Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Pro und Contra Golarion
La Cipolla:
Als ein Alleinstellungsmerkmal würde ich (im klassischen Fantasy-Bereich) übrigens auch noch das zu 95% total durchgängige Art Design hervorheben wollen. Unabhängig davon, ob einem der Stil gefällt: Die Illustrationen passen so gut zueinander wie in keinem anderen Standard-Fantasy-Spiel, das ich kenne, und sie sind auch sehr gut priorisiert und illustrieren das Setting hervorragend.
Ist für mich neben dem "du kannst alles tun" tatsächlich auch das größte Argument für das Setting.
MrFarbulous:
Ich finde es stark vereinfacht, aber passend.
Unter der Annahme, dass die von Darius formulierten Ziele so im Design gewollt waren, bedingt das ein gewisses Maß an blassen Stereotypen und bietet wenigen Platz für eigen, neu Ideen. Schon gar nicht, wenn sie der allgemeinen Vorstellung der "breiten Masse" abweichen. Das ist dann im der Verwendungszweck dieser Welt und umreißt ziemlich genau, was man erwarten kann. (=> Der Hammer ist gedacht um Nägel in die Wand zu schlagen.)
Wenn einem jetzt das Designziel komplett egal ist oder absichtlich ignoriert wird, kann es dazu kommen, dass man mit völlig falschen Erwartungen ("Dieses Werkzeug hilft mir bei meinem Regal") dieses Spielwelt/ den Hammer) herangeht oder eine Inkompatibilität feststellt (Hammer=>Schraube) die man im Vorfeld hätte erahnen können. Auf so einer Erfahrung dann alles schlecht zu reden ist aus meiner sich auf Augenhöhe mit dem Kunden aus obigem OT.
Im Grunde ist Beides eine Beispiel für eine ungenaue/falsche Erwartungshaltung.
Ich würde Golarion nie jemanden empfehlen, der auf der Suche nach etwas neuem, kreativen ist oder der neuen Impulse sucht. Schon gar nicht jemanden, der schon viel gesehen hat oder selber eine Quell unendlicher Ideen ist. Aber es erfüllt (s)einen Zweck für die von Darius angesprochenen Punkte durchaus.
Um dieses Argument vorweg zu nehmen: Wenn jemand eine schlecht entworfene Welt verspricht und diese dann auch liefert, sind das 100 von 100 Punkte. Es muss einem nicht gefallen, aber für Leute, die so etwas mögen, ist dann genau das drin, was sie suchen.
@Narubia: Vielleicht ist da ja auch schon der springende Punkt: Golarion ist mMn kein mittelalterfantasy-Setting, zumindest nicht im Ganzen. Und so versteht es sich auch nicht.
Guennarr:
Der letzte Beitrag bringt das ganze sehr schön auf den Punkt.
Viele hier sind einfach beleidigt, weil Golarion nicht das liefert, was sie (!) sich von einem Fantasy-Setting grundsätzlich versprechen.
Hier stellt niemand die Frage, was das Setting überhaupt abliefern soll. Wenn die Frage umgekehrt gestellt würde: "Welches generische fantasy setting ist am besten für Pathfinder geeignet?" Oder: "Welches Setting bietet den einfachsten Einstieg/ liefert einfach stereotypische Clichés, in denen sich jeder zurecht findet?", dann wären die Antworten und Reaktionen wohl anders ausgefallen.
Aber bei dieser Fragestellung projeziert jeder nur, inwiefern ein vorgegebenes Setting (hier Golarion) den eigenen Wunschvorstellungen entspricht.
off topic: Damit sind wir bei einem anderen Grundübel, an dem leider fast alle Foren kranken: Jeder darf alles schreiben und behaupten. Beweise für das Gegenteil sollen gefälligst die anderen liefern. :p
P.S. Ihr braucht mir nicht wieder Beschützerinstinkte zu unterstellen. ;) Es dürfte hoffentlich klar werden, dass es mir um die Diskussionsführung ging. Und wenn ihr diesen Thread sorgfältig verfolgt, werdet ihr feststellen, dass hier noch ein paar weitere kritische Stimmen waren.
Text:
Stimmt schon, Guennar. Es kommt auf die Fragestellung an.
Aber ich habe schon bewusst so gefragt wie ich gefragt habe.
Mir ging es nicht darum, zu beweisen dass Golarion gut oder schlecht ist.
Mir ging es gar nicht um gut oder schlecht - sondern um mögen oder nicht mögen.
Um Bei dem Beispiel mit dem Hammer und dem Schraubenzieher zu bleiben:
Man kann zwar versuchen zu beweisen dass der Schraubenzieher nicht schlecht ist, obwohl man damit keine Nägel in ein Brett hauen kann.
Aber man sollte nicht versuchen, zu beweisen dass der Kunde den Schraubenzier gar nicht schlecht findet.
Ich finde es viel spannender zu verstehen, welches Problem der Kunde denn genau hat und warum er mit dem Schraubenzieher so unglücklich ist.
Anstatt zu beweisen dass der Schraubenzieher gut und der Kunde dumm ist.
Greifenklaue:
Pro: Golarion ist sehr knapp beschrieben. Kannte ich vorher quasi nicht und finde das genial. Zwei oder vier Seiten zu einem Land reicht völlig, wunderbar!
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