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Kodex eines DnD Paladins?
Feuersänger:
Dass das damals in den Regeln stand, wurde ja nie in Abrede gestellt. Es geht darum, dass diese Regeln eben scheisse waren.
UND dass halt auch abseits von Beherrschungszaubern nirgends festgelegt war, _was_ nun Böse oder Chaotisch wäre, bzw wie der Pala es vermeiden kann zu fallen, wenn er in eine "Damned if you do..." Situation gerät.
--- Zitat von: nobody@home am 25.04.2016 | 15:08 ---"ist das Opfer des Verbrechens jetzt selber schuld, weil es sich eben mehr hätte wehren sollen?"
--- Ende Zitat ---
*insert "Thank You!" GIF*
Arldwulf:
Selbst wenn man Gedankenkontrolle oder verfluchte Gegenstände als Grund für ein abfallen vom Paladinstatus akzeptiert: Das dies die gleiche Strafe nach sich zieht für Paladin A wie sie Paladin B bekommt (der z.B. aus Eifersucht seine ihn betrügende Ehefrau erschlug und für die Flucht aus der Stadt die Kasse der Wachmannschaft gestohlen hat) oder Paladin C (Der wahnsinnig wurde und nun plant alle ungläubigen von der Landkarte zu fegen und dafür mordend und raubend durchs Land zieht) macht einfach keinen Sinn.
Wir sprechen hier über die Ausgeburt der Gerechtigkeit. Und ausgerechnet bei der Beurteilung von jenem sollen keine gerechten Maßstäbe mehr angelegt werden, und alle Taten in einen großen Topf "irgendwie böses Zeug gemacht" geworfen werden?
Erg:
--- Zitat von: Feuersänger am 25.04.2016 | 15:34 ---... Es geht darum, dass diese Regeln eben scheisse waren.
UND dass halt auch abseits von Beherrschungszaubern nirgends festgelegt war, _was_ nun Böse oder Chaotisch wäre, bzw wie der Pala es vermeiden kann zu fallen, wenn er in eine "Damned if you do..." Situation gerät.
...
--- Ende Zitat ---
Es steht natürlich jedem frei, bestimmte Regeln scheiße zu finden. Warum diese Regeln denn scheiße sind, ist natürlich schon eine berechtigte Frage; was das angeht, habe ich bisher wenig gelesen, was mich überzeugt (vgl. weiter oben). Einzig "Es bleiben zentrale Fragen offen" ist nicht von der Hand zu weisen, allerdings sollte dieser Mangel sich recht leicht beheben lassen (wie alle Regelfragen): man trifft in der Gruppe Regelungen (wie auch immer das konkrete Procedere dafür aussehen mag). "damned if you do" Situationen sollte es eigentlich abseits von SL-Mißgunst nicht geben; wie ebenfalls bereits weiter oben angemerkt: entweder gibt es eine nach den moralischen Bewertungsmaßstäben des "Paladin-Kräfte-Providers" (die dem Paladin bekannt sein dürften) zu bevorzugende Alternative, dann ist die Sache klar (tu, wie Dir geheißen, oder falle), oder es handelt sich wirklich um moralisch völlig gleichwertige Alternativen, warum sollte der Paladin dann fallen, wenn er eine davon auswählt (wie gesagt, abseits von SL-Mißgunst) ? Natürlich kann ein SL den Paladin zu Fall bringen, wenn er es darauf anlegt, genau wie er auch die gesamte Gruppe einfach auslöschen kann, wenn ihm danach ist. Das ist dann allerdings kein Problem der Paladin-Regeln mehr...
Arldwulf:
--- Zitat von: Erg am 25.04.2016 | 16:59 ---Warum diese Regeln denn scheiße sind, ist natürlich schon eine berechtigte Frage; was das angeht, habe ich bisher wenig gelesen, was mich überzeugt (vgl. weiter oben).
--- Ende Zitat ---
* Weil sie die schwere der Tat nicht berücksichtigen und alles unter "irgendwie was böses gemacht" subsummieren. Auch die Konsequenzen sind stets gleich - egal was der Paladin tatsächlich gemacht hat. Ein durchgeknallter Mörderpaladin wird gleich bestraft wie jemand der einfach nur zufällig das falsche Item benutzte.
* Weil der Paladin dadurch von einem der definiert was Gut ist - von einem Vorbild - zu jemandem wird auf dessen Verhalten besonders geachtet werden muss. Anstatt sich an ihm zu orientieren gilt eher: Bei dem muss man aufpassen wie er sich verhält!
* Weil die Konsequenzen kaum definiert sind und im Kontext einer Kampagne an der ein guter Paladin teilnimmt nicht umsetzbar sind. Entweder sein Atonement und die zugehörige Quest passen sich in das Abenteuer ein (dann hat es aber einfach keine Konsequenz) oder aber es behindert das Abenteuer - dann ist es unlogisch von einer guten Gottheit so etwas zu fordern und dem Paladin der dies macht (also das Schicksal der Welt für seinen persönlichen Quest liegen zu lassen) auch noch dafür zu verzeihen.
* Weil es besser zu einer Erwählung und einem Schwur passt wenn dieser nicht auf Probe, sondern als Symbol des Vertrauens geschieht.
* Weil die Regeln sich widersprechen, einmal ist von willentlichen Taten die Rede - andererseits werden ebenfalls Taten unter Zwang berücksichtigt. Das führt zu jahrzehntelangen Diskussionen und der immer wieder kehrenden Uneinigkeit wann ein Paladin wirklich "fällt".
* Weil Spieler entscheiden sollten was sie spielen möchten. Wenn jemand einen Krieger spielen möchte soll er dies tun - als SL einen Charakter zu einem (geschwächtem) Krieger zu machen ist sinnlos. Erst recht weil dieser ja nicht einmal mechanisch den gefallenen Paladin glaubwürdig darstellen kann. Die Regeln funktionieren also nicht einmal für Leute welche sich auf diese Situation einlassen wollen gut.
Mal so für den Anfang.
Isegrim:
Manchmal sind Katholiken halt doch Vorbilder: Beichten, büßen, alles gut. Bleiben nur die Fragen, wie das Ave Maria gerade IG heißt und wieviele davon für welche Verfehlung zu beten sind...
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