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Kodex eines DnD Paladins?

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Runenstahl:
@Feuersänger
Hier mal ein klassisches Beispiel:
Bösewicht A der die Welt / Königreich / Dort vernichten will kann nur aufgehalten werden wenn man sich mit dessen Feind verbündet... der allerdings auch ein Bösewicht (B) ist (was die Charaktere wissen).

Die "Richtige" Lösung ist vermutlich tatsächlich sich kurzfristig mit dem Bösewicht B zu verbünden um eine größeres Übel abzuwehren. Der aufrechte Paladin wird dabei aber nicht lügen sondern vielleicht sogar offen sagen das das Bündnis nur halten wird bis das Übel abgewehrt ist und er (oder sie) danach alles dransetzen wird um auch dem Bündnis-Bösen B das Handwerk zu legen.

Laut reinem Prä 5. Edition-Regelwerk ein Bruch des Kodex (z.B. 3.5 seite 44 "a paladin will never knowingly associate with evil characters"). Meiner Meinung nach aber durchaus im Sinne der Gottheit (und des Guten). Würde also von mir als SL niemals bestraft werden.

Ein Paladin der hingegen sagt "Nein, nie und nimmer. Mit dem werde ich mich nicht verbünden. Ich werde versuchen einen anderen Weg zu finden !" handelt  auch nicht falsch. Sollte er es nicht schaffen und die Katastrophe eintreffen würde ich zwar erwarten das der Paladin deswegen Gewissensbisse bekommt, aber auch hier würde ich es für falsch halten mit der "Du verlierst Deine Kräfte" Keule daherzukommen.

Mir als SL ist wichtig das der Paladin nach bestem Wissen und Gewissen versucht das richtige zu tun. Ich habe auch schon SL erlebt die da ganz anders drauf sind. Nach dem Motto: "Euer Verbündeter entpuppt sich als Gestaltwandler. Du hast also mit einem Bösen zusammengearbeitet. Schwupps, Kräfte weg ! Haha." War vor der 3. Edition wo der Passus "knowingly" vielleicht noch nicht drin war. Ändert aber nichts daran das so ein SL Verhalten unter aller Sau ist.

Wie schon eine Seite vorher gesagt: Gute Dilemma sollten nicht nur Paladinen sondern ALLEN Spielern Bauchschmerzen bereiten.

Lysander:


Luxfere/Ljchtschwerttaenzer: Ich moechte gerne ein Zitat das mich widerlegt wie ihr  falsch behauptet.
 
BadHorse: Wenn es mehr um Gehorsam zur Kirche ginge wie beim Kleriker.
Beim Thema Rechtschaffen-Gut gehts darum das Gute moeglichst zu erreichen.
Wenn jetzt zwei Fraktionen Krieg betreiben und du in eine Schlacht verwickelt wirst und eigentlich nur brave Soldaten dich laut Befehl angreifen waere so ein Dilema dazu.

Rhylthar:
@ Bad Horse:
Deine Beispiele würde ich eher als moralische Konflikte ansehen, nicht aber als moralische Dilemmata.

Beispiel 1 wird aber zum Dilemmata, wenn der Paladin vor folgender Wahl stehen würde:
Der Hirtenjunge ist von einem bösen Kult entführt worden und wird ohne Hilfe sicher umgebracht. Jedoch ist der Auftrag so zeitkritisch, dass eine Verspätung Menschenleben kosten würde.
Was soll er also tun?

@ Runenstahl:
Ich glaube, der Passus aus dem Regelbuch bezieht sich erstmal nur auf andere Charaktere in der Gruppe. Paladin und Assassine in einer Gruppe? Nicht möglich.
Wie ich aber an anderer Stelle schon sagte: In den Forgotten Realms gibt es Paladine, die die Harfner unterstützen, wohl wissend, dass diese sich nicht immer nur "gute" Möglichkeiten suchen, um an ihre Ziele zu kommen.


--- Zitat ---Wenn jetzt zwei Fraktionen Krieg betreiben und du in eine Schlacht verwickelt wirst und eigentlich nur brave Soldaten dich laut Befehl angreifen waere so ein Dilema dazu.
--- Ende Zitat ---
Garantiert nicht.

Die für mich idealtypischen "Paladine", was Spielbarkeit angeht, findet man btw. in den Romanen von David Eddings. Sparehawk, Ulath oder auch sehr gerne Bevier wären Paladine, wie ich sie mehr vorstellen würde.

Bad Horse:
Rhyltar: Es muss ja auch nicht immer das Schicksal der gesamten Zivilisation auf dem Spiel stehen.

Und: Singular: Dilemma. Plural: Dilemmata.  ;)

Rhylthar:
Und: Rhylthar...mit 2 "h".  :)

Moralisches Dilemma ist afaik ein feststehender Begriff. Kohlberg und so.

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