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[FC] Einmal gespielt, viele Fragen

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Das Buch ist da finde ich etwas unklar, ich hätte es cool gefunden, wären gerade zu im Spiel häufig vorkommenden Situationen wie Deckung mehr Beispiele vorhanden gewesen.

Ich kann sowohl deine Deutung aus dem Regeltext rauslesen (wenn ich dich richtig verstanden habe: passive Opposition als Metier des Spielleiters bzw. von NSC, Spieler würfeln immer aktiv), finde aber auch nichts, was einer anderen Interpretation im Weg stünde (Spieler können auf passive Opposition "zurückfallen", solange sie selbst nicht aktiv würfeln).

Mag aber auch sein, dass ich da irgendetwas falsch aufgefasst habe. Es funktioniert jedenfalls ganz gut so :)

Dragon:
Imo spricht halt das ganze Regelkonstrukt des Konflikts dagegen und dass da extra in Klammern beisteht, dass man das für NSC's auch so machen kann. Nirgendwo steht, dass Spieler das für sich nutzen können, außer(!) man führt das als Rüstungswerte ein und das steht im Extra Kapitel.
Außerdem wäre so etwas für mich ein klassischer Stunt zur besseren Nutzung von Deckung.

Und, es gibt ja die Möglichkeit Situationsaspekte als +2 Hindernis einzuführen, was imo auch dagegen spricht, denn warum sollte ein FP etwas tun, dass ich eigentlich gratis bekomme?

--- Zitat von: Fate Core, S. 68; "Invoking aspects" ---Add +2 to any source of passive
opposition, if it’s reasonable that
the aspect you’re invoking could
contribute to making things
more difficult. You can also use
this to create passive opposition at Fair (+2) if there wasn’t going to be
any.
--- Ende Zitat ---
Deswegen bin ich der Meinung, es wäre eine Hausregel im Bereich von Rüstung. Eine kleine Hausregel, ja, aber imo eine Hausregel ;) und gebe zu bedenken, dass das Schwierigkeiten im Balancing bzgl. des ausgeteilten Schadens hervorrufen könnte.

Haukrinn:
Eigentlich sagt doch die von Dir zitierte Regel genau das: Wenn Du als Spieler möchtest dass dieser Aspekt eine passive Opposition darstellt, dann kostet Dich das einen FATE-Punkt. Das würde ich auch für den Free Invoke zulassen:

Ich werfe mich also in Deckung (Create Advantage) und nutze den Free Invoke damit Gegner erst einmal meine passive Opposition von +2 überwinden müssen. Zusätzlich kann ich (selbes Regelzitat) noch einen FATE Punkt ausgeben um die Passive Opposition einmalig auf +4 zu erhöhen.

Und um nochmal auf die Ursprungsfrage zurück zu kommen, das haben zwar einige andere auch schon beantwortet, aber trotzdem: Der Einsatz eines FATE-Punkts hat nichts mit der Spielrealität zu tun (ganz anders als der Aspekt für den er eingsetzt wird - der ist ja auf jeden Fall immer präsent). Nix. Das ist reines Metagaming. Wenn Du in Deckung gehst dann bist Du in Deckung - egal ob jetzt FATE-Punkte fließen oder nicht. Das hat nur keinen nennenswerten regeltechnischen Effekt. Einen FATE-Punkt einzusetzen heißt immer "hier passiert jetzt etwas das ist dramatischer als das übliche", und das sollte sich dann auch in der Beschreibung von dem was passiert wiederfinden.

Um beim Deckungsbeispiel zu bleiben, so lange kein FATE-Punkt eingesetzt wurde knallen die Blastersalven gegen die Bar, treffen vielleicht sogar. Dann entschließt sich der Spieler einen FATE-Punkt einzusetzen, damit ein Schuß ihn ganz knapp verfehlt - er kauert hinter der Bar, und wenige Zentimeter neben seinem Ohr knallt ein Blasterschuß durch die Zapfanlage.

:
Ich bin skeptisch ob es zielführend ist, für einen Aspekt, der zuvor bereits klar als Hindernis etabliert wurde, sowohl in der Fiktion ("Ich springe hinter die Bar in Deckung und schieße zurück!") und insbesondere durch Create an Advantage ("Ich springe hinter der Bar, um Sicher In Deckung zu gehen!"), noch einen Fate-Punkt zu verlangen, um ihn als passive Opposition zu nutzen.

Wenn unklar ist, ob der Aspekt in einer konkreten Situation ein Hindernis darstellt, weil er noch nicht als Hindernis "etabliert" wurde, dann ja: "Hast du nicht vorher beschrieben, dass es da eine Bar Inmitten Der Cantina gibt? Um, ich habe nur Mäßige Athletik...wie wär's wenn ich hinter der Bar in Deckung gehe, um mich vor den Schüssen zu schützen? Ich geb' einen Fate-Punkt aus, um die Bar als passive Opposition zu nutzen, anstatt mich aktiv zu verteidigen." Für mich wäre das nicht viel anders als Declare a Story Detail: Gib' den Punkt aus um in der Fiktion zu etablieren, dass du nun in Deckung bist.

Wenn das "Hindernis" aber bereits klar als solches etabliert ist hat das für mich etwas von "doppelt gemoppelt".

