Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Pro und Contra Golarion
La Cipolla:
Du meinst den Weltenband: Innere See, der ist als Produkt wirklich wahnsinnig gut, ja. Einer der nutzerfreundlichsten Settingbände, die ich kenne. Golarion selbst ist ja durchaus detaillierter beschrieben, etwa in den Softcover-Companions. Kann man aber natürlich wunderbar ignorieren, mache ich tendenziell auch. ^^
Greifenklaue:
Aber selbst die sind wunderbar knapp. Ich kenn da noch 300 Seiten-Wälzer von anderen Systemen zur Beschreibung von Klein-Berningen-Vorstadt. *erstick*
Sirrefitz:
--- Zitat von: GK am 6.05.2014 | 23:36 ---Pro: Golarion ist sehr knapp beschrieben. Kannte ich vorher quasi nicht und finde das genial. Zwei oder vier Seiten zu einem Land reicht völlig, wunderbar!
--- Ende Zitat ---
Du würdest den Hellfrost Gazeteer mögen, stell ich mir vor.
Darius:
Es stimmt natürlich auch, dass man sich über Geschmack nicht streiten kann. Ob es einem jetzt gefällt oder nicht ist und bleibt rein subjektiv.
Ein reines und konsistentes Mittelalter-Fantasy Setting ist Golarion nicht. Darf es aber auch gar nicht sein. Was sind denn typische Mittelalter-Fantasy Settings, die nahezu komplett und plausibel ausgearbeitet sind? Mir fallen da als Beispiele Mittelerde oder auch GRR Martins Westeros ein.
Und wer so einigermassen bei klarem Verstand ist, der spielt ja niemals D&D/Pathfinder auf Westeros oder Mittelerde. Finde ich zumindest.
"Wir teleportieren jetzt Gollum mit dem Ring direkt in den Schicksalsberg, weil wir sind Level 15 und haben eine Magier dabei! Und zwar von Bruchtal aus!"
"OK, wir sind jetzt alle Level 18. Gut, dann gehen wir nach Kings Landing, töten Joffrey, samt Königsgarde, lösen bei den Lannisters ein Erdbeben aus und setzten uns alle auf jeweils einen eisernen Thron. Wie...? White Walker? Wir haben einen Kleriker dabei."
Das ist jetzt sehr überspitzt, aber in wirklich plausibel und wirklich konsistenten Mittelalter Welten ist Pathfinder vollkommener Quatsch. Man braucht eine so bunte und in Regionen unterteilte Welt, in der offenbar in jeder Region ein wirklich großer Oberbösewicht sitzt, der eigntlich schon vorher alles hätte unterjochen können, weil er mega mächtig ist, aber auf die 4 Helden wartet, die zusammen genommen dann die ganze Welt beherrschen könnten. ;)
Luxferre:
--- Zitat von: Guennarr am 6.05.2014 | 22:35 ---Viele hier sind einfach beleidigt, weil Golarion nicht das liefert, was sie (!) sich von einem Fantasy-Setting grundsätzlich versprechen.
--- Ende Zitat ---
Ich bin nicht beleidigt. Erst ernüchtert, dann ablehnend. Und ja, Golarion liefert etwas Elementares nicht. Plausible Konsistenz. Aber das hatte ich schon in meinem Quo Vadis Thread, den ich dichtgemacht habe.
--- Zitat ---Hier stellt niemand die Frage, was das Setting überhaupt abliefern soll. Wenn die Frage umgekehrt gestellt würde: "Welches generische fantasy setting ist am besten für Pathfinder geeignet?" Oder: "Welches Setting bietet den einfachsten Einstieg/ liefert einfach stereotypische Clichés, in denen sich jeder zurecht findet?", dann wären die Antworten und Reaktionen wohl anders ausgefallen.
--- Ende Zitat ---
Doch, ich. Diese Frage habe ich mir oft und ausgiebig gestellt. Auch im Freundeskreis diskutiert. Ich wundere mich, wie Du auf Deinen Gedanken kommst, dass dem nicht so sei.
Abgesehen davon entspricht Deine Meinung doch meiner Fastfood-Theorie. Ich frage mich auch, was daran jetzt so schlimm sein soll, dass Du (mal wieder *sigh* ) in eine reaktionäre Verteidigungshaltung fallen musst.
--- Zitat ---Aber bei dieser Fragestellung projeziert jeder nur, inwiefern ein vorgegebenes Setting (hier Golarion) den eigenen Wunschvorstellungen entspricht.
--- Ende Zitat ---
Oder wie sich Golarion entwickelt hat. Oder ob es einem nach Jahren des Spiels noch ausreicht. Oder ob man davon wirklich satt wird. Oder, oder, oder ...
--- Zitat ---off topic: Damit sind wir bei einem anderen Grundübel, an dem leider fast alle Foren kranken: Jeder darf alles schreiben und behaupten. Beweise für das Gegenteil sollen gefälligst die anderen liefern. :p
--- Ende Zitat ---
Oh ja, armer Guennarr. Du bist der letzte Ritter und Verteidiger ... warte ... bist Du Arldwulf? >;D
--- Zitat ---P.S. Ihr braucht mir nicht wieder Beschützerinstinkte zu unterstellen. ;) Es dürfte hoffentlich klar werden, dass es mir um die Diskussionsführung ging. Und wenn ihr diesen Thread sorgfältig verfolgt, werdet ihr feststellen, dass hier noch ein paar weitere kritische Stimmen waren.
--- Ende Zitat ---
Okay, dann lese meinen letzten Kommi bitte mit der nötigen Portion Humor. Dass man Dir das gern unterstellt liegt vielleicht nicht nur an "den anderen" ;)
Ich finde meine Kritikpunkte nachwievor valide. Ich glaube nicht, dass viele Leute hier Golarion so lange bespielen, wie ich. Als Kind der allerersten Stunde pinsel ich mir das mal auf meine Flagge. Und ich habe Golarion mitnichten abgeschrieben. Viele Dinge habe ich ja reduziert, angepasst, verändert und dem Ganzen mehr Tiefe dort gegeben, wo ich sie brauchte. Golarion ist für mich eine tolle sw-Zeichnung, die ich nach meinen Vorlieben mit Farbe fülle (um mal eine andere Metapher zu verwenden, die besser geeignet scheint).
Magieniveau runter, Länder angepasst (Numeria ist eher wie THIEF: Dark Project; Cheliax ist teuflisch, aber mit weniger präsenten Teufeln; die Weltenwunde ist kleiner und hat weniger Ausstoß; Feuerwaffen sind noch weniger Verbreitet, als normal; usw. usf.). Das ist für mich eine herrliche Spielwiese für meine Bedürfnisse, zumal die Spieler einen wirklich flotten Einstieg finden können. Das ist eine sehr wichtige Arbeitserleichterung für mich.
Wenn Dir jetzt aber fundierte Kritik nicht passt, und nachvollziehbare Kritiker als beleidigte Leberwürste hinstellst, dann sehe ich das Problem auf Deiner Seite. Deine Wahrnehmung jegliche Kritik an Pathfinder betreffend ist recht speziell. "Verteidigungsreflex" als Antwort liegt da nahe.
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