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Pro und Contra Golarion

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Nachtfrost:
So wie wir Golarion bespielen, tut es was es soll: Es bietet genügend unterschiedliche bunte Hintergründe für eine Anzahl grundverschiedener Abenteuer(pfade). Horror, Standard-Fantasy, Pulp, Piraten, Eastern, Epic High Fantasy etc pp.
Und im jeweiligen Abenteuerpfad ist das Setting einigermaßen konsistent, da man (zumindest in den bisher gespielten Pfaden) maximal ins Nachbarland kommt. Es gab bislang auch keine Bemühungen der Spieler, sich innerhalb des AP in entfernte Teile Golarions zu teleportieren.
Wenn wir in Golarion spielen würden, wie seinerzeit in Aventurien, den Realms oder einer der vielen selbst gestalteten Welten, mit Einzelabenteuern in verschiedenen Gebieten, ausgedehnten Reisen quer durch Kontinente, dann würde mir Golarion nicht liefern, was ich brauche. Daher verstehe ich die Kritik sehr gut.
Die Hintergründe der ganzen Abenteuerpfade zu einem Setting zu verschmelzen hat der Konsistenz nicht gerade gut getan. Und letztendlich ist die Welt nach meinem Empfinden papierdünn. Es gibt bei uns manchmal Aha-Erlebnisse, wenn in einem AP Elemente auftauchen, die anderswo angerissen wurden, aber prinzipiell könnten die APs auch beliebig anderswo spielen, den die Verankerung in dieser spezifischen Welt Golarion ist sehr schwach.
Das kann eben ein Vorteil aber auch Nachteil sein.

tl/dr: Als Hintergrund für unsere APs sind wir mit G. wirklich zufrieden, vor allem Korvosa hat es uns angetan. Allerdings würde ich  nie eine Freeform-Kampagne dort leiten.

Text:

--- Zitat von: Luxferre am  7.05.2014 | 07:44 ---Und ja, Golarion liefert etwas Elementares nicht. Plausible Konsistenz.

--- Ende Zitat ---
Kannst du mal ein Beispiel nennen?
Ich tue mir immer noch etwas schwer, diese Konsistenzprobleme zu verstehen.
Geht es hier nur um die Nachbarschaft der Regionen? (Roboter neben Dämonen, etc.)
Sprich: wenn die einzelnen Regionen nicht Länder direkt nebeneinander wären, sondern jeweils eine eigene Ebene / ein eigener Planet / ein komplett unabhängiges Kampagnensetting, würde das die Konsistenzprobleme lösen?
Oder siehst du noch etwas anderes?

Greifenklaue:

--- Zitat von: Sirrefitz am  7.05.2014 | 04:18 ---Du würdest den Hellfrost Gazeteer mögen, stell ich mir vor.

--- Ende Zitat ---
Mittlerweile hab ich natürlich einiges in die Richtung, aber da war es das erste Mal bewusst. (Helfrost deutsch hab ich gekickstartet.)

Narubia:

--- Zitat von: Darius am  7.05.2014 | 07:01 ---"Wir teleportieren jetzt Gollum mit dem Ring direkt in den Schicksalsberg, weil wir sind Level 15 und haben eine Magier dabei! Und zwar von Bruchtal aus!"

"OK, wir sind jetzt alle Level 18. Gut, dann gehen wir nach Kings Landing, töten Joffrey, samt Königsgarde, lösen bei den Lannisters ein Erdbeben aus und setzten uns alle auf jeweils einen eisernen Thron. Wie...? White Walker? Wir haben einen Kleriker dabei."
--- Ende Zitat ---
Naja, du musst schon das System an das Setting anpassen. Wenn du in einem HdR-Setting einen 3.5-Level-17-Magier ohne Anpassung einbaust, zerstörst du natürlich das ganze Konstrukt.
Aber nach einem gewaltigen Anpassungsprozess steht dem Bespielen von Mittelerde als fantastisches Setting überhaupt nichts im Wege, und der Stufe 17 Magus anstatt Magier (Magus passt für die Zauberer in HdR tausend mal besser, zumindest, was man aus dem Filmmaterial entnehmen kann) mit entsprechender Spruchlistenanpassung brichst du auch die innerweltliche Logik nicht mehr. Ich sehe ehrlich gesagt das Problem nicht.

Ebenfalls Westeros kannst du klasse nachstellen und bespielen, solange du dir eben klar wirst, dass das Setting absolut low magic ist und du dementsprechend in Sachen Magie große Anpassungen vornimmst. Mir fällt jetzt nichts ein, was in der Welt einem Magier gleichkäme, aber die Rote Priesterin mit dem 3.5-Hexer zu ersetzen würde der Welt keinen Bruch geben. Oder du kannst neue Prestigeklassen einbringen (Gildenmöder von Bravos, Rote Priesterin des Feuergotts, Silberzüngiger Eunuch ;D ). Aber so generell halte ich das für spielbar und ich würde mir selbst auch so eine Anpassung zutrauen, wenn ich die Zeit dafür aufbrächte.

Letzten Endes führt das aber genauso auf die "Was würde mit einer Welt passieren, wenn man WIRKLICH die Auswirkungen der 3.5-Magie mit einfließen ließe?"-Frage hinaus. Portale ersetzen Kutschen, Wasser erschaffen und derartige Items dazu ersetzen Brunnen, Nahrung wird nicht mehr geerntet, sondern hergezaubert, etc. Man muss halt mögen und kennen, was die Magie der 3.X mit der Welt anstellt, dann kann man es auch implementieren.
Oder um es anders zu sagen: Wenn man Magie tatsächlich Welten beeinflussen lässt, dann gibt es die Vergessenen Reiche, Golarion, und wie die ganzen 3.X-Settings alle so heißen, nicht mehr so, wie wir sie kennen.

Slayn:

--- Zitat von: Narubia am  7.05.2014 | 09:13 ---Oder um es anders zu sagen: Wenn man Magie tatsächlich Welten beeinflussen lässt, dann gibt es die Vergessenen Reiche, Golarion, und wie die ganzen 3.X-Settings alle so heißen, nicht mehr so, wie wir sie kennen.
--- Ende Zitat ---

Eben. Und sie wären weder spielbar noch würden sie Spaß machen.

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