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Brainstorming: Wie funktionieren Götter-Kulte in einer High-Fantasy-Welt?

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Talasha:

--- Zitat von: Text am  1.08.2014 | 00:09 ---Momentan schweben mir eher "Zivilisationsgötter" vor. So was wie Prometheus. Nicht die Schöpfer des Universums. Möglicherweise nicht mal die Schöpfer der Menschheit. Sondern die die den Menschen die Kultur und das Gesetz und die Kunst und die Magie beigebracht haben.

Ein Gott der ein ganzes Konzept darstellt ist mir zu mächtig. Ich will ja viele Götter mit überdeckendem Portfolio. Ich kann mir nicht vorstellen wie das funktionieren soll, wenn es mehrere Götter gibt, die selbst die Zeit sind.

Aber jetzt wo ich darüber nachdenke, kann ich mir auch gut vorstellen dass es in Richtung "Naturgeister" geht: Es gibt nicht einen Gott des Wassers, sondern jeder Fluss und jeder See hat/ist ein eigener Wassergott. (So ein bisschen Richtung Shinto?)

--- Ende Zitat ---

So in Richtung des Systems von Exalted?

Text:

--- Zitat von: Slayn am  1.08.2014 | 20:51 ---Dann red mal Klartext darüber welche Macht du dir bei den Göttern vorstellst.

--- Ende Zitat ---

Die Menschen haben eine vormoderne Denkweise. Es gibt keine Wissenschaftliche Methode und keine methodische Forschung, kein großes Streben nach Verbesserung. Die Götter bringen den Menschen Innovation, Technik, Rechtsprechung, kulturelle Werte und Normen. Das ist in den Augen der Menschen die größte Gabe der Götter (evtl. in den Augen jugendlicher Rebellen auch der größte Kritikpunkt...)

Darüber hinaus halten sich die Götter ganz bewusst im Hintergrund: sie meiden allzu engen Kontakt zu ihresgleichen oder zu Sterblichen. Götter ziehen nicht aus um Abenteuer zu erleben. Dementsprechend weiß man nicht wo die Grenzen ihrer Macht wirklich liegen.

Augenscheinlich können die Götter nach Belieben subtile Veränderungen an der Welt vornehmen, bis hin zu den Naturgesetzen und den Regeln von Ursache und Wirkung. Mit sehr surrealen, Traumlogik-artigen Effekten.

Zum Beispiel: ein Fanatiker will ein Attentat auf eine Gottheit zu verüben. Er schafft es tatsächlich sich bei einer öffentlichen Zeremonie an allen Wachen vorbei bis zu ihr hin zu schleichen, zieht seinen Dolch - und steht plötzlich in einem ganz anderen Teil der Stadt und ist eine andere Person. Er und alle anderen Anwesenden erinnern sich daran dass das passiert ist. Gleichzeitig erinnert er sich aber auch an das ganze bisherige Leben der Person die er jetzt ist - und verhält sich fortan wie diese Person. Selbst die Menschen die wissen was passiert ist, sind nicht im Stande ihn als die Person zu behandeln die er war. Das ganze registriert nicht als Magie.

Text:

--- Zitat von: Talasha am  1.08.2014 | 20:58 ---So in Richtung des Systems von Exalted?

--- Ende Zitat ---
Exalted kannte ich bisher noch nicht. Aber das was ich bei einer ersten Internet-Recherche dazu gefunden habe liest sich spannend. Werde ich mir mal näher anschauen!

Sin:

--- Zitat von: Text am 31.07.2014 | 08:31 ---Andere Sphären oder Bewusstseinsebenen, Seelen, oder ein Leben nach dem Tod sind keine allgemein anerkannten Konzepte. Möglicherweise versprechen einige wenige Götter/Kulte etwas in der Richtung, das sind dann aber metaphysische (oder gar metaphorische) Konzepte jenseits der allgemein anerkannten Wahrheit. Dementsprechend werden die Götter eher wegen diesseitiger Dinge verehrt: wegen kulturellen Leistungen oder technischen Errungenschaften die sie den Menschen gebracht haben, oder weil man ihrer gesellschaftlichen Vision folgt.
--- Ende Zitat ---

So funktioniert das nicht. Gerade wenn es kein einheitliches Konzept vom Leben nach dem Tod gibt und nur einige Götter ihren Anhängern so etwas versprechen, wird das zur zentralen, alles überschattenden Frage. Es wird nur um die Diskussion gehen, ob die Götter, die das versprechen, wirklich ein Leben nach dem Tod bieten können, oder nicht. Die Frage, ob es Götter gibt steht nicht zur Debatte, unsterbliche Seelen, ewige Glückseligkeit, das sind Themen, die im Angesicht real existierender Götter natürlich eine unglaubliche Tragweite haben... Und das Thema würde zu Radikalisierung und Konflikten führen.

Text:

--- Zitat von: Sin am  1.08.2014 | 23:34 ---So funktioniert das nicht. Gerade wenn es kein einheitliches Konzept vom Leben nach dem Tod gibt und nur einige Götter ihren Anhängern so etwas versprechen, wird das zur zentralen, alles überschattenden Frage. Es wird nur um die Diskussion gehen, ob die Götter, die das versprechen, wirklich ein Leben nach dem Tod bieten können, oder nicht. Die Frage, ob es Götter gibt steht nicht zur Debatte, unsterbliche Seelen, ewige Glückseligkeit, das sind Themen, die im Angesicht real existierender Götter natürlich eine unglaubliche Tragweite haben... Und das Thema würde zu Radikalisierung und Konflikten führen.

--- Ende Zitat ---
Stimmt. Hmm, dann würde ich solche Versprechungen wahrscheinlich ganz weglassen: die Götter versprechen höchstens ein metaphorisches Leben nach dem Tod, im Sinne von "an etwas mitwirken das größer ist als man selbst" oder "in der Erinnerung der Massen weiterleben" oder "wenn du stirbst dann wird ein Teil von dir zu Würmern und die werden ein Teil von Vögeln".

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