, der geschichtlichen Bedeutung von Ruinen oder der Aufstieg und Fall einer Stadt. Dieses Baukastensystem ist meiner Meinung nach die große Stärke.

Andere Settings passt man sich auch an. Wenn man eine Nation/Kultur nicht mag, dann tauchen Elemente dieser Nation/Kultur nur am Rande auf oder werden tot geschwiegen. Je nachdem wie detailliert die „offizilelle“  Welt beschrieben ist, kann das aber schwierig sein. Ich habe meinen ersten Rollenspiel-Motivationsknick gehabt, als die DSA-Romane erschienen sind und es zunehmend zur Folge hatte, dass die Spieler bestimmte Darstellungen für „falsch“ empfunden haben, weil es in Roman X anders dargestellt wurde. Ich hatte das Gefühl, dass wir nicht mehr unser Aventurien am Tisch gespielt haben, sondern immer mehr eingenordet wurden. Bei Golarion habe ich, trotz der Romane, das Gefühl, es ist genug Platz für die eigene(n) Version(en). Meine liebste Spielwelt ist Eberron. Die Nationen & Machtgruppen ergeben dort ein unheimlich dichtes Netz, dass man aber auch nur als Ganzes wirklich nutzen kann. So eine Anpassung an die Eigenen/Gruppenbedürfnisse ist da auch schwierig. In Golarion funktioniert so ein „Wünsch Dir Was“ einfach besser.

Idee/These: Golarion besteht aus vielen bunten Lego-Steinchen. Man steck sich die Steinchen zusammen, die man mag. Damit das Ganze dann nicht so kantig aussieht, stellt man das ganze kurz in den Ofen und wenn es schön weich ist, formt man seinen individuellen Baustein nach Maß. Oder so… ?!

Ich finde diesen Wunsch nach einer Welt „aus einem Guss“ immer schwierig. Ich glaube nämlich, dass sich eine hypothetische Weltbeschreibung „Erde 2014“ schwer tun würde, diesem Anspruch gerecht zu werden. Aber da habe ich mir noch keine abschließende Meinung zu gebildet und das wäre wohl eher ein eigene Thread.

Slayn:

--- Zitat von: MrFarbulous am  5.05.2014 | 18:30 ---Ich finde diesen Wunsch nach einer Welt „aus einem Guss“ immer schwierig. Ich glaube nämlich, dass sich eine hypothetische Weltbeschreibung „Erde 2014“ schwer tun würde, diesem Anspruch gerecht zu werden. Aber da habe ich mir noch keine abschließende Meinung zu gebildet und das wäre wohl eher ein eigene Thread.
--- Ende Zitat ---

"Wie? Die leben direkt nebeneinander und verstehen sich nicht mal? Warum haben die andere Kulturen wenn sie Nachbarn sind? Warum, wenn es eine Gemeinsprache gibt, verstehen die nur so wenige?...."

Darius:
Ich finde, man sollte sich einfach mal klar machen, was Golarion sein soll und was dahinter steht.

Golarion soll ein Kampagnensetting für die Pathfinder Produkte sein. Was machen die aus? Pf Produkte sind vor allem andere Abenteuerpfade und Abenteuermodule. Diese spielen immer in einer der Regionen Golarions. Man verlässt diese Region eigentlich nie während dieser Kampagnen. Für sich genommen sind die Regionen meiner Meinung nach durchaus gelungen und haben ihren Reiz. Jede Region für sich einen eigenen.

Ich mag also die Regionen und die Geschichten darin. Ob die gesamte Welt jetzt so konsistent wie Mittelerde ist, lässt sich leicht beantworten. Ist sie nicht! Sie ist aber einfach wie oben bereits erwähnt, einfach nicht dafür entwickelt worden. Auf Golarion soll alles spielbar sein. Und zwar jeweils für einen AP oder ein längeres Modul. Vom Piraten-Setting, über Horror, Kleinstaaterei, klassische Fantasyregionen, Urwald, Pharaonen bis hin zu mega Citys.

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