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[Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan

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6:

--- Zitat von: KlickKlack am 21.11.2014 | 20:00 ---Welche top 50?

--- Ende Zitat ---
Die Top 50 der erfolgreichsten Filme der 70-er. Die Liste mit den ganzen Bud Spencer/Terence Hill-Filmen und den Schulmädchenreports.

--- Zitat ---Zu behaupten die Siebziger waren in puncto Kino weniger anspruchsvoll als die 2010- Jahre ist, jetzt nachdem ich mir noch mal angesehen habe was für Filme veröffentlicht wurden, schlicht Unsinn.

--- Ende Zitat ---
Zu behaupten, dass die 2010-er weniger anspruchsvoll sind in puncto Kino als die 70-er, ist aber genauso Unsinn (Siehe Dein Posting auf das ich geantwortet habe).

6:

--- Zitat von: Talasha am 21.11.2014 | 20:07 ---Rollerball hat es in Deutschland auf Platz 10 geschafft z.B.

--- Ende Zitat ---
5 Plätze hinter der Geschichte der O.

KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Der beste Filmjahrgang ist in meinen Augen immer 1197 AD! So!
 ~;P

Pyromancer:
So, ich hab Interstellar jetzt auch gesehen. Vorneweg: Der Film ist "normal gut", und dafür, dass er fast drei Stunden dauert, erstaunlich kurzweilig.
Woran das liegt kann ich auch nicht so genau sagen. Die Charaktere sind flach, die Story abstrus, die Physik bestenfalls durchwachsen, die Musik zu laut und zu wummrig; die Bilder sind zwar spektakulär, aber jetzt auch nicht sooo spektakulär. Handwerklich hat er aber ein paar schöne Elemente, z.B. die Überblendungen und Parallelschnitte zwischen der Handlung auf der Erde und der Handlung im Weltall, oder die eingespielten O-Töne, wo alte Leute vom Leben auf der Erde erzählen. Das schwarze Loch als Zugang zum L-Space und dessen visuelle Umsetzung fand ich auch gut.

Was mir gar nicht gefallen hat war, dass viel zu viele Dinge sich nicht schlüssig aus der Handlung ergeben, sondern passieren, "weil Plot".

Dr.Boomslang:
Was mir nach dem Lesen des Blogposts auffällt in dem auch die "wissenschaftliche" Erklärung kurz erläutert wird: Es spielt eigentlich keine Rolle wie realistisch die meisten Details des Films sind, da die bedeutenden Wendungen, Ereignisse und Entscheidungen völlig beliebig sind.
Letztlich spielt aller Realismus der gezeigt wird keine Rolle, genauso wenig wie der Realismus den man gar nicht sieht, weil er für den Zuschauer zu kompliziert wäre, den man sich aber dazu denken kann, wenn man Professor der Astrophysik ist. Schwarze Löcher sind in diesem Film eben keine physikalischen Objekte sondern Deus Ex Machina, Mystery und Magie, unabhängig davon ob ein Physiker ein Modell davon machen kann in dem alles "stimmt".
Im Blog wird erwähnt der Film ziehe eine Parallele zwischen Liebe und Gravitation als einzige Kräfte die Raum und Zeit durchdringen. Das illustriert eigentlich den Charakter des Films ganz gut, ob man das nun toll findet oder irrsinnig flach.

Um noch mal einen Vergleich zu einem besseren Film zu ziehen: Gravity trägt ja auch schon den Namen des Hauptdarstellers im Titel. Und auch in dem Film geht es natürlich trotzdem um Menschen, Einsamkeit, Liebe, Hoffnung und all diese tollen Sachen. Aber Gravitation bleibt Gravitation und wird so charakterisiert wie sie ist, nämlich eine Kraft der Natur die wir zwar vielleicht nicht verstehen, die aber trotzdem nach ihren einfachen, unausweichlichen Regeln funktioniert. Und für Menschen allein im Weltraum führt das eben nicht zu tiefen Einsichten und einsamen Entscheidungen, sondern dazu dass ein falscher Griff, eine falsche Beschleunigung, ein falscher Zeitpunkt, zu nichts weiter führt als zum völlig unausweichlichen und eventuell völlig unbedeutenden Tod, egal was für ein toller Held man ist, oder was man sonst für Probleme hat.

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