Ich beziehe mich da ebenfalls auf das "create passive opposition at Fair (+2) if there wasn’t going to be any" – Im ersten Beispiel ist eine gewisse Opposition schon im Aspekt impliziert, im zweiten Fall nicht. Aber ich geb' zu, der Halbsatz "if there wasn't going to be any" ist zieeeemlich interpretationsoffen :)

Auch der Spielleiter muss ja nicht immer einen Fate-Punkt ausgeben, um einen Aspekt als passive Opposition für einen Spielercharakter zu etablieren (sprich: eine Proben-Schwierigkeit festzulegen), wenn er in der Fiktion ein klares Hindernis darstellen würde. ("Es ist hier So Dunkel, Dass Du Deine Hand Kaum Vor Augen Siehst. Du brauchst zumindest einen Ordentlichen Wurf auf Nachforschen (+2), um den McGuffin zu finden, bevor die Wachen auf ihrem Rundgang wieder hier vorbei kommen.")

Anders sieht es auch für den Spielleiter aus, wenn ein Aspekt noch nicht klar als Hindernis etabliert wurde. "Ich hab' dir ja vorhin beschrieben, dass aus dem Fass Öl ausrinnt. Ich gebe einen Fate-Punkt an die Bank aus: Die Lacke ist mittlerweile groß genug geworden, um kaum mehr durch den Raum gehen zu können, ohne in das Öl zu treten...sei zumindest Ordentlich Verstohlen, um keine Spuren zu hinterlassen." Auch hier ist das Etablieren des Aspekts als passive Opposition sehr vergleichbar mit Declare a Story Detail.

Zumindest handhabe ich das bislang so :)


--- Zitat von: Dragon ---außer(!) man führt das als Rüstungswerte ein
--- Ende Zitat ---
Ich weiß nicht, ob man passive Opposition wirklich mit Rüstungswerten vergleichen kann. Armor Ratings helfen auch dann, wenn der Spieler sich aktiv verteidigt hat und den Wurf nicht geschafft hat. Passive Opposition hingegen nützt nur dann, wenn der Spieler darauf verzichtet, sich aktiv zu verteidigen – entweder du agierst als aktive Opposition, oder du verlässt dich auf die Deckung, beides zugleich geht nicht. Für einen Charakter mit ohnehin hohen Werten in Athletics oder Fight ist das selten nützlich – es sei denn, er gibt einen Fate-Punkt aus oder hat einen Stunt, der die passive Opposition in solchen Fällen erhöht.

Dragon:

--- Zitat ---Eigentlich sagt doch die von Dir zitierte Regel genau das: Wenn Du als Spieler möchtest dass dieser Aspekt eine passive Opposition darstellt, dann kostet Dich das einen FATE-Punkt. Das würde ich auch für den Free Invoke zulassen:

Ich werfe mich also in Deckung (Create Advantage) und nutze den Free Invoke damit Gegner erst einmal meine passive Opposition von +2 überwinden müssen. Zusätzlich kann ich (selbes Regelzitat) noch einen FATE Punkt ausgeben um die Passive Opposition einmalig auf +4 zu erhöhen.
--- Ende Zitat ---
äh... ja, genau das habe ich versucht zu erklären
es ging darum, das andere diesen Bonus umsonst raus geben


--- Zitat von: Tar ---Ich bin skeptisch ob es zielführend ist, für einen Aspekt, der zuvor bereits klar als Hindernis etabliert wurde, sowohl in der Fiktion ("Ich springe hinter die Bar in Deckung und schieße zurück!") und insbesondere durch Create an Advantage ("Ich springe hinter der Bar, um Sicher In Deckung zu gehen!"), noch einen Fate-Punkt zu verlangen, um ihn als passive Opposition zu nutzen.
--- Ende Zitat ---
genau diesen Punkt habe ich in meinem ersten Post hier erklärt:

--- Zitat von: Dragon ---Prinzipiell hast du alles richtig gemacht.
Aber der Satz "...auch wenn es nach Spielweltlogik nicht so wirklich Sinn macht", ist falsch. Denn es macht Sinn. Der Charakter sitzt zwar hinter der Bar, hat aber z.B. den Kopf hoch gestreckt um etwas zu sehen und - wurde dabei beschossen. Oder ist hoch gekommen um selbst zu schießen, oder... Gründe zu finden, warum die Deckung nicht funktioniert, ist leicht und genau das passiert in dem Moment, wo der Spieler nicht bereit ist entweder einen Fatepunkt auszugeben um den Aspekt zu nutzen oder neue Manöver macht um neue FreeTags drauf zu stapeln (das ist übrigens bei bereits bestehenden Aspekten einfacher, als neue zu schaffen). [...] Wichtig ist zu verstehen, dass Fate davon ausgeht, dass nicht die Regeln unlogisch sind, sondern nur eure Erzählung dazu. Bei diesem Beispiel sieht man sehr schön, dass Fate eben nicht statisch ist, sondern sehr dynamisch. Eine Deckung ist nicht gut, nur weil sie da ist, sondern weil der Charakter sie zu nutzen weiß.
--- Ende Zitat ---


--- Zitat ---Auch der Spielleiter muss ja nicht immer einen Fate-Punkt ausgeben, um einen Aspekt als passive Opposition für einen Spielercharakter zu etablieren
--- Ende Zitat ---
Situationsaspekte kann der SL frei definieren, das ist richtig. Aber du musst das vergleichen mit der Situation wenn ein NSC das gleiche macht wie der Spieler (in Deckung springen) und dann muss der SL sehr wohl auch den FP für den NSC ausgeben, genaus wie der Spieler dies müsste!

bzgl. Armor rating, das bezog sich auf den ersten Vorschlag, wo es hießt, die Deckung wird als Bonus angerechnet.

Die von dir besprochene passive Situation (Spieler macht halt nichts, weil er sich auf die Deckung verlässt) ist eben durch "volle Verteidigung" abgedeckt, finde ich.

Edit:
aber langsam wird das offtopic^^

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