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Kodex eines DnD Paladins?
Lysander:
Rhyltar: Doch wenn du den Befehl zum Angriff hast oder dich verteidigen mußt GARANTIERT SCHON !
Kowalski:
--- Zitat von: Feuersänger am 17.04.2016 | 21:40 ---Mich würde halt an der Stelle interessieren, was die "Dilemma" Fraktion sich da so konkret drunter vorstellt:
1. Was wären denn Beispiele für moralische Dilemmata, mit denen sich Paladine rumschlagen müssen?
2. Und WAS wäre dann eurer Meinung nach die _richtige_ Entscheidung?
--- Ende Zitat ---
* Man stellt den Paladin vor eine Situation in der er zwischen zwei Übeln wählen kann. Ein paar Unschuldige opfern und den Bösewicht kriegen. Die Unschuldigen retten aber der Bösewicht kann noch weitere Übel vollbringen.
* Eine an sich gute Entscheidung des Paladins hat furchtbare Konsequenzen.
* Der Paladin verschont einen Bösewicht und das führt zu weiteren Verbrechen
* Der Paladin verschont einen Bösewicht und das führt zu weiteren Verbrechen
* Der Paladin verschont einen Bösewicht nicht und es stellt sich raus das der einfach von seinem Oberbösewichtboss durch Geiseln dazu gezwungen wurde
* Es gibt keine RICHTIGE Entscheidung!
* Man kann die kurzfristige Sicht nehmen
* Man kann die mittelfristige Sicht nehmen
* Man kann die langfristige Sicht nehmen
* Wenn der Spieler nicht darauf kommt das seine Entscheidung schwierig und vielleicht sogar "falsch" war, dann sollte das ein Bruder im Glauben dem Paladin auftischen
* Wenn die Entscheidung durch mangelnde Informationen "falsch" war, sollte man den Paladin, wenn er wieder einen Schnellschuß an Entscheidung fällt daran erinnern.
Im Endeffekt muß es "schwieriger" sein einen Paladin zu spielen als eine Kämpfer. Aber, wenn man alles richtig macht, gerne auch durch die Schwierigkeiten erfüllender.
Feuersänger:
Klar können solche Situationen immer wieder mal vorkommen. Da ist auch nicht viel gegen einzuwenden, solange das in erster Linie "Food for thought" für den Spieler ist, und der Spieler auch seinen Spaß daran hat. Nen Hals krieg ich halt, wenn der ganze Zirkus nur vom SL veranstaltet wird, um den Spieler zu piesacken und/oder mit der Drohung des Kräfteverlustes rumzuwedeln.
Weil weiter oben die Frage aufkam:
in AD&D 2nd zum Beispiel war man als Paladin noch ein reiner Spielball der Launen des DMs. Allerdings war Kräfteverlust nicht endgültig, sondern man musste halt "Buße tun" und sich einen Atonement-Zauber von einem Kleriker abholen (der mindestens 7. Stufe sein musste). War kein solcher greifbar -> Pech gehabt.
Der Schwachsinn ging so weit, dass man seine Kräfte sogar verlor, wenn man unter magischem Zwang etwas Böses tat. Wenn wir die Gleichung also mal kürzen: einmal Rettungswurf nicht geschafft == Kräfte weg. UND solange er nicht durch eine "gefährliche Queste oder wichtige Mission" Buße getan hatte, gab es auch keinerlei XP erhalten.
Die Kräfte waren zwar prinzipiell auch ziemlich awesome -- aber die Codex-Bedingungen waren dermaßen unfair und willkürlich, dass dagegen Snakes&Ladders wie ein Schachspiel wirkt. Das mag in tatsächlichen Spielrunden alles ganz anders gehandhabt worden sein, aber RAW ist das quasi unspielbar.
Die Probleme des 3E-Codex wurden ja schon genannt. Wie bereits in diesem Thread konstatiert, war das as written ebenfalls unspielbar.
In der 5E gibt es nun Paladine in verschiedenen Geschmacksrichtungen (Oaths), und sie können technisch gesehen jede beliebige Gesinnung haben - wobei aber jeder Oath mehr oder weniger stark auf ein oder zwei bestimmte Gesinnungen zugeschnitten ist. Jeder Eid hat seine eigenen Grundsätze (Tenets), die im Unterschied zu früheren Editionen sehr sorgfältig formuliert sind. Selbst der klassische LG-Paladin mit Oath of Devotion wird qua Tenets vor den dämlichsten Lawful-Stupid Fallstricken _geschützt_ statt reingeritten. Das nenn ich Fortschritt!
--- Zitat von: Lysander am 17.04.2016 | 23:41 ---Rhyltar: Doch wenn du den Befehl zum Angriff hast oder dich verteidigen mußt GARANTIERT SCHON !
--- Ende Zitat ---
So ein Blödsinn. Wie _kommst_ du nur immer wieder auf so einen Quark?
bobibob bobsen:
Bei uns wurde einfach bestimmt das alles was der Paladin tut gut ist. Fertig mit der Diskussion. Ein Dilemma das einen SC unspielbar macht finde ich nicht zielführend.
Ich hacke ja auch keinem Fighter die Arme an und sage dann " gibt doch einen Regenerat spell mit dem du das wieder in Ordung bringen kannst. Sieh mal zu wie du dich bis dahin rumschlägst"
Kowalski:
Ist schon klar das man so etwas dosiert einsetzen sollte.
Was mir, vor ewigen Zeiten, halt aufgefallen ist, das Spieler die eine Gute oder Rechtschaffene Gesinnung hatten eben gegen diese mehr oder weniger offen verstießen.
Da hat man den Non-Good Charakter die Bösen verhören lassen, weil der im Zweifel auch mal einen umnietet oder ein paar Körperteile wegschnippelt.
Und man ging extra auf einen ausgedehnten Spaziergang damit man das nur ja nicht mitkriegt.
Dann denk ich mir, was soll der Scheiß, man will die Coolen-Powerz, und spielt nicht die Nachteile.
Da kann ich schon verstehen warum der eine oder andere SL da solchen Spielern was reinwürgen wollte.
--- Zitat von: bobibob bobsen am 18.04.2016 | 01:49 ---Bei uns wurde einfach bestimmt das alles was der Paladin tut gut ist. Fertig mit der Diskussion. Ein Dilemma das einen SC unspielbar macht finde ich nicht zielführend.
Ich hacke ja auch keinem Fighter die Arme an und sage dann " gibt doch einen Regenerat spell mit dem du das wieder in Ordung bringen kannst. Sieh mal zu wie du dich bis dahin rumschlägst"
--- Ende Zitat ---
Naja, lies Dir mal so Beispiele durch was so Paladine alles veranstaltet haben und Du mußt erkennen das es nicht alles gut sein kann.
Klar, Du kannst die Vollausstattung zum Preis der Basisausstattung verscherbeln. Aber damit entwertest Du die Basisausstatung (wer will das dann schon spielen?)
Immerhin gab es, in einem Dragon Artikel oder sonstwo, auch eine Regel die die Einzelnen Fähigkeiten mit XP Kosten für den Aufstieg von LVL 1 auf LVL 2 bepreiste.
Wenn man alle Vorteile eines Paladins haben wollte aber keinen seiner Nachteile dann wären die Basis XP pro Level halt noch mal um so 400-500 XP gestiegen.
Dann wäre die NOCH langsamere Progression der einzige Nachteil.
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